Mediennutzung Kategorie - m&k https://www.markt-kom.com/fr/kategorie/medien/mediennutzung/ Die kreativen Seiten der Wirtschaft Tue, 29 Sep 2026 07:38:02 +0000 fr-FR hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://www.markt-kom.com/wp-content/uploads/2024/07/favicon-150x150.png Mediennutzung Kategorie - m&k https://www.markt-kom.com/fr/kategorie/medien/mediennutzung/ 32 32 «Schweiz am Wochenende» bleibt Nummer eins der Schweiz https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/schweiz-am-wochenende-bleibt-nummer-eins-der-schweiz/ Tue, 29 Sep 2026 07:38:02 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=262149
Fast eine Million lesen die Samstagszeitung. Quelle: zvg

Schweiz am Wochenende weiterhin klar an der Spitze

Mit knapp einer Million Leserinnen und Lesern ist die «Schweiz am Wochenende» weiterhin die grösste Zeitung der Schweiz. Die regionalen Verbünde von CH Media rangieren erneut in der Spitzengruppe der meistgelesenen Tageszeitungen.

Die «Schweiz am Wochenende» erreicht schweizweit 977’000 Leserinnen und Leser pro Ausgabe. In der Deutschschweiz entspricht die Nettoreichweite achtzehn Prozent der Bevölkerung. Damit ist der samstags erscheinende Titel von CH Media und ihren Kooperationspartnern weiterhin die mit Abstand meistgelesene Zeitung.

Regionale Verbünde erneut unter den Top sieben

Bei den Tageszeitungen belegt der Zeitungsverbund «Nordwestschweiz» mit einer Reichweite von 295’000 Leserinnen und Lesern den zweiten Platz. Die Verbünde von «Luzerner Zeitung» (235’000 Leserinnen und Leser; Platz fünf) in der Zentralschweiz und «St. Galler Tagblatt» (209’000 Leserinnen und Leser; Platz sieben) in der Ostschweiz gehören erneut zu den sieben meistgelesenen Tageszeitungsmarken.

Datenbasis der Reichweitenzahlen

Diese Reichweitenzahlen gehen aus der neusten Ausgabe der Schweizer Leserschaftsstudie MACH Basic der AG für Werbemedienforschung (Wemf) hervor. Seit 2026 sind «Der Rheintaler» und die «Rheintalische Volkszeitung» nicht mehr Teil des «St. Galler Tagblatts» beziehungsweise der «Schweiz am Wochenende» und fliessen deshalb nicht mehr in die Reichweitenzahlen ein.

Weitere Informationen zur Studie sind auf der Webseite von CH Media abrufbar: https://www.chmedia.ch

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Acast Podcast Studie: Warum Aufmerksamkeit hörbar wird https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/acast-podcast-studie-warum-aufmerksamkeit-hoerbar-wird/ Mon, 28 Sep 2026 08:36:18 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=262095
Podcasts erreichen weltweit 1,77 Milliarden Hörer. Quelle: zvg

Podcast ist längst mehr als eine Audiodatei. Weltweit hören inzwischen 1,77 Milliarden Menschen jede Woche Podcasts, sieben Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Zum International Podcast Day veröffentlicht Acast neue Daten für Deutschland aus der internationalen Acast Podcast Studie «Podcast Pulse 2026». Diese zeigt: Das Medium wächst über seine ursprünglichen Grenzen hinaus. Video, Social Media und Live-Formate schaffen neue Berührungspunkte zwischen Creator:innen, Communities und Marken.

«Podcast ist Audio First, aber längst nicht mehr Audio Only», sagt Nina Wüst, Country Manager DACH bei Acast. «Audio bleibt die besondere Stärke des Mediums. Gleichzeitig entstehen rund um diesen Kern neue Möglichkeiten für Entdeckung, Community und kreative Markenkommunikation.»

### Aufmerksamkeit wird zur entscheidenden Währung

Passend zum International Podcast Day widmet sich die Studie der Entwicklung des Mediums und dem Nutzungsverhalten von Podcast-Hörer:innen. Sie zeigt: Während digitale Mediennutzung zunehmend fragmentiert ist und Social Feeds sowie Shortform-Video um Sekunden der Aufmerksamkeit konkurrieren, schaffen Podcasts nach eigenen Angaben weiterhin intensive Nutzungsmomente.

In Deutschland sind 80 Prozent der Hörer:innen beim Podcast-Konsum voll oder grösstenteils aufmerksam. 77 Prozent der Podcast-Sessions beginnen aus einer bewussten Entscheidung heraus.

«Aufmerksamkeit ist heute eine der knappsten Ressourcen in der Medienwelt», sagt Wüst. «Podcasts haben hier eine besondere Stärke: Menschen entscheiden sehr bewusst, wem und welchen Themen sie ihre Zeit schenken. Genau daraus entsteht eine Nähe, die für Creator:innen ebenso wertvoll ist wie für Marken.»

### Video erweitert den Podcast – ohne Audio zu verdrängen

Auch visuell wächst das Medium gemäss der Studie. Social Clips, YouTube oder Videoepisoden werden zunehmend zum Einstieg in neue Formate. Dabei denken Nutzer:innen nicht in starren Kategorien: 81 Prozent konsumieren Audio und Video parallel, 65 Prozent wechseln während einer Episode zwischen Formaten oder Plattformen.

Für Acast ist deshalb ein offenes, plattformübergreifendes Podcast-Ökosystem entscheidend: Creator:innen sollen ihre Inhalte über Audio, Video, Social Media und weitere Kanäle verbreiten und monetarisieren können.

### Vertrauen schafft Wirkung

Mit der wachsenden Menge an KI-generiertem Content gewinnen Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit zusätzlich an Bedeutung. Laut der Acast Podcast Studie «Podcast Pulse 2026» sagen 54 Prozent der Befragten, dass Podcasts zu den wenigen Medienräumen gehören, die sich noch durch und durch menschlich anfühlen.

Das zeigt sich auch in der Werbewirkung: 89 Prozent der Hörer:innen haben infolge von Podcast-Werbung nach eigenen Angaben bereits eine konkrete Handlung vorgenommen, 53 Prozent einen Kauf getätigt.

«Es geht nicht mehr allein darum, die richtige Zielgruppe zu erreichen», erklärt Wüst. «Es geht darum, die richtige Botschaft im richtigen Kontext und zum richtigen Moment auszuspielen. Dafür müssen Marken nicht mehr in einzelnen Kanälen denken, sondern in Nutzungsmomenten. Und das Podcast-Ökosystem wächst nicht nur in Reichweite. Podcast wächst in alle Richtungen.»

Podcasts haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren vom Nischenformat zum globalen Creator-Medium entwickelt, ohne ihre grösste Stärke zu verlieren: die Nähe zwischen Menschen. Gerade in einer von künstlicher Intelligenz, Algorithmen und immer kürzeren Aufmerksamkeitsspannen geprägten Medienwelt werden Vertrauen, echte Stimmen und bewusste Auszeiten wertvoller. Die Zukunft des Podcast liegt deshalb nicht allein in Audio oder Video, sondern in einem menschlichen Medium, das Menschen überall und in jedem Moment ihres Alltags erreicht.

Mehr zur Acast Podcast Studie «Podcast Pulse 2026» und dem Angebot des Unternehmens unter https://www.acast.com

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Vom Bauchgefühl zu harten Fakten: Die Highlights des Medienforschungstags 2026 https://www.markt-kom.com/fr/markom/vom-bauchgefuehl-zu-harten-fakten-die-highlights-des-medienforschungstags-2026/ Wed, 23 Sep 2026 18:35:38 +0000 https://www.markt-kom.com/?p=261878  

 

Der diesjährige Medienforschungstag der WEMF AG im Zürcher Trendquartier Zürich West stand im Zeichen eines fundamentalen Wandels. Unter dem Leitmotiv «Real Data. Real Trust. Real Emotions» versammelten sich im Westhive Medienschaffende, Verleger, Forscher und Werbeprofis. 

Vanessa Meier moderierte den Schweizer Medienforschungstag 2026

Charmant und dynamisch durch den Vormittag führte Vanessa Meier von TeleZüri. Den Auftakt übernahmen Jella Hoffmann (CEO der WEMF) und Marcel Kohler (Verwaltungsratspräsident der WEMF), die das Publikum begrüssten. 

Jella Hoffmann (CEO der WEMF) und Marcel Kohler (Verwaltungsratspräsident der WEMF)

Keynote: Aufmerksamkeit ist gut, Vertrauen ist besser

Dr. Matthias Zehnder, Autor und Medienwissenschaftler, hielt ein analytisches Referat über die Ökonomie der Aufmerksamkeit versus der Ökonomie des Vertrauens. Er beleuchtete das fundamentale Dilemma des digitalen Zeitalters: Während Text im Internet dank künstlicher Intelligenz fast zum Nulltarif und in schier unendlichen Mengen herstellbar geworden ist, steigen die Kosten für verlässlichen, journalistischen Content massiv an. Gleichzeitig sinkt jedoch die Zahlungsbereitschaft der Nutzer, und die Reichweiten wandern unaufhaltsam in Richtung ungetesteter Suchmaschinen-Algorithmen ab.

