Zu guter Letzt: Postum das Qualmen untersagt

Bald wird man auch in der Schweiz nicht mehr in Gaststätten und Konzertsälen qualmen dürfen. Die rosafarbenen Lungen haben sich durchgesetzt. Und irgendwie kann man sich in aller Nüchternheit damit auch einigermassen einverstanden erklären. Was sich nun aber in Frankreich ereignet hat, ist an Hirnrissigkeit kaum mehr zu überbieten.

Bald wird man auch in der Schweiz nicht mehr in Gaststätten und Konzertsälen qualmen dürfen. Die rosafarbenen Lungen haben sich durchgesetzt. Und irgendwie kann man sich in aller Nüchternheit damit auch einigermassen einverstanden erklären. Man wird sehen, wie die Gesetze ausgelegt werden. Was sich nun aber in Frankreich ereignet hat, ist an Hirnrissigkeit kaum mehr zu überbieten: Wegen eines Werbeverbots für Tabakwaren mussten 2000 Plakate einer Ausstellung über den französischen Komiker Jacques Tati retouchiert werden. Das «Mon oncle»-Plakat zeigte Tati beim Velofahren mit einer Pfeife im Mund. «Absurd und lächerlich», nannte der Regisseur Constantin Costa-Gavras die Zensur. Der griechisch-französische Filmemacher ist der Direktor der Cinématheque française, die die bis zum 3. August dauernde Ausstellung organisiert. Tati hätte gejohlt vor Lachen meinte Costa-Gavras, denn er zündete in keinem seiner Filme die Pfeife an. Jacques Tati ist vor allem mit der Filmburleske «Les vacances de Monsieur Hulot» aus dem Jahre 1953 bekannt geworden.

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