
Die Admeira Studie «Markt-Echo 2026 – Werbeeffektivität: Marketingziele erfolgreich realisieren» untersucht zentrale Erfolgsfaktoren moderner Kampagnenstrategien. Admeira hat dafür gemeinsam mit GfK Switzerland 47 Fachpersonen aus Agenturen und werbetreibenden Unternehmen in der ganzen Schweiz befragt. Im Fokus steht das Spannungsfeld zwischen kurzfristiger Effizienz und langfristiger Werbeeffektivität.
Ein günstiger Kontakt garantiert laut der Studie noch keine Markenwirkung. Lineares TV erreicht mit 81 Prozent den höchsten Effektivitätswert und biete zugleich eine starke Balance zwischen Wirkung und Effizienz. Bei Videoplattformen liege die wahrgenommene Effektivität teilweise deutlich unter der Effizienz. Kosteneffizienz allein sei somit kein Gradmesser für Werbewirkung.
72 Prozent der Befragten sehen ein hohes Risiko, dass Marken durch eine zu spitze Zielgruppendefinition langfristig an Sichtbarkeit verlieren. Auch der Verzicht auf Massenmedien könne die Verankerung einer Marke im Relevant Set schwächen. Mit zunehmender KI-getriebener Automatisierung gewinne die Präsenz im Relevant Set zusätzlich an Bedeutung. Für gesundes Markenwachstum brauche es Kontakte ausserhalb der Kernzielgruppe, denn Wachstum entstehe vor allem durch neue Kundschaft. Als besonders stark für diesen Streugewinn werden lineares TV und OOH beurteilt.
94 Prozent der Medienfachleute attestieren linearem TV eine hohe Effektivität beim Aufbau von Markenawareness. Zudem wirke eine breite TV-Präsenz über das Medium hinaus: 62 Prozent sehen darin einen Beschleuniger für die Effektivität gezielter digitaler Massnahmen.
Yvonne Rüegg, Research Specialist bei Admeira, sagt: «Effizienz allein garantiert noch keine nachhaltige Werbewirkung. Marken brauchen Reichweite und Breite, um sichtbar und relevant zu bleiben.»
Der Report beleuchtet darüber hinaus die Marketingziele der Schweizer Werbebranche, Streugewinn und Markenwachstum sowie die künftige Rolle von Connected TV, TV Replay und digitalen Videoformaten. Er steht kostenlos auf der Admeira-Website zum Download bereit.
Weitere Informationen: https://admeira.ch/forschung/markt-trends/detailseite/markt-echo-studienreport-2026
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Mit der Buchungseröffnung für 2027 baut Goldbach Neo ihr Portfolio an mehreren Standorten in der Schweiz aus. Kundinnen und Kunden können ab sofort ihre Out-of-Home-Kampagnen für das kommende Jahr planen und buchen. Das Goldbach Neo Portfolio umfasst damit zusätzliche Möglichkeiten für analoge und digitale Markenkommunikation.
Ein Highlight ist der EuroAirport. Der einzige binationale Flughafen liegt im Herzen der Dreiländerregion und verzeichnete 2025 mit 9,6 Millionen Passagierinnen und Passagieren das passagierstärkste Jahr seiner Geschichte. Goldbach Neo konnte die Ausschreibung für sich gewinnen und vermarktet den Standort weitere fünf Jahre.
Auch das digitale Portfolio wächst an urbanen Standorten. In Zürich kommen an der Tramhaltestelle «Bahnhofquai/HB» vier neue Screens hinzu. Die denkmalgeschützte Haltestelle mit rund 44’000 Fahrgästen täglich bildet eine zentrale Schnittstelle zwischen Hauptbahnhof, Altstadt und Hochschulgebiet. Die Screens, die Goldbach Neo im Rahmen des VBZ-Inventars vermarktet, sind ab Dezember 2026 verfügbar.
In der Westschweiz ergänzen drei neue Screens im Lausanner Trendquartier Flon das Angebot. Sie sollen hochwertiges digitales Inventar in einem urbanen und belebten Umfeld bieten. Im Roadside-Segment in Fribourg kommen sechs neue Screens hinzu.
Auch in der Zentralschweiz entstehen weitere Werbemöglichkeiten. In Luzern kommen zwei neue Screens hinzu: an der Halden-/Lidostrasse 5 direkt vor dem Verkehrshaus sowie am Hirschengraben 9 bei der Rosenbörse. In Emmen und Emmenbrücke wächst das Portfolio um 17 Screens und 81 Plakatflächen in den Formaten F12, F24, F200 und F4.
Mit den neuen Flächen baut Goldbach Neo ihr Angebot über verschiedene Regionen, Umfelder und Touchpoints hinweg aus. Vom internationalen Flughafen über zentrale urbane Lagen bis zum Roadside-Inventar stehen Werbetreibenden 2027 zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Zielgruppen mit digitalen und klassischen Out-of-Home-Kampagnen zu erreichen.
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Displayactive.ch baut sein digitales Werbenetzwerk weiter aus: Im Parkhaus Central an der Adresse Unterer Graben 25 in St. Gallen hat das Unternehmen neue Premium-Werbescreens in Betrieb genommen. Neben den neu installierten Displays wurden auch die bestehenden Liftscreens erfolgreich ins Netzwerk integriert. Damit entsteht an einem der meistfrequentierten Parkhäuser der Stadt St. Gallen ein hochwertiges Werbeangebot, das Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt entlang der gesamten Customer Journey begegnet.
Das Parkhaus Central steht im Eigentum der Aurora Anlagestiftung und wird von Indigo Suisse betrieben. Es bietet täglich eine komfortable Parkmöglichkeit in unmittelbarer Nähe zu Einkauf, Gastronomie und Dienstleistungen. Durch die bestens positionierten Screens lassen sich Werbebotschaften laut Angaben von displayactive.ch wirkungsvoll an einem attraktiven Innenstadtstandort platzieren.