Zehnder untermauerte diese Entwicklung mit drastischen Zahlen zur KI-Nutzung: Mittlerweile nutzen rund 70 Prozent der Menschen in den USA Suchmaschinen, die komplett ohne Klicks und Verlinkungen auf die Originalquellen auskommen. Global gesehen bringen KI-Antworten zwar ein Vertrauensniveau von etwa 39 Prozent mit sich, doch sie leiden unter massiven Qualitätsproblemen. Erstaunliche 31 bis 70 Prozent der Antworten von Systemen wie ChatGPT beinhalten handfeste Quellen- oder inhaltliche Probleme, und dennoch bricht die klassische Klickrate auf die Urheber stark ein.

Dr. Matthias Zehnder referiert vor dem Publikum des Medienforschungstags 2026 über die Ergebnisse des Digital News Report 2026. Die Folie zeigt einen dramatischen Rückgang des Vertrauens in Nachrichten

Besonders brisant: Das Publikum erkennt den Unterschied zwischen einem mühsam recherchierten, geschriebenen Text und einer generierten KI-Antwort kaum noch. Die Erkennungsquote liegt im statistischen Mittel auf der reinen Zufallsebene von rund 50 Prozent. Wenn jedoch drei Viertel des Publikums einer KI-generierten Falschgeschichte blind vertrauen, stehen die Medienhäuser vor einer existenziellen Bedrohung. Medien können sich daher im harten Wettbewerb nur behaupten, indem sie sich als unerschütterliche «Vertrauenswährung» etablieren, deren Signale im Gegensatz zu beliebigen Algorithmen teuer, überprüfbar und absolut verlässlich sind.

WEMF as Source of Trust

Dr. Marc Sele, Deputy CEO und Executive Director of Data and Tools bei der WEMF, widmete sich der Rolle der WEMF als neutrale und branchenunabhängige Vertrauensdienstleisterin im Schweizer Markt. Er legte dar, wie die WEMF mit rigorosen Methoden und Audits für absolute Markttransparenz sorgt. Ausserdem stellte er das neue Responsible AI-Audit vor, das Zertifikat für verantwortungsvollen Einsatz von KI in Medienhäusern. Im Zentrum stehen dabei sieben zentrale Aspekte und Prüfdimensionen, die von der WEMF kontinuierlich verifiziert werden. Dazu gehört an erster Stelle die absolute Transparenz durch die durch die Offenlegung von Produktions- und Distributionsprozessen von journalistischen Inhalten in den Medienhäusern, um den verantwortungsvollen Einsatz von KI prüfen zu können. Flankiert wird dies von einer klaren Verantwortlichkeit, welche die Zuweisung definierter Zuständigkeiten innerhalb der Redaktionen für automatisierte Inhalte sicherstellt.

«Vertrauensbildung ist in der DNA und in der Struktur der WEMF verankert durch die Trägerschaft, durch die Gremien, aber auch durch die Verfahren, die wir anwenden, und die Kontinuität, die wir sicherstellen.»

— Dr. Marc Sele

Dr. Marc Sele, Deputy CEO & Executive Director Data and Tools bei der WEMF, erläutert am Medienforschungstag die Struktur der WEMF als Joint Industry Committee

Zu den sieben zentralen Aspekten, die im Responsible AI-Audit geprüft werden, gehören auch die Urheber- / Nutzungsrechte, das Durchführen von Schulungen, Best Practices sowie die Prozesse des Riskmanagements.

Glaubwürdigkeit und KI-Governance von Schweizer Medien

Pia Guggenbühl, Direktorin des Verlegerverbands SCHWEIZER MEDIEN, beleuchtete die medienpolitischen und unternehmerischen Herausforderungen im Umgang mit künstlicher Intelligenz und stellte den neuen Schweizer KI-Kodex vor.

Guggenbühl betonte, dass der Verlegerverband und die WEMF eng zusammenarbeiten, um mit Instrumenten wie dem neu angekündigten «Responsible AI-Audit» klare Leitplanken für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in Verlagen zu schaffen. Dabei geht es vor allem darum, Urheberrechte zu schützen, den Schutz von Mitarbeitenden zu gewährleisten und die redaktionelle Transparenz gegenüber dem Publikum lückenlos nachzuweisen.

Pia Guggenbühl (rechts) mit Vanessa Meier (Moderation)

Im Laufe der Ausführungen wurde in diesem Zusammenhang besonders hervorgehoben, dass die Schweizer Medienlandschaft im Vergleich zu globalen Tech-Plattformen nicht auf blinde Beschleunigung setzt, sondern auf Verbindlichkeit und Schweizer Qualitätsstandards. Während Tech-Riesen generative Modelle oft unreguliert auf den Markt loslassen, schaffe der Verband eine verlässliche Governance, die verhindert, dass automatisierte Inhalte zu einer Black Box verkommen. Der neue KI-Kodex dient Verlagen dabei als verlässlicher Kompass, um redaktionelle Unabhängigkeit und technologische Innovation nahtlos miteinander zu verknüpfen.

Mediapulse und die Zukunft der Bewegtbild- und Radioforschung

Im direkten Anschluss an die medienpolitischen Ausführungen übernahm Dr. Mirko Marr, Head of Research bei der Mediapulse AG, das Wort, um die aktuellen Entwicklungen in der Radio- und Fernsehforschung zu beleuchten. Dabei gab er tiefe Einblicke in die Produktion und zeigte auf, wie stark sich die Messmethoden im Zuge der digitalen Transformation verändern.

Marr strukturierte seine Bestandesaufnahme entlang dreier zentraler Kernbereiche: der erfolgreichen Konvergenz in der Videoforschung, den drängenden Herausforderungen im Radiomarkt sowie dem pragmatischen Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Datenveredelung.

Videoforschung: Von klassischen Set-Top-Boxen zu CTV und Online-Video

Mediapulse hat im Juli damit begonnen, die Video-Ad-Kampagnenmessung gemeinsam mit dem Forschungspartner 55 Blue auszuweiten, nachdem im Vorjahr bereits die Hybrid-Fernsehforschung mit Set-Top-Box-Daten etabliert wurde. Das Ziel, Bewegtbildkampagnen nicht nur im linearen Fernsehen, sondern plattformübergreifend auf Connected TV (CTV) und Online-Video messbar zu machen, nimmt damit konkrete Formen an. Während Replay-Ads im TV-Bereich bereits erfolgreich im Markt etabliert sind, hat sich im Februar mit Goldbach der erste wichtige Marktpartner als First Mover gefunden, um das Online-Video-Inventar über die neue gemeinsame Messung auszuwerten.

Dr. Mirko Marr, Head of Research bei der Mediapulse AG,

Radioforschung unter Druck: Neue Wege bei sinkenden Budgets

Vor dem Hintergrund eines reduzierten Tagesbudgets für die Radioforschung musste Mediapulse zur Kenntnis nehmen, dass die bisherige passive Messung auf Basis eines rotierenden Panels an finanzielle Grenzen stösst. Diese Entwicklung wird durch kommende Anpassungen im Radio- und Fernsehgesetz verschärft, weshalb frühzeitig nach neuen, effizienteren Wegen gesucht wird, um die Leistungsfähigkeit des Messsystems langfristig zu sichern. Um trotz geringerer Senderbudgets tagesaktuelle und aussagekräftige Daten zu garantieren, testet Mediapulse intensiv Übergangsverfahren und vergleicht aktuelle Semesterdaten mit historischen Benchmarks.

Pragmatische KI-Nutzung: Vom blinden Fleck zur Veredelung

Wie Marr pointiert darlegte, neigt künstliche Intelligenz in der Datenverarbeitung bisweilen zu Halluzinationen und liefert bei komplexen Abfragen oft zehn verschiedene Antworten auf zehn identische Fragen, die man mangels menschlicher Kapazitäten kaum lückenlos nachkontrollieren kann. Dennoch setzt Mediapulse gezielt auf KI-gestützte Tools, um die bisher blinden Flecken bei den Nutzungsdaten im Radiobereich – etwa bei den Streaming-Daten der Webplayer – zu schliessen. Für schnelle Abfragen von Jahresdaten wurde zudem ein eigener KI-Companion programmiert. Mithilfe dieser externen Dienstleister werden klassische Sendeprotokolle mit den erfassten Streaming-Daten der Webplayer verknüpft, um die Nutzungsdaten zu veredeln und dem Markt schliesslich auch im Radiobereich feingranulare Auswertungen zu ermöglichen.

Out of Home boomt: Forschung im Wandel bei SPR+

Felix H. Mende, Geschäftsführer von Swiss Poster Research Plus AG (SPR+), gab Einblicke in den rasanten Boom der Aussenwerbung und die methodischen Weiterentwicklungen der SPR+-Forschung.

Mende erklärte, wie sich die Out-of-Home-Forschung kontinuierlich anpasst, um den veränderten Mobilitätsströmen der Schweizer Bevölkerung gerecht zu werden und Werbetreibenden präzise, multisource-basierte Leistungswerte für Plakat- und Digital-OOH-Kampagnen zur Verfügung zu stellen.

Felix H. Mende, Geschäftsführer von Swiss Poster Research Plus AG (SPR+)

Trotz sinkender Budgets in der klassischen Teilerhebung gelingt es SPR+, durch innovative Modellierungsverfahren und hybride Messansätze den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und die Aussenwerbung transparent messbar zu machen.

