Weiterbildungen im Marketing: Markt diktiert Inhalte

MARKETING-WEITERBILDUNG Gestern gelernt, heute aufgefrischt, um für morgen gerüstet zu sein. Weiterbildungsprogramme müssen sich permanent erneuern und den aktuellen Herausforderungen anpassen. Das gilt ganz speziell für die Disziplin Marketing.
weiterbildung
Das Weiterbildungsangebot im Fachbereich Marketing ist vielfältig.VON ROBERT WILDIMit einem Innovationsknaller kann das Bildungszentrum BVS St. Gallen im Themenbereich Marketing heuer nicht aufwarten. «Wir bieten all unsere Marketing-Weiterbildungen schon seit vielen Jahren an», sagt die Schulleiterin Myrtha a Marca. «Allerdings werden alle Lerninhalte durch unsere Fachvorstände permanent den sich verändernden Anforderungen der Wirtschaft angepasst und entsprechend weiterentwickelt», fügt sie hinzu.Sei es der Markom-Zertifikatslehrgang, das Basisprogramm Marketingfachleute oder das Nachdiplomstudium zum Marketingleiter: Das Bildungszentrum will auf allen Stufen am Ball bleiben, um den Absolventen brandaktuelles Wissen zu vermitteln und nicht Weisheiten von vorgestern. «Unsere Studierenden werden früh mit konkreten Praxisprojekten konfrontiert, die sie interaktiv bearbeiten und direkt in ihren Unternehmen umsetzen», erklärt Myrtha a Marca. An der Aktualität orientiert sich auch das Prüfungswesen des Instituts. «Unsere Studierenden werden nicht erst am Ende ihres Studiums geprüft, sondern in regelmässigen Abständen während der gesamten Weiterbildung», so die Schulleiterin.HWZ: Premiere für den CAS Brand LeadershipWas für das Bildungszentrum BVS St. Gallen gilt, muss der Anspruch eines jeden Anbieters von Weiterbildung sein, der im umkämpften Markt bestehen will. So ist auch an der FHS St. Gallen der bereits bestehende Lehrgang CAS Sales- und Marketing-Management im Rahmen der konzeptionellen Überarbeitung des gesamten Executive MBA-Programmes überarbeitet worden.«Der thematische Inhalt wurde geschärft und fokussiert sich auf die strategischen Themen des Sales-, Key Account- und Marketing-Managements», erklärt Pius Küng, Lehrgangsleiter und Dozent. Das Profil dieses Zertifikatslehrganges sei dadurch noch klarer ausgerichtet auf den nationalen und internationalen Vertrieb über verschiedene Kanäle unter Berücksichtigung der strategischen Gestaltungsmöglichkeiten. «Zusätzlich werden im Lehrgang die Vernetzungen mit anderen wichtigen Bereichen und Themen aufgezeigt, diskutiert und dadurch nachvollziehbar gemacht», so Pius Küng. Das gelte insbesondere für die Themenbereiche strategisches Marketing inkl. Produktmanagement und Branding sowie Controlling. Die genannten Neuerungen gelten an der FHS ab 2014.Das Center für Marketing der HWZ Hochschule für Wirtschaft in Zürich rückt in diesem Jahr vor allem drei Studiengänge in den Vordergrund: Die elfte Durchführung des Executive MBA Marketing, die Zweitauflage des CAS Luxury Management sowie die Premiere des CAS Brand Leadership.Selbstverständlich gehört die Auffrischung und Erneuerung der Inhalte auch für die HWZ zum Grundverständnis einer effizienten Weiterbildung. «Den EMBA Marketing haben wir, wie in jedem Jahr, auch 2014 inhaltlich weiterentwickelt. Für die Ausgestaltung des diesjährigen CAS Luxury Management haben wir unter anderem die Rückmeldungen von Studierenden der letztjährigen Durchführung mitberücksichtigt und werden dieses Programm heuer komplett in englischer Sprache durchführen», erklärt Michael Grund, Leiter des Center for Marketing an der HWZ.ZHAW: Neuer Lehrgang MAS Marketing ManagementNeues hat auch das Institut für Marketing Management (IMM) an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zu bieten. So wird im Herbst 2014 erstmals der Studiengang MAS Marketing Management durchgeführt. Er setzt sich zusammen aus vier CAS-Modulen. «Diese modulare Struktur bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, den Masterstudiengang individuell nach ihrem persönlichen Geschmack zu gestalten», sagt Brian Rüeger, Leiter des IMM. Der MAS Marketing Management richtet sich sowohl an strategisch orientierte Generalisten in Führungspositionen als auch an Experten, die bereits über ein spezialisiertes Wissen in Marketing, Kommunikation, Service oder Vertrieb verfügen.Parallel zur Lancierung des neuen Masterstudiengangs hat die ZHAW bestehende Studiengänge wie den MAS Customer Relationship Management (CRM) sowie den MAS Product Management inhaltlich erneuert und weiterentwickelt. Beide Programme starten im August/September und dauern jeweils zwei Jahre. «Wir haben den Anspruch, mit unserem MAS CRM stets die neusten Strömungen des Customer Relationship Managements zu spiegeln und den Teilnehmenden auf eine attraktive Art und Weise zu vermitteln», sagt Brian Rüeger. Der MAS Product Management soll Produktmanagern ganzheitliche Fähigkeiten vermitteln, um ihr Produktportfolio nachhaltig auf dem Markt etablieren zu können.Sawi, HSLU, Migros Klubschulen: Neues und ErneuertesAn praxiserprobte Personen mit Führungserfahrung in Marketing, vornehmlich aus dem KMU-Bereich, richtet sich auch der neue Lehrgang «Projektmanager Marketing & Kommunikation», den das Schweizerische Ausbildungszentrum für Marketing, Werbung und Kommunikation (SAWI) 2014 lanciert.«Für diese Zielgruppe bietet der Lehrgang eine fundierte Wissensvermittlung der Basics in Marketing und Kommunikation», erläutert Michael Broglin, Leiter Marketing und Lehrgänge. Neuheiten bietet auch das Institut für Kommunikation und Marketing IKM an der Hochschule Luzern Wirtschaft. Je die erste Durchführung des CAS Online Shop and Sales Management sowie des CAS Online Media and Campaign Management stehen am Zentralschweizer Institut heuer auf dem Programm.Erneuerte Lerninhalte erwarten Marketingprofis mit Wissensdurst auch in den Migros Klubschulen. Zum Beispiel wurde der Lehrgang Online-Marketing Manager/in auf dieses Jahr hin weitgehend überarbeitet und mit dem neuen Fach «Conversion Rate Optimierung» ergänzt. «Die Optimierung einer Webseite oder einzelner Elemente davon wird immer wichtiger, weshalb wir uns entschieden haben, dieses Fach in den Lehrgang zu integrieren», erläutert Ursula Brunner, Projektleiterin Marketing- und Verkaufsausbildungen der Koordination Klubschulen/Freizeitanlagen.Eine weitere Neuerung: Die Klubschulen bieten den Absolventen des Lehrgangs ab sofort mehr individuelles Coaching für die Diplomarbeit. «Es müssen verschiedene Themengebiete miteinander vernetzt werden, was doch recht anspruchsvoll ist», begründet Brunner.Sie sagt es stellvertretend für die gesamte Entwicklung im Marketing. Die Kommunikationsinhalte wie auch -kanäle werden immer vielfältiger, komplexer und anspruchsvoller. Wer mitkommen will, muss sich entsprechend schulen lassen – und dafür die passenden Angebote finden.

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