Philip Morris verzichtet auf Zigarettenwerbung in der Schweiz

Der Tabakmulti Philip Morris will sich in der Schweiz künftig auf Werbung für E-Zigaretten beschränken. Er kommt damit allfälligen Gesetzesverschärfungen zuvor.

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Wie der Blick in Erfahrung gebracht hat, verzichtet der Mutterkonzern von Marlboro in der Schweiz ab sofort auf Werbung für konventionelle Zigaretten. Man sei überzeugt, dass die Zukunft den neuen Produkten und nicht den herkömmlichen Zigaretten gehörten, sagt Dominique Leroux, Managing Director von Philip Morris Schweiz gegenüber der Zeitung.

Der Schritt betrifft Inserate, Plakate, Kinospots und Sponsoring-Auftritte bei Festivals. Weiterhin beworben werden sollen die zum Konzern gehörenden Marken Marlboro, Philip Morris, Muratti, Brünette und Chesterfield demnach an den Verkaufsstellen.

Die Werbeaktivitäten will Philip Morris Schweiz nun auf E-Zigaretten und das eigene Tabak-Erhitzungssystem Iqos fokussieren.

iqos

Der Tabakkonzern kommt damit möglichen Gesetzesanpassungen, die sich abzeichnen, zuvor. Während der Bundesrat etwa Zigarettenwerbung im Internet und in Gratiszeitungen verbieten, Kino- und Plakatwerbung und Inserate in bezahlten Pressetiteln hingegen weiterhin erlauben will, fordert eine Initiative, Tabakwerbung komplett aus dem öffentlichen Raum zu verbannen (Werbewoche.ch berichtete). Werbeaktivitäten wäre fortan nur noch an Orten möglich, zu denen Minderjährige per Gesetz keinen Zutritt haben – also beispielsweise Clubs mit Alterskontrollen. Für die von Ärzten und Politikern lancierte Initiative werden aktuell Unterschriften gesammelt. Die nötige 100’000er-Marke soll noch dieses Jahr erreicht werden. Der Dachverband KS Kommunikation Schweiz und der Werbeauftraggeberverband SWA haben sich bereits gegen die endgültige Verbannung der Tabakwerbung ausgesprochen. (hae)

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