Neue Angebote und KI-Entwicklungen bei der WEMF: Von MACH Strategy bis zur modularen Datenzukunft

Finn Stein, Director of Research and Development bei der WEMF, gab im Rahmen der Session zu den nächsten Schritten der Medienforschung vertiefte Einblicke in die Innovationspipeline der WEMF. Im Zentrum stand dabei die konsequente Ausrichtung auf modulare Architekturen, offene API-Schnittstellen und eine automatisierte Datenverarbeitung, die es Werbeauftraggebern und Agenturen erlaubt, noch passgenauer zu agieren.

Finn Stein, Director of Research and Development bei der WEMF

Ein zentraler Baustein dieser Entwicklung ist die Weiterentwicklung der MACH Strategy, die einen umfassenden Intermediavergleich ermöglicht. Stein betonte, dass die WEMF intensiv an hybriden Messmethoden und zukunftsweisenden Datenlösungen arbeitet, um die Brücke zwischen klassischer Währungsforschung und den dynamischen, digital fragmentierten Ausspielungskanälen zu schlagen. Mit neuen Projekten wie der Online-Audience-Forschung, standardisierten Schnittstellen und stark verfeinerten Studien-Nutzwerten stellt die WEMF sicher, dass Marktpartner den wachsenden Komplexitäten des Medienverhaltens nicht hinterherlaufen, sondern datenbasiert vorausplanen können.

«Mit unseren modularen Ansätzen und der MACH-Strategy verknüpfen wir die klassische Währungsforschung nahtlos mit den digitalen Kanälen, um dem Werbemarkt zukunftssichere und vergleichbare Fundamente zu liefern.»

— Finn Stein

Dabei machte Stein deutlich, dass die technologische Modernisierung kein Selbstzweck ist, sondern direkt auf die Bedürfnisse des Marktes einzahlt: Durch die engere Verzahnung von etablierten Währungsdaten mit modernen API-Zugängen erhalten Agenturen und Verlage hochgranulare Werkzeuge an die Hand, um Mediaplanung kanalübergreifend, transparent und absolut verlässlich zu steuern.

Zielgruppen-Analyse: Besser mit KI?

Marco Rose, Managing Partner von mediatonic, analysierte in seinem Beitrag den praktischen Nutzen von KI-gestützten Tools in der strategischen Mediaplanung und Zielgruppenansprache.

Rose zeigte auf, dass KI zwar hervorragend geeignet ist, um Prozesse zu automatisieren und Muster zu erkennen, die strategische Einordnung und die kreative Interpretation der Daten jedoch weiterhin in professioneller menschlicher Hand liegen müssen, um Fehlsteuerungen zu vermeiden.

Besonders im Bereich der granularen Zielgruppen-Segmentierung bietet KI enorme Potenziale, sofern die zugrundeliegenden Daten durch strenge Audits abgesichert und validiert sind.

Marco Rose, Managing Partner von mediatonic

Wie die Schweizer Bevölkerung KI nutzt: Insights aus den MACH-Studien

Anna Müller, Director of Product Management bei der WEMF, präsentierte detaillierte und faszinierende Insights aus der erweiterten Studie MACH Strategy, die das konkrete KI-Nutzungsverhalten der Schweizer Wohnbevölkerung tiefgehend beleuchten. Die Zahlen belegen einen rasanten Durchdringungsprozess in Rekordtempo: Während im Jahr 2025 noch rund 32 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 14 Jahren angaben, gelegentlich KI-basierte Anwendungen zu nutzen, schnellt dieser Wert im Jahr 2026 auf 57 Prozent hoch – das entspricht einem massiven Zuwachs von knapp 80 Prozent innerhalb eines einzigen Jahres.

«Die Daten zeigen einen rasanten Durchdringungsprozess: Von 32 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 57 Prozent – künstliche Intelligenz ist im Alltag der Schweizer Bevölkerung fest verankert.»

— Anna Müller

Besonders bei der aufgeschlüsselten Betrachtung nach Alter und Geschlecht offenbaren sich spannende Kontraste und klare Nutzungsmuster. Bei der geschlechtsspezifischen Nutzung zeigt sich, dass ChatGPT von Männern mit rund 26 Prozent spürbar häufiger als von Frauen mit etwa 17 Prozent frequentiert wird, während andere KI-Tools im Vergleich eine deutlich ausgeglichenere Verteilung aufweisen. Noch deutlicher fallen die Unterschiede in den Altersstrukturen ins Gewicht: Jüngere Zielgruppen zwischen 14 und 19 Jahren weisen mit über 80 Prozent Nutzung die absolut höchsten Quoten auf. Die Nutzungskurve fällt bei älteren Kohorten zwar naturgemäss ab, zeigt jedoch über sämtliche Alterssegmente hinweg ein starkes, kontinuierliches Wachstum.

Anna Müller, Director of Product Management bei der WEMF

Im Plattformen-Vergleich dominiert ChatGPT den Schweizer Markt mit rund 26 Prozent unangefochten König, während Microsoft Copilot mit 7 Prozent und Google Gemini mit 4 Prozent Anteil mit beträchtlichem Abstand folgen. Diese basierten Insights unterstreichen eindrücklich, dass KI längst kein Nischenthema mehr ist, sondern das Informations- und Konsumverhalten in der Schweiz flächendeckend durchdringt.

Sports & Culture: Real Data meets Real Emotions

Marie-Ange Pittet, Director of Marketing and Sales bei der WEMF, präsentierte das neue, bahnbrechende Datenprodukt «Sports & Culture», das harte Marktdaten mit den tiefen Emotionen von Sport- und Kulturevents verknüpft.

«Kaum etwas kann so viele Emotionen auslösen wie Sport und Kultur. Mit dem neuen Datenprodukt schlagen wir die Brücke zwischen Real Data und Real Emotions.»

— Marie-Ange Pittet

Pittet erläuterte, dass Sponsoren, Veranstalter und Sponsoringagenturen durch dieses Modul einen datenbasierten Zugang zu Zielgruppen aus dem Sport- und Kulturbereich erhalten. Es umfasst das Interesse der Schweizer Bevölkerung an über 40 Sportarten und an über 25 kulturellen Angeboten. Zudem werden das Interesse, der Besuch und die Besuchsabsicht von über 40 Sportevents und 30 Kulturevents ausgewiesen.
Marie-Ange Pittet, Director of Marketing and Sales bei der WEMF

Im Rahmen der Präsentation wurde besonders hervorgehoben, dass sich das Volumen allein im Schweizer Sponsoring-Markt auf rund 1,3 Milliarden Schweizer Franken beläuft – eine Summe, die bislang oft auf Basis von reinem «Bauchgefühl» investiert wurde. Das neue Tool liefert demgegenüber eine solide, neutrale Datenbasis, die dieses Bauchgefühl durch harte Fakten ersetzt und exakte Zielgruppen-Reichweiten über sämtliche Mediengrenzen hinweg ausweist. Werbemittel und Sponsoring-Engagements lassen sich so messbar auf den Erfolg und die tatsächliche Fan-Base ausrichten.

Perspektiven von Ringier Advertising

Chiara Rusch, Head of Sales bei Ringier Advertising, beleuchtete die Vermarktungsperspektiven und die Bedeutung von vertrauenswürdigen Medienumfeldern für werbetreibende Marken.

Chiara Rusch, Head of Sales bei Ringier Advertising

Rusch betonte, dass hochwertige redaktionelle Inhalte in Kombination mit den validierten Daten der WEMF das beste Fundament bilden, um im digitalen Zeitalter Streuverluste zu minimieren und maximale Werbewirkung zu erzielen. Dabei wurde hervorgehoben, dass Werbekunden vermehrt auf zertifizierte Umfelder setzen, um Markenrisiken zu vermeiden und von der hohen Glaubwürdigkeit etablierter Medienhäuser zu profitieren.

«Für Werbekunden ist es im heutigen Umfeld entscheidend, auf zertifizierte und absolut verlässliche Medien zu setzen, um Markenrisiken zu minimieren und die Wirkung gezielt zu entfalten.» — Chiara Rusch

Fazit

Mit klaren Bekenntnissen zu Qualität, kompromissloser Transparenz und kontinuierlicher Innovation schloss der Medienforschungstag 2026, der die WEMF einmal mehr als unverzichtbaren Kompass und verlässlichen Anker der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche bestätigte.

Doch eines wurde im Laufe dieses sommerlichen Herbstvormittags auch klar: Vertrauen allein wird die Medienbranche nicht retten.

Denn, solange Medienhäuser primär reagieren statt agieren, laufen sie Gefahr, den Anschluss an ein radikal verändertes Medienverhalten zu verlieren. Gefragt sind im harten digitalen Wettbewerb neben verlässlichen Währungsdaten vor allem neue, innovative Formate, die ganz nah am Puls der Menschen gebaut sind und journalistische Integrität mit echtem technologischen und narrativen Fortschritt verknüpfen. Wie die Verantwortlichen im abschliessenden Fazit betonten, bieten zwar die WEMF mit ihren Daten, Audits und einer klaren Haltung der Branche das notwendige Fundament – doch den entscheidenden Schritt hin zu neuen Formaten und echter Innovationskraft müssen die Medienhäuser am Ende selbst gehen und dies mit aller Entschlossenheit.