Mit der Integration in das schweizweite Netzwerk von displayactive.ch sollen Werbekundinnen und -kunden von hoher Sichtbarkeit an einem frequentierten Standort profitieren. Die neuen Screens eignen sich nach eigenen Angaben sowohl für regionale Unternehmen als auch für nationale Kampagnen und lassen sich flexibel mit weiteren Standorten aus dem displayactive-Netzwerk kombinieren.
Marc Steiner, Geschäftsführer von displayactive.ch, kommentiert den neuen Standort: «Mit dem Parkhaus Central gewinnen wir einen weiteren hochwertigen Premium-Standort in der Ostschweiz. Die Screens erreichen zahlreiche Passantinnen und Passanten und ermöglichen unseren Kundinnen und Kunden eine aufmerksamkeitsstarke und wirkungsvolle Kommunikation.»
Auch seitens der Eigentümerin des Parkhauses wird die Zusammenarbeit positiv bewertet. Silvan Schneider von der Aurora Anlagestiftung sagt: «Die neue Screenlösung ermöglicht es uns, eigene Inhalte und Informationen flexibel mit hochwertigen Werbekampagnen zu kombinieren. So schaffen wir einen Mehrwert für unsere Besucherinnen und Besucher und werten das Parkhaus gleichzeitig als modernen Kommunikationsstandort auf.»
Die Werbeflächen im Parkhaus Central St. Gallen sind ab sofort buchbar. Mit der Inbetriebnahme dieses Standorts setzt displayactive.ch seinen Wachstumskurs fort und stärkt seine Position als Anbieter digitaler Aussenwerbung (DOOH) in der Schweiz.
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Der Schweizer Werbemarkt setzt seinen Erholungskurs nach der Sommerpause fort. Im August erreicht der klassische Werbedruck 262,0 Millionen Franken und liegt damit ein Prozent über dem Vorjahreswert. Kumuliert seit Jahresbeginn (YTD) summiert sich der Werbedruck auf 2395,9 Millionen Franken, was einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies zeigen aktuelle Zahlen von Media Focus.
Innerhalb der klassischen Mediengruppen zeigt sich im August ein uneinheitliches Bild. Print verzeichnet ein Minus von 12,5 Prozent, TV liegt 8,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Demgegenüber können Radio (plus 6,4 Prozent) und Kino (plus 5,8 Prozent) zulegen. Besonders dynamisch entwickelt sich Out-of-Home mit einem Zuwachs von 22,0 Prozent. Neben der Neutralitätskampagne von Pro Schweiz sorgten laut Media Focus auch Kampagnen von Galaxus, Ikea und McDonald’s für deutlich mehr Out-of-Home-Werbedruck als im August 2025.
Betrachtet man die Entwicklung der Mediengruppen seit Jahresbeginn, zeigen sich mit Ausnahme von Out-of-Home (plus 17,5 Prozent) alle Mediengruppen rückläufig. Out-of-Home trägt damit das Gesamtwachstum im Schweizer Werbemarkt massgeblich.
Im digitalen Markt beläuft sich der Brutto-Werbedruck im August auf lediglich 114,5 Millionen Franken und liegt damit erstmals in diesem Jahr mit minus 33,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang sei laut Media Focus jedoch nicht als organische Marktentwicklung zu interpretieren, sondern wesentlich durch externe technische Einflüsse auf die Datenerhebung geprägt. Anfang Juli habe Google ein Sicherheitsupdate durchgeführt, was zu einer höheren Volatilität in der Datenerhebung geführt habe. Im Verlauf des Monats habe sich die Situation wieder verbessert, heisst es weiter. Der Vorjahresvergleich bleibe insbesondere bei Search und YouTube weiterhin eingeschränkt.
Search dominiert den digitalen Media-Mix mit einem Anteil von 50,1 Prozent, gefolgt von Display mit 36,4 Prozent und YouTube mit 13,5 Prozent.
Im August verzeichnet die Branche Persönlicher Bedarf das prozentual stärkste Wachstum mit plus 32,2 Prozent, was vor allem auf die Out-of-Home-Kampagne von Fielmann Optik Image und die TV-Kampagne Purina Pro Plan Tiernahrung und Pflege von Nestlé zurückzuführen ist. Trotzdem befindet sich die Branche im unteren Drittel der Tabelle. Bauen, Industrie und Einrichtung verzeichnet mit 30,1 Prozent das zweitgrösste Wachstum und positioniert sich im oberen Drittel des Rankings. Es folgen Digital & Haushalt (plus 28,7 Prozent), Initiativen & Kampagnen (plus 25,2 Prozent) und Telekommunikation (plus 22,9 Prozent).
Die Nahrungsmittelbranche steht trotz negativer YTD-Entwicklung im aktuellen Monat mit plus 13,1 Prozent an der Spitze der Tabelle. Die Branche Finanzen (plus 18,6 Prozent) komplettiert das Podest auf Rang drei. Auch Verkehrsbetriebe, Mode & Sport sowie Dienstleistungen zeigen Zunahmen im Vergleich zum Vorjahr.
Demgegenüber verzeichnen zehn Branchen deutliche Rückgänge. Besonders stark betroffen ist die Tabakwarenbranche mit einem Minus von 63,8 Prozent, gefolgt von Fahrzeuge (minus 35,1 Prozent), Kosmetik & Körperpflege (minus 28,6 Prozent), Energie (minus 28,1 Prozent) und Reinigen (minus 21,8 Prozent). Der Detailhandel kann sich trotz eines Rückgangs von 20,6 Prozent wie bereits im Vormonat auf dem zweiten Platz der Tabelle halten.
