Der JRP|Ringier Kunstverlag wird an eine nicht gewinnorientierte Stiftung übertragen

Nach 15-jähriger kommerzieller Verlagstätigkeit wird der JRP|Ringier Kunstverlag an eine Non-Profit-Organisation übertragen.

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Die Aktien der JRP|Ringier Kunstverlag AG und damit der Titelbestand und das Vertriebssystem werden 2019 in die «Fondation Suisse pour l’édition d’art» (FSEA) unter dem Vorsitz des Schweizer Künstlers John M. Armleder überführt. Der Stiftungszweck besteht darin, qualitativ hochwertige Kunstprojekte durch die Zusammenarbeit mit Herausgebern und Verlagen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Stiftung wird den Vertrieb der über die Jahre herausgegebenen Bücher weiterführen und die Publikation von neuen Titeln unterstützen.

Der in Zürich ansässige JRP|Ringier Kunstverlag wurde 2004 vom Schweizer Kurator Lionel Bovier, der zehn Jahre zuvor bereits JRP Editions ins Leben gerufen hatte, und Ringier gegründet.

Schwieriges Marktumfeld für Kunstbücher

Bislang hat der Kunstverlag JRP|Ringier mehr als 700 Bücher publiziert. Auch wenn das Unternehmen mit renommierten Künstlern, Autoren, Kuratoren, Institutionen und Galerien weltweit zusammengearbeitet hat, war es laut Mitteilung aus wirtschaftlicher Sicht stets eine grosse Herausforderung. In der digitalisierten und globalisierten Welt von heute würde sich die Produktion und der internationale Vertrieb von Kunstbüchern kaum mehr gewinnbringend umsetzen lassen, schreibt JRP|Ringier in einer Mitteilung. Bereits zahlreiche Verlage in Europa und den USA hätten diese negative Erfahrung in den letzten Jahrzehnten machen müssen.

Die Übertragung der Aktien an JRP|Ringier Kunstverlag an die FSEA stellt den Vertrieb der Verlagstitel sicher und ermöglicht gleichzeitig durch neue Strukturen, Projekten von Künstlern und Institutionen in der Schweiz eine Öffentlichkeit zu bieten. Lionel Bovier und Michael Ringier werden im Stiftungsrat vertreten sein, während der seit 2016 amtende Geschäftsführer Lukas Haller die Verfügbarkeit der veröffentlichten Titel sicherstellen wird.

Sechs Mitarbeitende in Zürich betroffen

Der JRP|Ringier Kunstverlag und die dazu gehörige Buchhandlung «Kunstgriff» in Zürich haben derzeit sechs Mitarbeitende, die von der Veränderung der Eigentümerstruktur betroffen sein werden. Das Unternehmen wird per sofort Gespräche mit den Mitarbeitenden aufnehmen und versuchen, individuelle Lösungen zu finden. Es wurde ein Sozialplan erarbeitet, der bis Ende April 2019 umgesetzt werden soll. Die Entscheidung über die zukünftige Eigentümerstruktur der Buchhandlung steht noch aus.

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