Referent:innen des WEMF-Medienforschungstag 2026
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Schweizer Bibliotheksstatistik: E-Medien im Aufwind https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/schweizer-bibliotheksstatistik-e-medien-im-aufwind/ Mon, 14 Sep 2026 11:28:26 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=261303
Bibliotheken bleiben als Aufenthaltsort beliebt. Quelle: Unsplash. 

Die Schweizer Bibliotheksstatistik 2026 belegt einen klaren Trend: Bibliotheken investieren zunehmend in elektronische Medien. Gleichzeitig bleiben die Besucherzahlen stabil hoch, was zeigt, dass die Digitalisierung des Angebots die Attraktivität der Bibliotheken als physischer Aufenthaltsort nicht schmälert.

Mehr als sechzig Prozent bieten E-Medien an

991 Bibliotheken sind der Einladung des Berufsverbands Bibliosuisse gefolgt und haben ihre Zahlen aus dem Jahr 2025 für die Bibliotheksstatistik erfasst. Das sind etwas weniger als 2024. Trotz der geringeren Teilnahme lassen die Zahlen einige Rückschlüsse zu. So zeigt die eindrückliche Anzahl Eintritte – 2025 waren es 29’334’324 – dass Bibliotheken als Aufenthaltsort geschätzt werden. Die Besucherzahlen sind trotz Digitalisierung und anderweitiger Angebote seit Jahren konstant. Bibliotheken werden als Orte zum Verweilen, Lernen und Begegnen nach wie vor geschätzt.

Ein Anstieg zeigt sich bei den Ausgaben für E-Medien. Einerseits ist dies erklärbar durch die Teuerung: Die Kosten für elektronische Medien wie E-Books oder E-Zeitungen sind gestiegen. Andererseits bieten immer mehr Bibliotheken solche Medien an. Hatten 2024 noch 52,8 Prozent der Institutionen E-Books im Bestand, so lag der Anteil 2025 bei mehr als 60,4 Prozent. Bei den E-Zeitungen ist ein Anstieg von 50,4 auf 57,6 Prozent zu verzeichnen.

Neue Methodik erschwert Vergleich

Die Vergleichbarkeit der Daten mit jenen der vergangenen Jahre ist nur bedingt möglich. Das Bundesamt für Statistik, das die Bibliotheksstatistik bis 2024 führte, setzte statistische Schätzverfahren ein. Die veröffentlichten Gesamtwerte waren somit Schätzungen für alle Bibliotheken – auch wenn nicht alle an der Erhebung teilgenommen oder vollständige Angaben geliefert hatten. Die heutige Auswertung durch die Hochschule ZHAW im Auftrag von Bibliosuisse folgt dagegen einem deskriptiven Ansatz. Die Kennzahlen werden direkt aus den plausibilisierten Daten jener Bibliotheken berechnet, die an der Erhebung teilgenommen und verwertbare Angaben geliefert haben. Umso wichtiger ist, dass möglichst alle Bibliotheken an der Erhebung teilnehmen.

«Wir arbeiten mit grossem Engagement daran, die Bibliotheken zum Mitmachen zu bewegen», sagt Heike Ehrlicher, Direktorin von Bibliosuisse. Bibliotheken erfüllen nach ihren Angaben wichtige gesellschaftliche Aufgaben – diese durch möglichst aussagekräftige Zahlen sichtbar zu machen, sei das Ziel der Bibliotheksstatistik.

Weitere Informationen zur Bibliotheksstatistik und einen Link zu den detaillierten Zahlen gibt es unter https://bibliotheksstatistik.bibliosuisse.ch/.

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KI-Inhalte Kennzeichnung: 83 Prozent fordern Pflicht https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/ki-inhalte-kennzeichnung-83-prozent-fordern-pflicht/ Tue, 08 Sep 2026 07:50:55 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=260615
Qualität der KI-Inhalte als grösstes Risiko wahrgenommen. Quelle: zvg

KI-Inhalte Kennzeichnung: Was die Schweizer Bevölkerung wirklich will

Künstliche Intelligenz ist in der Schweiz längst Alltag – doch die Forderung nach einer klaren KI-Inhalte Kennzeichnung wächst. Eine repräsentative Studie des digitalen Research Instituts Marketagent Schweiz unter 1.000 Befragten aus der Deutsch- und Westschweiz zeigt ein deutliches Spannungsfeld: Während KI als Technologie auf breite Akzeptanz stösst, wächst gleichzeitig die Skepsis gegenüber den Inhalten, die sie produziert. Die Erhebung fand zwischen dem 29. Juli und dem 7. August 2026 statt.

63 Prozent der Schweizer nutzen KI wöchentlich. Quelle: zvg

Breite Nutzung, ambivalente Haltung

Die Mehrheit der Befragten gibt an, KI aktiv zu nutzen (89 Prozent), 63 Prozent davon mindestens einmal pro Woche. Besonders die jüngeren Generationen treiben diese Entwicklung voran: Mehr als drei Viertel der Vertreter:innen der Generation Z (77 Prozent) und der Millennials (75 Prozent) greifen regelmässig auf KI-Anwendungen zurück. Schweizweit werden ChatGPT und vergleichbare Tools vor allem zur schnellen Recherche und Informationsbeschaffung eingesetzt (56 Prozent).

Die Haltung gegenüber der Technologie bleibt indes gespalten: Zwar stehen 41 Prozent der Bevölkerung KI grundsätzlich positiv gegenüber – bei der Generation Z sind es sogar 50 Prozent, bei Millennials 53 Prozent –, jede fünfte Person äussert jedoch eine klare Ablehnung (22 Prozent).

43 Prozent stehen KI-Inhalten eher negativ gegenüber. Quelle: zvg

Masse statt Klasse: KI-Inhalte überzeugen qualitativ nicht

Mit der zunehmenden Nutzung steigt auch die Präsenz von KI-generierten Inhalten: Sechs von zehn Schweizer:innen geben an, solchen Inhalten regelmässig zu begegnen (62 Prozent). Doch wachsende Sichtbarkeit führt nicht automatisch zu Akzeptanz. Vier von zehn Befragten bewerten die zunehmende Masse an KI-generierten Bildern und Texten als negativ (43 Prozent), und ebensoviele konsumieren entsprechende Inhalte eher ungern (43 Prozent). Auch die wahrgenommene Qualität bleibt hinter den Erwartungen zurück und wird durchschnittlich nur als mittelmässig eingestuft (Mittelwert: 3,3).

Schweizer sind kritisch zur Qualität von KI-Inhalten. Quelle: zvg

Unsicherheit beim Erkennen – und massiver Wunsch nach KI-Inhalte Kennzeichnung

Als zentrales Problem kristallisiert sich die mangelnde Erkennungssicherheit heraus: Nur rund ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich in der Lage, KI-generierte Inhalte zuverlässig zu identifizieren (34 Prozent). Selbst unter jungen Menschen, die sich besonders intensiv mit digitalen Technologien beschäftigen, bleibt diese Sicherheit begrenzt (49 Prozent bei der Generation Z).

Um KI-Inhalte zu identifizieren, achten Nutzer:innen vor allem auf unnatürlich wirkende Elemente (47 Prozent), eine explizite Kennzeichnung (40 Prozent) oder inhaltliche Unstimmigkeiten (39 Prozent). 30 Prozent werden misstrauisch, wenn der Content zu glatt oder perfekt wirkt. Vor diesem Hintergrund spricht sich eine überwältigende Mehrheit von 83 Prozent für eine verpflichtende Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten aus.

«AI Slop»: Wenn Content zu minderwertiger Massenware wird

Sieben von zehn Schweizer:innen nehmen bereits eine Zunahme belangloser oder austauschbarer Inhalte wahr (73 Prozent), und sechs von zehn befürchten, dass hochwertige, von Menschen erstellte Inhalte dadurch verdrängt werden. «Ein wachsendes Phänomen ist die sogenannte ‹Content-Flut› durch KI», sagt Andrea Berger, Research & Communications Manager bei Marketagent.

Der Begriff «AI Slop» – massenhaft produzierte, oft oberflächliche KI-Inhalte – ist hierzulande noch nicht breit bekannt (33 Prozent kennen ihn; bei der Generation Z sind es 54 Prozent). Das dahinterstehende Phänomen nehmen jedoch 73 Prozent bereits aktiv wahr. Als grösste Risiken gelten sinkende Qualität von Online-Inhalten (47 Prozent), gezielte Manipulation (41 Prozent) sowie die Verbreitung von Desinformation (40 Prozent). Drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass diese Entwicklung in Zukunft weiter zunehmen wird (74 Prozent).

Mehrheit fordert klare Kennzeichnung von KI-Inhalten. Quelle: zvg

Die Studie wurde als Online-Befragung (CAWI) über die Marketagent reSEARCH Plattform durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren, repräsentativ für die Schweizer Bevölkerung in der Deutsch- und Westschweiz.

Weitere Informationen zur Studie und zu den Angeboten von Marketagent Schweiz sind verfügbar unter https://www.marketagent-schweiz.ch.