Per August führt im klassischen Werbemarkt weiterhin die Nahrungsmittelbranche das Ranking an, gefolgt von Detailhandel und Finanzen auf den Rängen zwei und drei. Diese Rangfolge ist seit Juni unverändert. Im digitalen Werbemarkt zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Finanzbranche und der Detailhandel sind ebenfalls auf den Rängen zwei und drei vertreten, während die Nahrungsmittelbranche hier lediglich Rang zwölf erreicht. Freizeit, Gastronomie und Tourismus führt das digitale Ranking YTD klar an; im August liegt die Branche auf Rang zwei hinter dem Detailhandel. Im klassischen Markt konnte die Branche um 17,5 Prozent zulegen und sich damit auf Rang vier positionieren.
In beiden Märkten behauptet sich die Fahrzeugbranche auf Rang sieben. Pharma & Gesundheit, Mode & Sport sowie Getränke befinden sich in beiden Märkten im mittleren Drittel, während die Branchen Medien, Energie, Reinigen und Tabakwaren im unteren Drittel positioniert sind.
Search dominiert den digitalen Media-Mix trotz der genannten technischen Schwierigkeiten in der Erhebung weiterhin mit einem Anteil von 50,1 Prozent. Das Werbeumfeld wird dabei wie in den Vormonaten vor allem von Reise-, Vergleichs- und Finanzangeboten geprägt. Seit Jahresbeginn unverändert steht Booking.com an der Spitze, gefolgt von Trivago.ch und Swisscom.ch. Trivago.ch konnte im Vergleich zum Vormonat von Position drei auf Position zwei aufsteigen.
Display und YouTube zeigen eine breitere Mischung aus Telekommunikation, Konsumgütern, Entertainment und Tourismus. Der Mobilfunkanbieter Spusu.ch führt wie bereits seit Februar bei Display das Ranking an, dahinter folgen Pet Recycling Schweiz auf Rang zwei und Ricola Kräuterbonbons auf Rang drei. Bei YouTube rangiert das E-Commerce-Unternehmen Digitec.ch an erster Stelle, gefolgt von Disney+ und der YouTube Music Mobile App. Weder ein Produkt noch eine Dienstleistung konnte sich in mehreren Kanälen unter den Top zehn halten.
Weitere Informationen zum Werbemarkt-Trend liefert Media Focus.
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Der Klick war lange das bequemste Bindeglied zwischen Interesse und Handlung. Wer nach einem Produkt suchte, klickte auf ein Ergebnis, besuchte eine Website und kaufte ein. Das Reporting bildete daraus eine scheinbar lückenlose Kette: Kosten hier, Abschlüsse dort. Laut Stiftung Werbestatistik Schweiz erreicht Suchmaschinenwerbung in der Schweiz erstmals ein höheres Volumen als alle einheimischen elektronischen Medien zusammen: rund 1,42 gegenüber rund 1,38 Milliarden Franken. Search und Social Media zusammen kommen auf mehr als zwei Milliarden Franken. Damit entfällt ein erheblicher Teil des Schweizer Werbemarkts auf digitale Umfelder, deren Nutzungs- und Messlogik sich verändert.
Gleichzeitig wächst der Budgetdruck. Gemäss LSA/SWA-Branchenindikator 2026 planen nur 15 Prozent der befragten Unternehmen höhere Kommunikationsbudgets, rund ein Drittel rechnet mit einem Rückgang. Durchschnittlich 57 Prozent der Mediabudgets sollen in digitale Kanäle fliessen. In Kundengesprächen zeigt sich regelmässig: Was sich rasch messen und intern leichter verteidigen lässt, erhält mehr Gewicht. Was im Dashboard sichtbar ist, prägt auch den Mediaplan.
Seit Google im März 2025 AI Overviews auch in der Schweiz eingeführt hat, endet ein Teil der Informationssuche direkt auf der Ergebnisseite. Die Suchmaschine fasst passende Inhalte zusammen und verweist auf weiterführende Quellen. Wer die gesuchte Antwort bereits dort erhält, muss keine Website mehr besuchen. Eine Sistrix-Analyse von mehr als 100 Millionen Google-Keywords in Deutschland zeigt die Grössenordnung: Bei Suchbegriffen mit KI-Antwort sank die Klickrate auf das erste organische Ergebnis von 27 auf 11 Prozent. Hochgerechnet sind das rund 265 Millionen organische Klicks weniger pro Monat, wobei die Auswirkungen je nach Kategorie deutlich variieren.
Auch einzelne Schweizer Medien beobachten den Effekt. Bei SRF und Swissinfo erscheinen nach eigenen Angaben mehr Inhalte in den Suchergebnissen, während die Klickzahlen sinken. Gemäss IGEM-Digimonitor 2025 verwenden zudem 60 Prozent der internetnutzenden Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren zumindest gelegentlich KI-Tools. KI ist damit auch hierzulande kein Nischenphänomen mehr. Diese Zahlen betreffen die organische Suche, nicht das Conversion- Tracking von Google Ads. Die Lücke entsteht früher, als die Messung beginnt: Ein Teil der Informationsphase endet auf der Suchoberfläche. Weniger organische Klicks bedeuten deshalb nicht automatisch weniger Nachfrage oder Umsatz. Ein vertrauter Teil der Customer Journey wird nur seltener als Websitebesuch sichtbar. Bezahlte Suche bleibt wichtig. Sie greift vorhandene Suchabsicht auf und kann sie messbar bis zur Conversion weiterführen. Wo organische Zugänge knapper werden, kann bezahlte Sichtbarkeit sogar an Bedeutung gewinnen. Wer sein Budget jedoch stark auf bestehende Nachfrage ausrichtet, konkurriert intensiver um dieselben Suchanfragen. Steigende Klickpreise sind eine mögliche Folge. Und wenn vorgelagert zu wenig Interesse aufgebaut wird, dürfte auch die marken- oder angebotsbezogene Suchnachfrage schwächer wachsen.
