Keystone-SDA streicht weitere Stellen

Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA leitet aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage auf dem Medienmarkt weitere Sparmassnahmen ein. Bis im Spätsommer 2019 werden neun Vollzeitstellen abgebaut. Betroffen sind sämtliche Unternehmensbereiche mit Ausnahme der Redaktion.

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Der wirtschaftliche Druck in den Medienhäusern und bei den Kunden hat für Keystone-SDA weitere Folgen. Bis im Spätsommer 2019 muss die multimediale Nachrichtenagentur an den Standorten Zürich und Bern insgesamt neun Vollzeitstellen abbauen.

Betroffen sind voraussichtlich zwölf Mitarbeitende. Der Abbau betrifft die Bereiche Marketing & Sales, Solutions, Content sowie die Verwaltung. Bei Kündigungen kommt der im letzten Jahr ausgehandelte Sozialplan freiwillig zur Anwendung. Die Redaktion ist vom Abbau nicht betroffen.

Nach der Fusion zwischen SDA und Keystone ist das neue Unternehmen daran, sich weiter zu transformieren und als multimediale Nachrichtenagentur am Markt zu positionieren. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen vor dem Hintergrund der Medienkrise 35 seiner 150 Vollzeitstellen abgebaut, vor allem in der Redaktion.

Die Gewerkschaft Syndicom kritisierte, die Firmenleitung führe die Agentur in die Abbauspirale. Seit dem Streik 2018 habe sich die Haltung der Unternehmensleitung nicht geändert. Sie schüre die Unsicherheit und untergrabe das Vertrauen.

«Während unten gespart wird, bläht sich das oberste Management immer weiter auf», heisst es in dem Communiqué. Die internen Vorgänge würden das Funktionieren der Agentur gefährden. Das Markenzeichen Qualität und Zuverlässigkeit werde von der Führung aufs Spiel gesetzt. Die Agentur müsse aus der Abbauspirale ausbrechen, «sonst schafft sie sich langsam selber ab». (SDA)

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