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DACH-Studie Newsletter: 70 Prozent kaufen direkt aus Mailings https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/dach-studie-newsletter-70-prozent-kaufen-direkt-aus-mailings/ Mon, 07 Sep 2026 08:05:21 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=260529
70 Prozent der DACH-Nutzer kauften direkt aus Newslettern. Quelle: zvg

Die DACH-Studie Newsletter von United Internet Media (UIM) belegt: E-Mail-Mailings sind weit mehr als ein Informationskanal – sie sind ein direkter Vertriebsmotor. In Deutschland gaben zwei Drittel der Befragten an, bereits direkt aus einem Newsletter bestellt zu haben. In Österreich und der Schweiz liegt dieser Anteil mit je 71 Prozent noch höher. Für die Untersuchung «Erfolgsfaktor Newsletter: Nutzung, Erwartungen und Trends» hat Omnicom Media Germany im Auftrag von United Internet Media 6.000 Onliner:innen im Alter von 18 bis 69 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

Online-Shops dominieren die Newsletter-Nutzung im DACH-Raum

79 Prozent der Befragten haben mindestens einen Newsletter abonniert. Besonders newsletter-affin zeigen sich die Onliner:innen in der Schweiz: 39 Prozent beziehen sechs oder mehr regelmässige Mailings; in Österreich sind es 37 Prozent und in Deutschland 34 Prozent. Am häufigsten stammen Newsletter von Online-Shops (71 Prozent), gefolgt von Internet-Services wie Vergleichsportalen und Bonusprogrammen (49 Prozent), Veranstaltungen (40 Prozent) und Redaktionen (39 Prozent).

Schweizer Onliner abonnieren die meisten Newsletter. Quelle: zvg

Rasmus Giese, CEO von United Internet Media, kommentiert die Ergebnisse: «Newsletter sind weit mehr als ein reiner Informationskanal. Sie sind wichtiger Bestandteil der Customer Journey und ein wirkungsvoller Vertriebskanal. Wer relevante Inhalte mit exklusiven Angeboten verbindet, stärkt die Kundenbindung, setzt Kaufimpulse und steigert den Abverkauf.»

Exklusive Angebote und Rabatte motivieren zu Abos und Käufen

Ob ein Newsletter als attraktiv wahrgenommen wird, hängt laut der DACH-Studie Newsletter stark von spezifischen Inhaltsfaktoren ab. Für 79 Prozent der Befragten im DACH-Raum sind Mailings besonders interessant, wenn sie Angebote oder exklusive Aktionen enthalten. Spezielle Rabatte sind mit 55 Prozent der wichtigste Grund für ein Newsletter-Abonnement – noch vor regelmässigen Neuigkeiten des Absenders (50 Prozent). Besonders stark wirken exklusive Angebote als Kaufanreiz in Österreich (59 Prozent), aber auch in der Schweiz (54 Prozent) und Deutschland (53 Prozent). Bonusprodukte oder Geschenke fördern Kaufentscheidungen in allen drei Ländern (44 Prozent).

Vertrauen beginnt im Postfach: 87 Prozent achten auf Absendersignale

Für fast neun von zehn Personen im DACH-Raum (87 Prozent) ist entscheidend, dass die Absenderinformationen einer E-Mail vertrauenswürdig wirken. 57 Prozent achten beim Durchsehen ihrer E-Mails aktiv auf Markenlogos. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Newsletter-Abonnierenden wünscht sich bereits in der Betreffzeile eine eindeutige Beschreibung des Inhalts – in der Schweiz liegt dieser Wert bei 56 Prozent, in Österreich bei 55 Prozent und in Deutschland bei 50 Prozent. Rund drei von zehn Befragten halten Prüfsiegel für besonders wichtig, um die Echtheit des Absenders erkennen zu können – am häufigsten in Österreich (30 Prozent), gefolgt von der Schweiz (29 Prozent) und Deutschland (27 Prozent).

Absenderlogos erleichtern laut Studie die Orientierung im Postfach: 72 Prozent erkennen dadurch den Absender schneller, 70 Prozent empfinden entsprechende E-Mails als professioneller. Zudem stärken Markenlogos für 65 Prozent das Vertrauen und helfen 56 Prozent dabei, Fälschungen wie Phishing-Mails leichter zu erkennen. «Die Studie zeigt, dass Vertrauen bereits im Posteingang gestärkt werden kann. Gerade in Zeiten KI-gestützter Phishing-Angriffe gewinnen vertrauenswürdige Absendersignale an Bedeutung», sagt Giese. Der Qualitätsstandard trustedDialog sorge durch Markenlogos und Prüfsiegel für mehr Sicherheit und Transparenz in mehr als 40 Millionen Postfächern im DACH-Raum.

Personalisierung und Design als weitere Erfolgsfaktoren

Auch an die Gestaltung von Newslettern haben Empfänger:innen klare Erwartungen. 82 Prozent bevorzugen Mailings mit wenig Text, 81 Prozent schätzen ein einheitliches, wiedererkennbares Design. E-Mail-Vorschauen mit Highlights wie neuen Produkten oder Rabattaktionen und einem Bild stossen ebenfalls auf grosse Zustimmung (59 Prozent). 78 Prozent der Befragten möchten je nach Interesse selbst festlegen, welche Themen oder Angebotsarten sie erhalten. 59 Prozent wünschen sich dynamische Newsletter, die aktuelle Angebote oder Verfügbarkeit automatisch an Standort und Tageszeit anpassen.

Weitere Informationen zur Studie sowie zum Angebot von United Internet Media sind verfügbar unter: https://www.united-internet-media.de

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GIK b4p-Trends: Video-Streaming hat viele Gesichter https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/gik-b4p-trends-video-streaming-hat-viele-gesichter/ Wed, 02 Sep 2026 08:00:33 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=260197
Fernseher bleibt Streaming-Zentrale für 68 Prozent der Nutzer. Quelle: zvg

Die Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) hat mit ihrem aktuellen Report «Deutschland streamt – Exklusive Einblicke in einen bewegten Markt» umfassende Video-Streaming Trends für den deutschen Markt erhoben. Die Studie zeigt: Streaming ist kein monolithisches Phänomen, sondern ein differenziertes Ökosystem mit klaren Rollen, unterschiedlichen Zielgruppen und plattformspezifischen Nutzungsmustern. Für Werbetreibende, Medienagenturen und Vermarkter liefert der Report wertvolle Orientierung.

Video-Streaming Trends: Jede Plattform besetzt eine eigene Rolle

Ein zentrales Ergebnis der b4p-Trends ist, dass Nutzer:innen den einzelnen Streaming-Angeboten klar unterschiedliche Profile zuschreiben. YouTube und Amazon Prime Video stehen für ein breites Inhaltsspektrum, Netflix, Disney+ und Paramount+ werden mit Filmen und Serien assoziiert. RTL+ weist ein eigenständiges Entertainment-Profil auf und soll insbesondere mit Serien, Reality-Formaten und Unterhaltungsshows verbunden sein. Sky steht klar für Live-Sport, Discovery+ für Dokumentationen und Magazine, Welt live für Nachrichten.

Die wichtigsten Nutzungsmotive über alle Plattformen hinweg sind Unterhaltung (66 Prozent), Abschalten und Entspannen (49 Prozent) sowie Information (39 Prozent). Gleichzeitig wächst das Orientierungsproblem: 61 Prozent der Befragten fühlen sich durch die Vielzahl der Anbieter manchmal überfordert, 57 Prozent von der Inhaltsvielfalt innerhalb der einzelnen Dienste. 59 Prozent geben an, beim Streaming oft zu viel Zeit mit der Suche nach passenden Inhalten zu verbringen.

Streaming-Dienste haben klare Profile im Bewegtbild-Alltag. Quelle: zvg

16- bis 29-Jährige als intensivste Streaming-Zielgruppe

Bei der Nutzungsfrequenz stechen die 16- bis 29-Jährigen deutlich hervor: 92 Prozent dieser Altersgruppe schauen mindestens einmal pro Monat Videos auf Social-Media-Plattformen wie YouTube, Instagram, TikTok oder Twitch (Gesamtbevölkerung: 69 Prozent). 88 Prozent nutzen mindestens einmal pro Monat abonnementbasierte Streaming-Dienste wie Amazon Prime Video, Netflix, RTL+ oder Joyn (Gesamt: 71 Prozent; 30–49 Jahre: 81 Prozent; 50+: 56 Prozent).

Mit zunehmendem Alter verschiebt sich der Fokus: Social Video verliert an Relevanz, während Sender-Mediatheken von ARD und ZDF sowie TV-Streaming-Portale wie Waipu.tv, Zattoo oder MagentaTV mit 67 Prozent monatlicher Nutzung und einem ausgewogenen Altersprofil konstant stark bleiben. Videos auf Nachrichtenangeboten wie n-tv oder Welt Live bilden mit 40 Prozent monatlicher Nutzung und einer überdurchschnittlich männlichen und jüngeren Zielgruppe die vierte Säule im Markt.

Bei der Wahl des Streaming-Angebots dominieren laut Studie Preis (62 Prozent) und verfügbare Inhalte (48 Prozent). Deutlich dahinter folgen Flexibilität (31 Prozent), Werbefreiheit (26 Prozent) und Aktualität der Inhalte (25 Prozent).

Der Fernseher bleibt Streaming-Zentrale Nummer eins

Trotz der mobilen Nutzungsgewohnheiten jüngerer Zielgruppen bleibt der Fernseher das meistgenutzte Streaming-Gerät: 68 Prozent der Befragten streamen auf dem grossen Bildschirm, gefolgt von Smartphone (55 Prozent), Tablet (31 Prozent) und Laptop (29 Prozent). 84 Prozent schauen Filme und Serien am liebsten auf dem Big Screen, während für Social-Media-Videos das Smartphone das Gerät der Wahl ist (70 Prozent).