Die Konsequenz ist keine Abkehr von Search. Entscheidend ist die Trennung: Welcher Teil des Budgets erfasst vorhandene Nachfrage, welcher baut künftige auf? Ohne diese Unterscheidung erhalten Kontakte nahe an der sichtbaren Handlung mehr Gewicht, während frühere Wirkungsbeiträge im Reporting aus dem Blick geraten.
Menschen begegnen einer Marke nicht nach der Logik eines Mediaplans. Kampagnen werden aber genauso geplant und ausgewertet: entlang einzelner Kanäle, mit fest zugeteilten Aufgaben. Das schafft Übersicht und bildet den Entscheidungsprozess nur teilweise ab. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Kanäle einzusetzen, sondern jedem Kontakt eine nachvollziehbare Rolle zu geben. Welchen Beitrag ein Kontakt leistet, hängt von Zielgruppe, Botschaft, Zeitpunkt und Nutzungssituation ab. Derselbe Kanal kann je nach Ausgangslage und Zielsetzung eine andere Aufgabe übernehmen. Drei Fragen helfen, diese Rolle zu bestimmen.
Viele Suchanfragen und Conversions können für eine gut gesteuerte Kampagne sprechen. Oder schlicht dafür, dass die Marke bereits bekannt ist und die Kategorie ohnehin stark nachgefragt wird. Bei der Budgetverteilung sollte deshalb sichtbar werden, welcher Anteil vorhandene Nachfrage erfasst und welcher neues Interesse aufbaut. Ein praktischer Ansatzpunkt: Welche Massnahmen reagieren auf bereits sichtbares Interesse, und welche schaffen überhaupt erst Bekanntheit, Relevanz oder einen Anlass zur Suche? Ein Kontakt kurz vor dem Kauf kann unmittelbar eine Handlung auslösen. Bekanntheit, Erinnerung und Vertrauen brauchen meist mehr Zeit. Werden beide Aufgaben im selben kurzen Messfenster bewertet, gewinnt fast zwangsläufig der conversionsnahe Kontakt. Die Rechnung kann stimmen und trotzdem ein verzerrtes Bild der Wirkung liefern.
Die Nutzungssituation entscheidet mit, ob Menschen eine Botschaft beachten, überfliegen oder wegklicken. Ein erklärungsbedürftiges Angebot braucht mehr Zeit als ein kurzfristiger Preisimpuls. Manche Produkte müssen erlebt werden. Ein Reminder setzt dagegen bereits vorhandenes Interesse voraus. Vor der Ausspielung sollte deshalb klar sein, was der jeweilige Kontakt leisten soll. Werbeformen schaffen dafür unterschiedliche Voraussetzungen. In einer von Swiss Post Advertising in Auftrag gegebenen und von intervista durchgeführten Befragung von 2005 Personen gehören Aussenwerbung auf Plakaten und digitalen Screens, adressierte Werbesendungen und Fernsehen zu den am häufigsten beachteten Formen. Bei der Aussage «Dafür nehme ich mir Zeit» schneiden adressierte Sendungen am stärksten ab. Die Befragung misst Wahrnehmung, keine Verkäufe, und legt den Kanälen keine festen Rollen zu. Sie zeigt aber, dass Medium und Nutzungssituation mitentscheiden, wie intensiv sich Menschen mit einer Botschaft beschäftigen können.

Ein Kontakt, der unmittelbar aktivieren soll, braucht andere Kennzahlen als einer, der eine Entscheidung vorbereitet. Wie entscheidend der Zeitraum ist, zeigt die CMC Print-Mailing-Studie 2026: Der Collaborative Marketing Club und die Deutsche Post untersuchten 858 490 Mailings von 35 deutschen Onlineshops. 46 Prozent der den Mailings zugeordneten Bestellungen gingen erst ab der fünften Woche nach dem Versand ein. Der Messzeitraum gehört in den Kampagnenplan, nicht in die Nachbetrachtung. Die Studie betrachtet einen klar begrenzten Anwendungsfall aus einem postnahen Umfeld und lässt sich nicht beliebig übertragen. Das Ergebnis zeigt trotzdem, was kurze Messfenster ausblenden: Wer hier nach vier Wochen Bilanz gezogen hätte, hätte fast die Hälfte der später zugeordneten Bestellungen nicht gesehen.
Gute Messung beginnt nicht beim Reporting, sondern vor der Ausspielung. Eine Kampagne braucht deshalb nicht nur ein Ziel, sondern eine klare Wirkungslogik. Marketingverantwortliche, Agenturen und Werbeanbieter müssen festlegen, welchen Beitrag einzelne Kontakte leisten sollen und woran dieser später realistisch beurteilt werden kann. Ebenso wichtig ist die Transparenz darüber, was sich tatsächlich zuordnen lässt und wo nur ein plausibler Zusammenhang besteht. Eine allgemeingültige Budgetquote gibt es nicht. Aber jede Budgetvorlage sollte getrennt ausweisen, welcher Teil Nachfrage aufbaut und welcher vorhandene Nachfrage erfasst. Schon diese Trennung zeigt, welcher Teil der Investitionen kurzfristige Reaktionen aufnimmt und welcher die Voraussetzungen für künftige Nachfrage schafft. Mit dem zunehmenden Einsatz von KI gewinnt diese Unterscheidung zusätzlich an Bedeutung. Systeme optimieren konsequent auf die Ziele, die ihnen vorgegeben werden. Umso sorgfältiger muss das Marketing entscheiden, ob eine Kampagne Bekanntheit aufbauen, ein Angebot erklären oder bestehende Nachfrage erfassen soll. Der Klick bleibt eine wichtige Messgrösse, ist aber kein alleiniger Beweis für Werbewirkung. Mit der generativen Suche wird diese Spur noch lückenhafter.
