Marken emotional und erfolgreich inszenieren

SHOP-IN-SHOP Kundenzonen wie Shops, Schalter- und Warteräume oder auch Lobbys in Hotels und Unternehmen eignen sich hervorragend für eine nachhaltige Markenkommunikation. Wirkungsvoll sind solche Konzepte immer dann, wenn sie bei den Kunden im Gehirn haften bleiben.
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Paradies für Schokoladen­liebhaber: Verkaufsshop von Lindt & Sprüngli auf dem Jungfraujoch.«Um eine nachhaltige Kaufentscheidung von potenziellen Kunden zu beeinflussen, ist dafür weder das neueste Produkt, noch der beste Preis ausreichend», erklärt Gülsüm Aykol, verantwortlich für Markenkommunikation, Habegger AG. «In den letzten Jahren sind auch die Anforderungen an den innovativen und zeitgemässen Charakter einer Marke gestiegen. So vermögen heute traditionelle Shop-Lösungen in vielen Fällen nicht mehr zu begeistern, weil der Besucher viel mehr erwartet, nämlich ein emotionales Erlebnis», sagt Aykol. Die Hab­egger AG, ein Dienstleister für Event- und Architekturinszenierungen, kann hierfür aus einem grossen Pool an Möglichkeiten schöpfen, die sie als «Digital Interior» bezeichnet.Technologie wird immer wichtigerKeine Erinnerung ohne Emotio­nen. Das Gehirn erinnert sich im Kontext. Gibt es keine emotionalen Auslöser, ist auch kein Grund vorhanden, weshalb sich ein Besucher erinnern sollte, betont Aykol. Es sind deshalb auch mehrere Aspekte, die bei einer Shop-Gestaltung berücksichtigt werden sollten. Erstens muss die Geschichte wahr sein. Sie sollte emotional und stark sein, den Besucher unerwartet überraschen und inspirieren. Zweitens müssen auch Geschichten gut verpackt sein. Dabei spielt die Technologie eine immens wichtige Rolle. «Als langjährige Technologiedienstleister wissen wir, welche technischen Medien es braucht, um Marken im Raum erfolgreich zu inszenieren. Durch multimediale Installationen wie LED-Screens, iPads oder Multitouchtables kann bspw. die Interaktion zwischen Marke und Besucher eines Shops hergestellt werden. Ein dritter Punkt ist die architektonische Ausstattung von Räumen. So sollte der Einsatz von Farben und Formen das Kunden- und Markenversprechen, das ein Store mit seinem Shopdesign einlösen will, auch auf der Fläche widerspiegeln», sagt Martin Bärtschi, Leiter Produktentwicklung bei Hab­egger.Schokolade erleben und geniessenDer Shop von Lindt & Sprüngli auf dem Jungfraujoch ist ein gelungenes Beispiel, wo Einkaufen und Erlebnis optimal miteinander verknüpft wurden. Zielsetzung war, vor einer einzigartigen Naturkulisse auch eine einzigartige Verkaufsfläche für Schokoladen zu schaffen. Sie sollte das Unternehmen als traditionsreiche Schokoladenherstellerin präsentieren und den Besuchern einen Mehrwert bieten. Das Resultat kann sich sehen lassen. So wurde die Verkaufsfläche mit einer Erlebnisausstellung erweitert und damit ein emotionales Erlebnis geschaffen. Die Ausstellung ermöglicht einen Einblick in die Herstellung der Lindt Schokoladen anhand interaktiver Modelle und animierter Bilder. Gleichzeitig können die Besucher im Shop nebenan die feinen Schokoladen geniessen und natürlich auch kaufen. Habegger war als Generalunter­nehmer für die konzeptionelle und technische sowie die bauliche Umsetzung bis zur dramaturgischen Inszenierung der Erlebnisausstellung verantwortlich.Bestechender Auftritt für TraditionshotelEin traditionelles Bauwerk, das unter Denkmalschutz steht, sanft in die Moderne zu führen, ist eine spannende und anspruchsvolle Aufgabe. Dass dies gelingen kann, zeigt das Beispiel der Gesamtsanierung des Hotels Wartmann in Winterthur, das von Rolf Wartmann bereits in der vierten Generation geführt wird. Der Auftrag für ein neues Logo sowie die Corporate Identity (CI) ging an die Firma Decollage. Frontwork übernahm die auszuführenden Arbeiten für das Innenbranding sowie die Produktion der Wand- und ­Nischenbilder. In Form von Fotocollagen zeigen sie Ausschnitte aus dem alten und dem neuen Winterthur. Die Wand­bilder in verschiedenen Grössen sind ein attraktiver Blickfang in der Lounge, in den Fluren, in Seminarräumen und den Gästezimmern. Durch die hohe Kunden­zufriedenheit kam es zu weiterführenden Arbeiten und Aufträgen. Dazu gehören Gitternetze für das Baugerüst, Blachen für die Bauwand, diverse Papierprints, eine Empfangstheke, die LED-Konturbeleuchtung im Eingangsbereich und das Aussenbranding – mit Einholung der entsprechenden Bewilligungen. Zeitgleich schloss sich das Hotel Wartmann der Best-Western-Kette an. In Zusammenarbeit mit diversen Stellen hat Frontwork das anspruchsvolle CI streng nach den Auflagen des amerikanischen Konzerns umgesetzt. Wer heute durch Winterthur flaniert und sieht, wie das Best-Western-Hotel Wartmann in neuem Glanz erstrahlt, wird Zeuge einer einzigartigen Wandlung.Autorin: Sabine Flachsmann

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