Daneben ist Second Screening fest im Alltag verankert: 31 Prozent nutzen häufig oder immer einen zweiten Bildschirm – nicht nur für Ablenkung (32 Prozent), sondern auch für Kommunikation (33 Prozent), Zusatzinformationen (25 Prozent) oder schlicht aus Gewohnheit (30 Prozent). Auch Co-Viewing bleibt relevant: 51 Prozent derjenigen, die Inhalte gemeinsam mit anderen konsumieren, schauen in der Regel zu zweit.

Günstigere Streaming-Abos mit Werbung sind beliebter. Quelle: zvg

Werbung im Streaming: Einbindung entscheidet über Akzeptanz

Ein besonderes Augenmerk legt der b4p-Trendreport auf die Wahrnehmung von Werbung im Streaming-Umfeld. 48 Prozent der Befragten haben grundsätzlich kein Problem mit Werbung, für mehr als die Hälfte (54 Prozent) sind kurze Werbeunterbrechungen akzeptabel. Für 69 Prozent ist ein günstigeres Abo mit Werbung attraktiver als ein teureres ohne Werbung – während 36 Prozent bereit wären, für ein komplett werbefreies Angebot mehr zu zahlen.

Entscheidend für die Akzeptanz ist die Art der Einbindung: 56 Prozent sagen, dass Werbung am Bildschirmrand weniger stört als Unterbrechungen während des Streams. 54 Prozent finden Werbung akzeptabler, wenn sie zu den eigenen Interessen passt. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) gibt an, durch Werbung manchmal interessante Produkte oder Angebote zu entdecken.

Content-Creator als wachsende Orientierungsgrösse

Im immer grösser werdenden Streaming-Dschungel gewinnen Content-Creator als Orientierungshilfe an Bedeutung. Ihre Empfehlungen beeinflussen Nutzer:innen sowohl bei der Auswahl von Filmen, Serien oder Videos (36 Prozent) als auch bei der Wahl des Streaming-Anbieters (28 Prozent). Zwei Drittel der Befragten schauen Inhalte von Creatorn zumindest gelegentlich, jeder Zweite sieht Creator auf Twitch, TikTok, Instagram, YouTube und Co.

Unabhängig von Creator setzen Nutzer:innen auf Empfehlungen der Streaming-Anbieter selbst (27 Prozent) sowie auf Trailer im regulären Fernsehprogramm (25 Prozent). Knapp jede:r Fünfte (19 Prozent) greift auf kostenpflichtige Programmzeitschriften oder Tageszeitungen und Supplements bekannter Medienmarken (16 Prozent) zurück.

Clarissa Moughrabi, GIK-Sprecherin 2026, fasst die Erkenntnisse zusammen: «Im Streaming-Dschungel ist jede Plattform ihre eigene Spezies – mit eigenen Rollen, Images und Nutzungsmomenten. Die b4p-Trends zeigen: Streaming ist nicht gleich Streaming. Wer im Wettbewerb bestehen will, muss verstehen, wofür ein Angebot steht, welche Motive die Nutzung treiben, welche Screens dabei eine Rolle spielen und wie Inhalte und Werbung dazu passen.»

Für die b4p-Trends «Streaming» wurden zwischen dem 11. und 18. Juni 2026 insgesamt 1.000 Menschen ab 16 Jahren deutschlandweit befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die deutsche Online-Gesamtbevölkerung.

Mehr Informationen zu den b4p-Studien der GIK finden sich unter: https://www.gik.media

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IGEM-Digimonitor 2026: KI-Nutzung in der Schweiz verdoppelt https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/igem-digimonitor-2026-ki-nutzung-in-der-schweiz-verdoppelt/ Tue, 25 Aug 2026 14:00:00 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=259666
Instagram behält Spitzenplatz bei Schweizer Mediennutzung. Quelle: zvg

Die Schweizer Medienlandschaft befindet sich in einem rasanten Wandel. Das zeigt der IGEM-Digimonitor 2026, den die Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) und die Wemf AG für Werbemedienforschung gemeinsam herausgeben. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die internetnutzende Schweizer Bevölkerung im Alter von 15 bis 75 Jahren – das entspricht 6,4 Millionen Personen. Besonders auffällig: Die KI-Nutzung hat sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt, Audiostreaming überholt das klassische Radio und digitale News erreichen fast die gesamte Bevölkerung.

KI wird zum Alltagshelfer für Information, Lernen und Einkauf

Künstliche Intelligenz hat sich in Rekordzeit etabliert. Seit 2024 hat sich die KI-Nutzung von 40 Prozent auf 80 Prozent verdoppelt – fast jede dritte Person nutzt KI-Tools bereits täglich. Besonders hoch ist die Verbreitung bei den 15- bis 34-Jährigen: 91 Prozent nutzen KI gelegentlich, 44 Prozent täglich. KI wird längst nicht mehr nur zum Schreiben von Texten oder für Übersetzungen eingesetzt. 57 Prozent nutzen KI für Recherchen, knapp 40 Prozent für die Einkaufsberatung. Auch für das Lernen mit Tutorials gewinnt KI an Bedeutung. Bei einer Nutzungsrate von 76 Prozent liegt die private KI-Nutzung der Bevölkerung derzeit deutlich vor der Anwendung im Beruf oder in der Ausbildung (61 Prozent).

Künstliche Intelligenz: Nutzung in der Schweiz verdoppelt. Quelle: zvg

KI wird Teil der Suche

Die klassische Suchmaschine bleibt das meistgenutzte Werkzeug im Netz: 98 Prozent der internetnutzenden Bevölkerung verwenden sie mindestens gelegentlich, mehr als zwei Drittel täglich. Gleichzeitig gewinnt KI bei der Suche stark an Bedeutung: Bereits 77 Prozent nutzen den KI-Modus in klassischen Suchmaschinen, 57 Prozent suchen gezielt über KI-Plattformen. Damit erfolgt die KI-Nutzung häufiger innerhalb etablierter Suchmaschinen als über eigenständige KI-Angebote. Für die Suche werden KI-Plattformen bereits häufiger genutzt als YouTube (34 Prozent) oder Social Media (28 Prozent). Männer setzen dabei öfter auf KI-Plattformen, Frauen suchen etwas häufiger auf Social Media.

ChatGPT ist die mit Abstand meistgenutzte KI-Plattform der Schweiz: Zwei Drittel der Bevölkerung (67 Prozent, 4,3 Millionen Personen) verwenden den Dienst zumindest gelegentlich, 17 Prozent täglich. Keine andere Plattform hat seit 2024 einen vergleichbaren Reichweitenzuwachs erzielt. Mit deutlichem Abstand folgen Gemini (32 Prozent) und Copilot (30 Prozent). Weitere Angebote wie Meta AI (13 Prozent), Claude und Perplexity (je 10 Prozent) sowie Mistral (3 Prozent) spielen derzeit eine deutlich kleinere Rolle.

ChatGPT dominiert die KI-Nutzung in der Schweiz 2026. Quelle: zvg

Digitale News erreichen fast die ganze Schweiz

Digitale News bleiben reichweitenstark: 93 Prozent der Bevölkerung nutzen Nachrichten auf Medien-Websites oder -Apps, mehr als die Hälfte täglich. Die höchste Reichweite erzielen die News-Angebote privater Schweizer Medien. Gleichzeitig sinkt die Zahlungsbereitschaft für digitale Nachrichtenangebote in allen Bevölkerungsgruppen, besonders in der Romandie, bei Männern und bei jüngeren Personen. Bei den 15- bis 34-Jährigen etabliert sich Social Media zunehmend als Nachrichtenkanal: 31 Prozent der jüngeren Altersgruppe nutzen sie täglich für Nachrichten zum aktuellen Zeitgeschehen. Für 13 Prozent sind soziale Netzwerke die einzige Newsquelle, weitere 19 Prozent kombinieren Social Media mit klassischen Medienangeboten, 24 Prozent informieren sich ausschliesslich über Medien. Auch DOOH (Digital Out of Home) spielt bei der Informationsvermittlung eine Rolle: 70 Prozent beachten Nachrichten zum aktuellen Zeitgeschehen auf Bildschirmen im öffentlichen Raum.

TV- und Video-Streaming ergänzt das klassische Fernsehen

Fernsehen bleibt in der Schweiz breit verankert: 92 Prozent der Bevölkerung nutzen TV-Angebote mindestens gelegentlich, 54 Prozent schauen täglich fern. Gleichzeitig hat sich auch Streaming etabliert: 47 Prozent der Bevölkerung streamen täglich TV- oder Videoinhalte. YouTube ist mit Abstand die meistgenutzte Video-Plattform und erreicht 80 Prozent der Bevölkerung, gefolgt von Play SRF/RTS/RSI bzw. Play Suisse (59 Prozent) und Netflix (54 Prozent). Das stärkste Wachstum der vergangenen drei Jahre verzeichnet Amazon Prime Video, dessen Reichweite von 11 Prozent auf 16 Prozent gestiegen ist. Bei den weiteren Schweizer Video-Angeboten erreichen blue+ (Super Max/Binge/Sport) 15 Prozent, Zattoo 12 Prozent, Joyn 9 Prozent, OnePlus 6 Prozent und YalloTV 4 Prozent der Bevölkerung.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (56 Prozent) war in den vergangenen sechs Monaten im Kino. Am höchsten ist die Kinonutzung bei den 15- bis 34-Jährigen: 63 Prozent waren in diesem Zeitraum mindestens einmal im Kino. Im 3-Jahres-Vergleich zeigt sich die Kinonutzung insgesamt stabil.