Nicht jede Wirkung hinterlässt einen Klick. Wer zu stark in das investiert, was heute klickt, spart das Interesse und die Nachfrage von morgen weg.
Sabrina Wettstein ist Leiterin Verkauf bei Swiss Post Advertising. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie Unternehmen bei Fragen zu zielgerichteter, datenbasierter und wirkungsvoller Marketingkommunikation.
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Zattoo, ein CTV- und TV-Streaming-Anbieter in der Schweiz, Deutschland und Österreich, setzt für sein CTV-Werbegeschäft künftig auf die Ad-Sales-Management-Plattform von goTom. Die Kombination Zattoo goTom bündelt CRM, Order Management und Abrechnung in einem System und automatisiert nach Angaben der Unternehmen den kompletten Ad-Sales-Prozess von der Angebotserstellung bis zur Rechnungsstellung.
Der CTV-Markt zählt zu den am schnellsten wachsenden Segmenten der digitalen Werbebranche. Für das Vermarktungsteam bei Zattoo bedeutet das laut Mitteilung vor allem, das Geschäft und die operativen Abläufe konsequent skalierbar zu machen – durch eine Weiterentwicklung des Ad Managements und bestehender Prozesse, die von Anfang an auf die Anforderungen der kommenden Jahre ausgerichtet sein soll. Die Partnerschaft mit goTom setze genau hier an und markiere einen Schritt in der Weiterentwicklung von Zattoos Sales-Infrastruktur: Abläufe sollen schneller und reibungsloser werden, und der CTV- und TV-Streaming-Anbieter mache sich fit für eine zunehmend KI-getriebene Zukunft.
«Was uns an der Zusammenarbeit mit Zattoo begeistert, ist das Potenzial für signifikanten Business-Impact: Unsere Plattform verbessert und optimiert die zentralen Use Cases ihres Vermarktungsteams – von der Geschwindigkeit im Tagesgeschäft über die Sichtbarkeit des Inventars bis zum Zugang für Werbetreibende. Mit KI im Kern von goTom geben wir diesem Wachstum die nötige Struktur», sagt Yasin Korkmaz, Senior Account Executive bei goTom.
CRM, Order Management und Abrechnung laufen künftig über ein System, wodurch Angebote, Buchungen und Rechnungen aus einem durchgängigen Prozess entstehen sollen. CTV-Buchungen – etwa für Dynamic Ad Insertion oder action-triggered Interstitials – liessen sich dadurch dynamischer, schneller und mit weniger manuellem Aufwand erstellen, ändern und aktivieren. Weniger manuelle Fehlerquellen, eine intuitive Benutzeroberfläche und datengestützte Empfehlungen sollen die Arbeit erleichtern, die Abläufe beschleunigen und dem Team mehr Raum für Kundenstrategie und Beratung statt administrativer Routine geben.
«Im CTV-Geschäft entscheidet oft Geschwindigkeit: Wie schnell wir auf kurzfristige Nachfrage reagieren, Inventar neu bewerten und Kampagnen anpassen können. Als CTV-Saleshouse in der Schweiz ist für uns die zentrale und flexible Steuerung verschiedener Publisher-Inventare entscheidend. Genau da macht sich der Unterschied bemerkbar: goTom automatisiert nicht nur diese komplexen Prozesse, die Plattform ist auch von Grund auf für den Einsatz von KI gebaut – etwa bei der Erstellung von Angeboten und Reportings. Das gibt uns einen echten Effizienzvorsprung im Markt», sagt Jan Luley, Director Advertising Operations bei Zattoo.
An der Dmexco 2026 am 23. und 24. September in Köln teilen sich goTom und Zattoo einen gemeinsamen Stand in Halle 8.1, Stand E-029, gemeinsam mit IAB Switzerland. Interessierte können beide Unternehmen und die Partnerschaft dort persönlich kennenlernen.
Zattoo wurde 2005 gegründet, beschäftigt mehr als 220 Mitarbeitende und hat seinen Hauptsitz in Zürich sowie einen weiteren Standort in Berlin. Die Schweizer TX Group ist seit 2008 an Zattoo beteiligt und hält seit 2019 mehr als fünfzig Prozent der Anteile. GoTom wurde 2015 in Zürich gegründet und bietet eine SaaS-Lösung für Ad-Sales-Management, deren Kern das CRM, das Order Management sowie der native AdCP Sales Agent bilden, der Kampagnenprozesse automatisiert abwickeln soll.
Weitere Informationen zu goTom und der Plattform gibt es unter https://www.gotom.io.
Verantwortlich bei goTom: Yasin Korkmaz, Senior Account Executive; Verantwortlich bei Zattoo: Jan Luley, Director Advertising Operations
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KI-Transparenz bei dentsu nimmt mit einem konkreten regulatorischen Schritt Gestalt an: Das Unternehmen hat als erste globale Marketing- und Werbeholding den EU-Code of Practice on Transparency of AI Generated Content unterzeichnet, der am 2. August 2026 in Kraft getreten ist. Damit reiht sich dentsu in eine Gruppe von Erstunterzeichnern ein, zu der auch Microsoft, Google, OpenAI und Anthropic zählen.
Der freiwillige Verhaltenskodex verpflichtet Unternehmen dazu, die Anforderungen des EU AI Act zu erfüllen, dem dentsu bereits 2025 beigetreten ist. Konkret handelt es sich beim EU-Code of Practice um den derzeit einzigen anerkannten Standard, der Organisationen dazu anhält, die Vorgaben von Artikel 50 des EU AI Act in die Praxis zu überführen und deren Einhaltung nachzuweisen. Bilder, Videos und Texte lassen sich heute in hoher Qualität automatisiert erstellen und sind oft kaum noch von menschlich erzeugten Inhalten zu unterscheiden – ein Umstand, der gerade für Marketing- und Kommunikationsverantwortliche sowie Content Creators hohe Relevanz habe, heisst es in der Mitteilung.