Tägliche Audio-Reichweite bleibt stabil – Streaming gewinnt, Radio geht zurück

Audio bleibt ein fester Bestandteil im Medienalltag: Über alle Audio-Angebote hinweg werden täglich 80 Prozent der Bevölkerung erreicht. Die Nutzung verschiebt sich jedoch weiter von Radio zu Streaming. Der tägliche Radiokonsum ist seit 2024 von 52 Prozent auf 45 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig gewinnt Audiostreaming weiter an Bedeutung: 60 Prozent der Bevölkerung hören täglich Musik oder Radio über Streaming-Dienste oder Radio-Webseiten. Spotify ist der wichtigste Streaming-Anbieter; knapp ein Drittel der Spotify-Nutzenden hört die werbefinanzierte Gratisversion. Podcasts werden von 65 Prozent der Bevölkerung mindestens gelegentlich genutzt und insbesondere von Personen mittleren Alters sowie in der Deutschschweiz häufig gehört. Mit 11 Prozent täglicher Nutzung bleiben sie jedoch deutlich hinter Radio und Streaming zurück.

KI-Nutzung in der Schweiz seit 2024 verdoppelt. Quelle: zvg

Gaming wird zum Mainstream – Wachstum besonders bei älteren Zielgruppen

Gaming gewinnt in der Schweiz weiter an Bedeutung: 60 Prozent der Bevölkerung spielen mindestens gelegentlich digitale Spiele. Das Wachstum zeigt sich insbesondere in der Deutschschweiz, bei Männern und bei Personen ab 55 Jahren. Auch die tägliche Nutzung nimmt zu: Besonders auffällig ist die Entwicklung bei älteren Frauen – mittlerweile spielt jede dritte Frau zwischen 55 und 75 Jahren täglich digitale Spiele. 44 Prozent der Bevölkerung spielen auf dem Smartphone, 28 Prozent mindestens gelegentlich auf einer Spielkonsole.

Das Smartphone bleibt das zentrale digitale Gerät im Alltag: 96 Prozent der Bevölkerung nutzen es mindestens gelegentlich. Zulegen konnten in den vergangenen drei Jahren insbesondere Smartwatches, deren Nutzung von 27 Prozent auf 32 Prozent gestiegen ist, sowie Kopfhörer und Headsets (von 74 Prozent auf 77 Prozent). AI Glasses (auch KI-Brillen oder Smart Glasses genannt) hingegen sind bislang ein Nischenphänomen: Erst 2 Prozent der Bevölkerung nutzen entsprechende Geräte, etwa Ray-Ban Meta Wayfarer. Die grösste Offenheit zeigt sich bei den 20- bis 24-Jährigen.

Instagram bleibt an der Spitze der Social-Media-Plattformen

Zwei Drittel der Bevölkerung nutzen Social Media täglich. Während die Nutzung in der Deutschschweiz und bei Personen ab 55 Jahren signifikant tiefer ausfällt, gehören soziale Netzwerke für jüngere Zielgruppen fest zum Alltag. Social Media dient primär der Unterhaltung, mehr als die Hälfte der Bevölkerung nutzt es aber auch als Nachrichtenkanal. 44 Prozent nutzen Social Media für E-Learning. Social Commerce, also der direkte Kauf über Social Media, bleibt dagegen mit 18 Prozent Nutzung vergleichsweise wenig verbreitet.

Instagram behauptet seine Spitzenposition als meistgenutzte Social-Media-Plattform: 45 Prozent der Bevölkerung nutzen Instagram täglich, vor Facebook (26 Prozent), Snapchat (16 Prozent) und TikTok (14 Prozent). Deutlich an Reichweite verloren hat X (ehemals Twitter): Die Nutzung sank seit 2024 von 17 Prozent auf 10 Prozent. Bei den 15- bis 34-Jährigen liegt Instagram mit 72 Prozent täglicher Nutzung deutlich an der Spitze, vor Snapchat (44 Prozent) und TikTok (31 Prozent).

Instagram bleibt besonders bei Frauen und Jüngeren dominant. Quelle: zvg

Mehr als ein Drittel kauft bei Temu, Shein oder AliExpress ein

Online-Shopping ist fest etabliert und findet zunehmend mobil statt: 66 Prozent kaufen über das Smartphone ein, 64 Prozent über den PC oder Laptop. Besonders aktiv sind die 30- bis 49-Jährigen. Für Produktinformationen sind Online-Shops die erste Anlaufstelle: 91 Prozent informieren sich mindestens gelegentlich dort. Für die Einkaufsberatung etablieren sich KI-Plattformen (39 Prozent) bereits auf Augenhöhe mit YouTube (40 Prozent) und vor Social Media (36 Prozent). Als direkter Shopping-Kanal werden KI-Plattformen (6 Prozent) und YouTube (2 Prozent) dagegen bislang nur selten genutzt. Auffällig ist die Verbreitung chinesischer Shopping-Plattformen: Bereits 36 Prozent der Bevölkerung kaufen auf Temu, Shein oder AliExpress ein. Besonders hoch ist die Nutzung im Tessin (48 Prozent) und in der Romandie (43 Prozent).

Zur Studie IGEM-Digimonitor 2026

Der IGEM-Digimonitor erhebt seit 2014 jährlich die Nutzung von elektronischen Medien und Geräten in der Schweiz. Ab 2024 sind die Daten repräsentativ für die internetnutzende Schweizer Bevölkerung im Alter von 15 bis 75 Jahren (6,4 Millionen Personen). Die Online-Befragung fand von März bis April 2026 statt. Intervista hat im Auftrag der IGEM und der Wemf 1’957 Personen befragt, davon 1’002 in der Deutschschweiz, 747 in der Romandie und 208 in der italienischsprachigen Schweiz. Das Vertrauensintervall beträgt maximal +/- 2,2 Prozentpunkte. Die Ergebnisse stehen den IGEM-Mitgliedern kostenlos zur Verfügung. Nicht-Mitglieder können die Studie für CHF 5’000 beziehen.

Weitere Informationen zur Studie finden sich unter www.igem.ch.

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Goldbach Video Network: 93 Prozent Reichweite in der Schweiz https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/goldbach-video-network-93-prozent-reichweite-in-der-schweiz/ Fri, 03 Jul 2026 05:13:34 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=258442
Junge Zielgruppen nutzen GVN intensiv in der Schweiz. Quelle: zvg

Im Februar 2026 wurden 1’293 Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz im Rahmen einer repräsentativen Online-Befragung zu ihrem Nutzungsverhalten auf verschiedenen Video-Plattformen befragt. Die Ergebnisse der GVN-Studie 2026 bestätigen: Das Goldbach Video Network behauptet seine Spitzenposition im Schweizer Bewegtbildmarkt – mit einer monatlichen Nettoreichweite von 93 Prozent.

Höchste Reichweite im Goldbach Video Network

Mit 93 Prozent monatlicher Nettoreichweite liegt das Goldbach Video Network (GVN) deutlich vor allen verglichenen Anbietern. YouTube folgt mit 75 Prozent auf dem zweiten Platz. Die Studie dokumentiert damit eine konstant hohe Nutzung und bestätigt das GVN als reichweitenstärkstes Videoportfolio der Schweiz.

Die Reichweitenwerte verteilen sich dabei über alle Altersgruppen: Bei den 30- bis 49-Jährigen erzielt das GVN mit 94 Prozent seinen höchsten Wert. Bei den 50-Jährigen und Älteren liegt die Reichweite bei 93 Prozent. Bemerkenswert ist die Leistung bei der jüngsten Gruppe: Bei den 15- bis 29-Jährigen erreicht das Netzwerk eine Reichweite von 90 Prozent – eine Altersgruppe, die in der Medienplanung als besonders schwer erreichbar gilt.

Sub-Netzwerke auf konstantem Niveau

Auch auf Ebene der Sub-Netzwerke liefert die Studie relevante Erkenntnisse. Das Goldbach Digital TV Network, das alle digitalen TV-Plattformen aus dem Portfolio von Goldbach vereint, erzielt eine monatliche Nettoreichweite von 54 Prozent und eine Wochenreichweite von 34 Prozent. Im Vergleich zu 2025 (Monat: 54 Prozent / Woche: 35 Prozent / Tag: 12 Prozent) bleiben die Werte konstant hoch – die tägliche Nutzung legte 2026 mit 13 Prozent sogar um einen Prozentpunkt zu.

Die themenspezifischen Umfeld-Netzwerke innerhalb des GVN verzeichnen gemäss Studie besonders hohe Affinitätswerte bei unterschiedlichen Zielgruppen – etwa bei reiseaffinen Personen im Sport-Umfeld oder bei wirtschaftlich Interessierten.

Crossmediale Planung über TV, CTV und Online-Video

Die Studienresultate unterstreichen laut Goldbach, dass Bewegtbildkampagnen heute nicht entlang einzelner Ausspielwege geplant werden sollten, sondern kanal- und geräteübergreifend. Das GVN soll in Kombination mit Linear TV, YouTube und Social-Video hohe medienübergreifende Nettoreichweiten erzielen. Die Planung richte sich dabei flexibel nach Zielgruppe, Budget und Kampagnenziel.