Dentsu soll gemeinsam mit Kunden und Partnern Prozesse etablieren, um relevante KI-gestützte oder KI-bearbeitete Inhalte eindeutig zu kennzeichnen. Dazu gehörten neue Arbeitsabläufe, technische Lösungen sowie gezielte Schulungsangebote für Mitarbeitende. Ziel sei es, entsprechende Standards dauerhaft im Arbeitsalltag zu verankern und den Einsatz von KI systematisch in Prozesse, Entscheidungen und Inhalte einzubetten, anstatt ihn ausschliesslich unter regulatorischen Gesichtspunkten zu betrachten.

Die Unterzeichnung ist laut Mitteilung ein weiterer Meilenstein in dentsus KI-Strategie «AI for Growth». Das Unternehmen verstehe KI nicht nur als Instrument zur Effizienzsteigerung, sondern als Treiber für Innovation, Wachstum und nachhaltigen Unternehmenserfolg. Darüber hinaus soll dentsu die Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden, Technologiepartnern, Kunden und Branchenvertretern vertiefen, um gemeinsame Leitlinien für den Einsatz von KI voranzubringen.
Lara Jelinski, CEO Media Switzerland und Chief Growth Officer Central Europe, kommentiert: «Transformation gelingt nur, wenn Innovation und Vertrauen zusammenkommen – genau das steht im Zentrum dieser Unterzeichnung. Mit der weltweiten Verpflichtung setzt dentsu einen einheitlichen Standard für den Konzern, von dem auch unsere Kundinnen und Kunden in der Schweiz profitieren: eindeutige Kennzeichnung, klare Prozesse und geschulte Teams im Umgang mit KI-Inhalten.»
Will Swayne, Global Practice President Media and Integrated Solutions bei dentsu, ergänzt: «Die Zukunft des Marketings wird massgeblich von KI geprägt sein. Umso wichtiger sind klare Standards, die Transparenz und Verantwortlichkeit fördern. Mit der Unterzeichnung des EU-Kodex bekräftigen wir unseren Anspruch, die Entwicklung und Anwendung von KI aktiv mitzugestalten.»
Weitere Informationen zur KI-Strategie von dentsu finden sich unter https://www.dentsu.com.
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APG|SGA transN – diese Kombination prägt ab 2027 die Aussenwerbung im Kanton Neuenburg: Das führende Schweizer Aussenwerbeunternehmen APG|SGA hat sich im öffentlichen Ausschreibungsverfahren für die Vermarktung der analogen Aussen- und Innenwerbeflächen des Verkehrsunternehmens transN durchgesetzt. Der Vertrag beginnt am 1. Januar 2027. Bei allen drei Vergabekriterien – dem kommerziellen Angebot, der Qualität der Dienstleistungen und der Eignung des Bieters – soll APG|SGA jeweils die beste Bewertung erhalten haben, heisst es in der Mitteilung.
Die am 22. April 2026 veröffentlichte Ausschreibung umfasste sämtliche analogen Werbeflächen der Fahrzeugflotte sowie sieben F12- und vier F4-Flächen.

TransN ist das grösste Transportunternehmen im Kanton Neuenburg. Mit einem 293 Kilometer langen Liniennetz und einer Flotte von 172 Fahrzeugen – darunter 108 Busse, 42 Trolleybusse, 17 Züge und fünf Standseilbahnen – sowie rund 28,5 Millionen Fahrgästen pro Jahr bietet das Unternehmen Werbetreibenden eine hohe Reichweite und eine starke Präsenz im öffentlichen Raum.
Olivier Chabanel, Leiter Partner Market Romandie bei APG|SGA, kommentiert den Entscheid: «Der Zuschlag bestätigt die Wettbewerbsfähigkeit der APG|SGA und das Vertrauen in ihre langjährige Erfahrung, ihre hohe Dienstleistungsqualität sowie ihre nachhaltige und erfolgreiche Vermarktungskompetenz. Gleichzeitig stärkt die Partnerschaft mit transN das Portfolio der APG|SGA im französischsprachigen Teil der Schweiz und erweitert das attraktive Portfolio an Werbemöglichkeiten im öffentlichen Verkehr.»
Mit dem Zuschlag von transN baut APG|SGA ab Anfang 2027 ihr Angebotsportfolio in der Romandie im Bereich der Werbung im öffentlichen Verkehr weiter aus. Das soll Werbekundinnen und Werbekunden starke Sichtbarkeit und wirkungsvolle Präsenz in der Region Neuenburg und im Jurabogen sowie in der gesamten Romandie bieten, heisst es in der Mitteilung.
APG|SGA ist nach eigenen Angaben das führende Aussenwerbeunternehmen der Schweiz. Spezialisiert auf digitale und analoge Werbelösungen sowie Sonderwerbeformen, deckt das Unternehmen alle Bereiche der Aussenwerbung ab – von stark frequentierten Standorten auf der Strasse über Bahnhöfe, Points of Sale und Points of Interest bis hin zu Verkehrsmitteln und Flughäfen. Mehr als 500 Mitarbeitende sorgen schweizweit für den Betrieb der Screens und Plakatflächen.
Weitere Informationen zu den Werbemöglichkeiten von APG|SGA im öffentlichen Verkehr sind verfügbar unter: https://www.apgsga.ch/media
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Am 23. und 24. September 2026 verwandelt das Institute for Digital Out of Home Media (IDOOH) die Halle 8 in Köln erneut in einen zentralen Treffpunkt der Branche. Unter dem Titel «IDOOH World» vereint die Initiative mehr als 30 Fachvorträge, eine mediterran gestaltete Networking Area sowie eine grüne Outdoor Area zu einem Gesamterlebnis rund um Digital Out of Home – kurz DOOH.
Den Auftakt zum zweitägigen Programm macht am 23. September der DOOH Summit auf der World of Media Stage. In drei kompakten Sessions beleuchtet das IDOOH zentrale Zukunftsfragen der Branche: Welche Trends prägen den Markt heute und morgen? Warum wird die reale Medienwelt inmitten der KI-Welle zum Wettbewerbsvorteil für Marken? Und wie lassen sich die Potenziale von At-Retail-DOOH erfolgreich erschliessen?
Nach dem Summit rückt die eigene Bühne der IDOOH World in den Fokus. In rund 30 Vorträgen und Panels präsentieren führende Unternehmen der Branche die gesamte Bandbreite moderner Digital-Out-of-Home-Kommunikation. Auf dem Programm stehen Themen wie Programmatic DOOH, Retail Media, Künstliche Intelligenz, Creative Excellence, Attention und Werbewirkung, Brand Safety sowie Responsible Media. Ergänzt wird das Angebot durch internationale Trends, innovative Technologien und Praxisbeispiele aus erfolgreichen Kampagnen.
Neben dem inhaltlichen Programm bleibt das Networking das Herzstück der IDOOH World. Auf rund 600 Quadratmetern schaffen Oliven- und Zitrusbäume, viel Grün und natürliche Materialien eine entspannte Atmosphäre – bewusst als ruhiger Gegenpol zum Messetrubel konzipiert. Die Gestaltung soll zum Verweilen, Netzwerken und spontanen Austausch einladen.
Hinter der IDOOH World steht das Institute for Digital Out of Home Media als Dachorganisation. Die Veranstaltung ist eine gemeinsame Initiative von Adform, Adlocaite, airtango, Cittadino, ECE, ECN Executive Channel Deutschland, eisbach.media, HYGH, INOVISCO, It Works, LAYA, One Tech Group, Rechargy, RetailFellas, Ströer, TV-Wartezimmer, Virtual Minds, Wall, Weischer.OOH und Wildstone.
Weitere Informationen zur IDOOH World und zum Programm auf der DMEXCO 2026 sind verfügbar unter: https://idooh.media/
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Der 2. Swiss Retail Media Day (RMD26) der IAB Switzerland fand am 3. September 2026 im Volkshaus in Zürich statt. Mehr als hundert Branchenprofis trafen sich, um die rasanten Entwicklungen, Strategien und Herausforderungen im Bereich Retail Media zu diskutieren. Das Format unterstreiche nach eigenen Angaben einmal mehr die Schlagkraft und das thematische Wissen der verbandsinternen IAB-Arbeitsgruppen bei der Realisierung professioneller Events.
Nach dem Eintreffen der Gäste und den «Welcome Bites» eröffnete Moderator Marc Götti (CEO, Excom Media) gemeinsam mit Roger Baur, dem Präsidenten der IAB Switzerland, das Programm.

Den fachlichen Auftakt machte Daniel Knapp (Chief Economist, IAB Europe) mit seiner Opening Keynote zum Thema «The State of Retail Media». Einen visionären Ausblick lieferte anschliessend Markus Caspari (Dentsu Germany), der der Frage nachging: «Retail Media & AI Commerce: Stehen wir vor dem Systembruch?».
Der Brückenschlag zur Schweizer Praxis erfolgte durch Séverine Hubatschek (Migros Supermarkt) und Sven Ruoss (Post Futurum), die den hiesigen Marktüberblick und die Umsetzung aufzeigten. Die Evolution von Retail Media durch «Scale, Data & Reach» wurde von Mitja Grušovnik (Ringier Advertising) präsentiert.

Nach einer Kaffeepause setzte das Programm des Swiss Retail Media Day den Fokus auf konkrete Anwendungen. Gian Berger (Migros Supermarkt) und Albert Gubler (WPP Media) beleuchteten die Rolle von Retail Media im Marketing-Mix. Felicia Wegmann (MediaMarkt Switzerland) widmete sich der essenziellen Aufgabe, Retail Media messbar zu machen.
Auch der Point of Sale (POS) stand im Zentrum innovativer Lösungsansätze: Patricia Grundmann (OBI Advertising) war live aus Deutschland zugeschaltet und präsentierte ein Pilotprojekt zur Sensorik und Echtzeit-Audiences. Daniel Siegmund (One Tech Group) veranschaulichte anschliessend die Möglichkeiten von skalierbarem In-Store Retail Media.

Den Abschluss bildete das Panel «Wer muss jetzt liefern? Marke, Handel und Tech im Realitätscheck». Unter der Leitung der beiden Co-Leiter der IAB-Arbeitsgruppe Retail Media, Gian Berger und Nicolas Bill, diskutierten Julia Sams (Henkel Consumer Brands Switzerland), Pierre Bohren (Brack.Alltron), Mitja Grušovnik (Ringier Advertising) und Tobias Kober (MediaMarkt Schweiz) die praktischen Herausforderungen des Marktes. Nach dem Wrap-up durch Marc Götti klang der Tag mit einem Networking-Apéro aus.
Die IAB Switzerland festige mit diesem Format ihre Rolle als primäre Anlaufstelle für Information und Praxisnähe im digitalen Ökosystem, heisst es in der Mitteilung. Zu den Mitgliedern des Verbands zählen Agenturen, Medienunternehmen, Werbeauftraggeber und Technologieunternehmen.
Mehr Informationen zur IAB Switzerland und ihren Veranstaltungen: https://www.iab-switzerland.ch
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Digitale Verbreitungswege, boomende Podcasts und programmatische Werbelösungen haben die Schweizer Audiolandschaft in den letzten Jahren nachhaltig transformiert. Mit dem Rebranding zu Goldbach Audio vollzieht die Goldbach-Tochter diesen Schritt nun auch namentlich und schärft ihr Profil als ganzheitliche Spezialistin für die gesamte Bandbreite der Audiowerbung. Gleichzeitig rückt das Unternehmen damit optisch wie strategisch noch enger an das Gesamtdach der Goldbach Group AG heran.
Dass die Weichen für die Zukunft gestellt sind, hatte Managing Director Ralf Brachat bereits am Rande der diesjährigen Radio Night im Zürcher Carlton angedeutet. Nun folgt der offizielle Vollzug.
«Die Transformation von Swiss Radioworld zu Goldbach Audio ist für uns ein konsequenter Schritt. Mit unserer langjährigen Erfahrung, unserem engagierten Team und unserer Innovationskraft sind wir bestens aufgestellt, um die Bedürfnisse unserer Kundschaft proaktiv zu erfüllen und zukunftsfähige Lösungen für Radio und Digital Audio anzubieten.»
— Ralf Brachat, Managing Director Goldbach Audio
Die zunehmende Vielfalt an Übertragungs- und Nutzungskanälen verlangt im Werbemarkt nach mehr Technologiekompetenz und medienübergreifender Beratung. Die ehemalige Swiss Radioworld hat in den vergangenen Jahren gezielt Expertise aufgebaut, um Werbetreibenden neben klassischem Radio auch innovative Produkte wie das hauseigene Podcast-Netzwerk und zukunftsweisendes Programmatic Radio anzubieten. Diesen Innovationspfad will das Unternehmen unter dem neuen Label Goldbach Audio weiter forcieren.
Für die Marktpartner – darunter Mediaagenturen, Kunden und Radiostationen – ändert sich im operativen Alltag nichts: Das eingespielte Team, die gewohnten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie sämtliche Prozesse und Dienstleistungen bleiben unverändert bestehen.
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Teads, die Omnichannel-Outcomes-Plattform, und V (ehemals Vidaa), das Smart-TV-Betriebssystem von Hisense und anderen führenden OEM-Herstellern, haben ihre strategische Partnerschaft bis 2028 verlängert. Kern der Vereinbarung ist ein im Markt einzigartiges zehntägiges HomeScreen-Takeover rund um den Black Friday und Cyber Monday – ein Instrument, das Smart TV Werbung auf eine neue Stufe heben soll. Teads fungiert dabei als exklusiver globaler Vermarktungspartner für HomeScreen-Werbung auf Smart TVs mit dem Betriebssystem V.
Die Partnerschaft eröffnet globalen Werbetreibenden erstmals die Möglichkeit, Insights auf Hardware-Ebene zu nutzen: Zielgruppen lassen sich basierend auf spezifischen Bildschirmgrössen – darunter hochwertige «Platinum»-Displays – sowie der Platzierung des Geräts im Haushalt ansprechen. Diese Funktion steht Marken in rund 30 Märkten in EMEA (inklusive Schweiz), APAC und Amerika zur Verfügung. Während des zehntägigen Aktionszeitraums rund um Black Friday und Cyber Monday sollen so hochrelevante Premium-Werbeerlebnisse direkt ins Wohnzimmer gebracht werden.
Das Buchungsmodell geht nach eigenen Angaben über bisherige Ansätze im TV-Werbemarkt hinaus: Werbetreibende erhalten einen zentralen, einheitlichen Zugang zum HomeScreen – kombiniert mit kontextbezogener Zielgruppenansprache und globaler Reichweite.
Die Relevanz des TV-HomeScreen-Formats wird durch Studien in Zusammenarbeit mit dem auf Medienwirkung spezialisierten MediaMento Institute belegt. In kontrollierten Tests erzielten die HomeScreen-Videoanzeigen von Teads demnach eine Aufmerksamkeitsrate von 48 Prozent und übertrafen damit herkömmliche überspringbare Formate um 16 Prozent. Interaktive 3D-Kreativformate zogen die Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen zudem 29 Prozent schneller auf sich und hielten diese deutlich länger.
David Kostman, CEO von Teads, kommentiert: «Diese Partnerschaft geht weit über traditionelle TV-Buys hinaus – sie erfindet neu, wie Marken mit Konsumenten auf dem grössten Bildschirm im Haushalt in Kontakt treten. Indem wir exklusiven globalen Zugriff auf den HomeScreen während entscheidender Shopping-Phasen wie Black Friday ermöglichen, bieten wir Werbetreibenden einen zentralen, einheitlichen Zugang, um Zielgruppen basierend auf Bildschirmgrösse und Raumkontext zu erreichen.»
Guy Edri, CEO von V, ergänzt: «Die Zusammenarbeit mit Teads verschafft unserer Plattform einen einzigartigen Vorteil, indem sie den TV-HomeScreen in einen aktiven Discovery Hub verwandelt. Wir bieten Marken Zugang zu relevanten Zielgruppen über Bildschirmgrössen und Haushaltskontexte hinweg während des wichtigsten Shopping-Zeitraums des Jahres.»
Mit der mehrjährigen Vereinbarung wollen Teads und V ein wiederkehrendes globales Modell für saisonale Highlight-Events etablieren. Das Ziel laut Mitteilung: Hardware-Intelligence und Full-Funnel-Performance zusammenzubringen, um Marken in umsatzstarken Shopping-Phasen zu stärken.
Teads kooperiert nach eigenen Angaben mit mehr als 10.000 Publishern und 20.000 Werbetreibenden weltweit und beschäftigt rund 1.700 Mitarbeitende in mehr als 30 Ländern. V treibt zig Millionen Smart TVs weltweit an und vereint Unterhaltung, Commerce, Smart-Home-Steuerung und Werbung in einer einheitlichen Plattform.
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