Ein zusätzlicher Faktor im CTV-Bereich ist der Co-Viewing-Effekt: Im Schnitt sitzen 2,3 Personen gemeinsam vor dem grossen Bildschirm; bei jüngeren Zuschauenden liegt dieser Wert sogar bei 2,5 Personen. Für Werbetreibende bedeutet dies einen organischen Reichweiten-Bonus pro ausgespielter Werbeeinblendung. Besonders beliebt für das gemeinsame Fernseherlebnis im Goldbach CTV Network seien die Genres Action-Filme und Dokumentationen.

Goldbach Video Network mit hoher Werbeakzeptanz

Qualitativ hebt sich das GVN laut Studie ebenfalls von der Konkurrenz ab. Bei Informationswert, Glaubwürdigkeit und wahrgenommener Qualität der Inhalte erzielt das Netzwerk überdurchschnittliche Bewertungen. Bei Aufmerksamkeit, Interesse und Sympathie der Video-Werbeeinblendungen belegt das GVN im Marktvergleich jeweils den ersten Platz. Video Ads im GVN würden nicht nur regelmässig wahrgenommen, sondern auch als deutlich sympathischer eingestuft als vergleichbare Formate auf YouTube, Instagram oder TikTok.

«Dass das GVN auch in der zehnten Erhebungswelle die höchste Reichweite im Markt hält, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Qualität. Reichweite allein genügt nämlich nicht. Was das GVN auszeichnet, ist die Kombination aus hoher Nutzung und einem Umfeld, dem die Menschen vertrauen. Diese Akzeptanz schlägt sich direkt in der Wirkung der Werbung für unsere Kund*innen nieder», sagt Sanja Ruggiero, Sales Director und Deputy Managing Director der Goldbach Audience.

Weitere Informationen zur Studie und zum Goldbach Video Network finden sich unter https://www.goldbach.com.

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b4p-Trendreport: Nachrichtenkonsum Trends zeigen Stärke journalistischer Medien https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/b4p-trendreport-nachrichtenkonsum-trends-zeigen-staerke-journalistischer-medien/ Thu, 02 Jul 2026 05:28:42 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=258360
Journalistische Medien bleiben Anker im Nachrichtenalltag. Quelle: Unsplash

Die Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) hat mit ihrem b4p-Trendreport «News im Wandel – Wie sich der Nachrichtenalltag verändert» eine repräsentative Online-Befragung ausgewertet, die die aktuellen Nachrichtenkonsum Trends in Deutschland umfassend beleuchtet. Das Ergebnis ist eindeutig: Journalistische Medienmarken behaupten ihre zentrale Stellung im Informationsalltag – ungeachtet der wachsenden Konkurrenz durch Social Media und Künstliche Intelligenz.

Journalistische Medien als zentrale Orientierungsinstanz

Für 85 Prozent der Befragten stehen Nachrichtenkanäle etablierter Medien für aktuelle Informationen. Gleichzeitig werden journalistische Nachrichtenmedien als wichtige Instanz zur Orientierung (78 Prozent), Meinungsbildung (74 Prozent) und demokratischen Teilhabe (73 Prozent) wahrgenommen. Diese Zahlen unterstreichen, dass gedruckte wie digitale Nachrichtenformate weit mehr als reine Informationslieferanten sind – sie erfüllen eine gesellschaftliche Funktion.

Dabei greifen Nutzer:innen je nach Situation auf unterschiedliche Kanäle und Formate zurück. Für schnelle Information dominieren Nachrichten-Websites oder -Apps mit 66 Prozent. Für vertiefte und strukturierte Informationen bevorzugen 49 Prozent die Zeitung oder das E-Paper, während Bewegtbildformate von 54 Prozent vor allem zum unmittelbaren Erleben von Ereignissen – etwa Live-Berichterstattung – genutzt werden. 62 Prozent der Befragten erwarten zudem, Nachrichteninhalte kanalübergreifend abrufen zu können.

Social Media als Nebenbei-Medium und gezielter Kanal

Social Media spielt ebenfalls eine relevante Rolle im Informationsmix: 63 Prozent der Befragten stossen dort eher beiläufig auf aktuelle Nachrichten. Gleichzeitig nutzt jede:r Zweite gezielt die Social-Media-Kanäle etablierter Medienmarken, um sich schnell über die wichtigsten Schlagzeilen des Tages zu informieren. Damit zeigt sich, dass Social Media weniger als eigenständige Nachrichtenquelle denn als Zugangspunkt zu journalistischen Inhalten fungiert.

Newsletter und Podcasts als eigenständige Formate

Ein zentraler Befund der Studie betrifft die Nachrichtenkonsum Trends rund um Newsletter und Podcasts: Beide Formate haben sich als fester Bestandteil des Informationsalltags etabliert. 37 Prozent der Befragten nutzen Newsletter, um sich schnell und strukturiert einen kompakten Überblick über relevante Themen zu verschaffen. Podcasts kommen dagegen vor allem dann zum Einsatz, wenn Nutzer:innen sich ausführlicher mit komplexen Themen befassen und Einordnung sowie Hintergrundwissen gefragt sind (29 Prozent).

Besonders ausgeprägt ist das Wachstumspotenzial bei lokalen und regionalen Newsletter-Angeboten: 71 Prozent der Befragten bekunden Interesse an solchen Formaten – bislang haben jedoch erst 22 Prozent ein entsprechendes Angebot abonniert. Unter denjenigen, die bereits einen Medien-Newsletter abonniert haben, sind neben lokalen und regionalen Inhalten (52 Prozent) vor allem thematisch spezialisierte Angebote (44 Prozent) sowie kuratierte Nachrichtenüberblicke (41 Prozent) beliebt.

KI als Einstieg – Verifikation bleibt journalistischen Quellen vorbehalten

Der Einfluss von KI-Anwendungen und Chatbots auf die Nachrichtennutzung wächst, doch auch hier zeigt die Studie ein differenziertes Bild: Mehr als die Hälfte der KI-Anwender:innen (56 Prozent) nutzen Chatbots als erste Orientierung, wechseln danach jedoch zu journalistischen Angeboten, um Informationen zu prüfen und zu vertiefen. 69 Prozent bezeichnen KI zwar als hilfreich für einen ersten Überblick, vertrauen bei aktuellen Nachrichten aber eher den Originalquellen. 78 Prozent erwarten Transparenz bei den Quellen, 77 Prozent hinterfragen die bereitgestellten Informationen kritisch.

Als besonders kritisch im Umgang mit KI erweist sich die Gen Z: 85 Prozent der 16- bis 29-Jährigen halten transparente Quellenverweise etablierter Medien in KI-Anwendungen für wichtig – deutlich mehr als bei den 30- bis 49-Jährigen sowie den mehr als 50-Jährigen (jeweils 76 Prozent). Gleichzeitig nutzen 77 Prozent der Gen Z KI-Anwendungen für einen ersten Überblick, vertrauen danach aber eher redaktionellen Angeboten. Zwei Drittel vertiefen sich nach der KI-Nutzung zusätzlich in journalistische Originalquellen, während nur 23 Prozent sich primär auf KI verlassen.

Ein überraschender Befund betrifft das Vertrauen der Gen Z in journalistische Medien: 63 Prozent halten die Informationen in deutschen Medien für glaubwürdig – der höchste Wert unter allen Altersgruppen. 72 Prozent nutzen Social-Media-Kanäle etablierter Medienmarken für den schnellen Schlagzeilen-Check, 69 Prozent greifen direkt auf Nachrichten-Websites oder Apps zurück.

Clarissa Moughrabi, Sprecherin der GIK-Geschäftsführung, fasst die Erkenntnisse so zusammen: «Die News Journey ist heute vielfältiger denn je. Nutzer:innen wechseln je nach Situation zwischen App, Zeitung, Newsletter, Podcast, Video, Social Media und KI. Während Social Media und KI zusätzliche Zugänge zu Themen und Nachrichten schaffen, bleiben journalistische Medienmarken über alle Kanäle hinweg die zentrale Instanz für Orientierung, Glaubwürdigkeit, Verifikation und Vertiefung.»

Weitere Informationen zum b4p-Trendreport sind auf der Website der GIK verfügbar: https://www.gik.de

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WM 2026 Vorfreude in der Schweiz: Nur 41 Prozent im Fussballfieber https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/wm-2026-vorfreude-in-der-schweiz-nur-41-prozent-im-fussballfieber/ Wed, 24 Jun 2026 06:57:29 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=257834
WM-Vorfreude in der Schweiz verhalten. Quelle: zvg

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 gilt als eines der global bedeutendsten Sportereignisse – mit enormer medialer Reichweite und grosser Relevanz für Marken weltweit. Doch wie ausgeprägt ist die WM 2026 Vorfreude in der Schweizer Bevölkerung tatsächlich? Dieser Frage geht der aktuelle Minireport von YouGov nach, der unter dem Titel «Kick Off 2026: Die Schweiz im WM Fieber?» ein differenziertes Stimmungsbild des Schweizer Markts zeichnet.

Verhaltene Gesamtstimmung, klare Potenziale

Das Ergebnis fällt nüchtern aus: Lediglich 41 Prozent der Schweizer Bevölkerung geben an, sich auf das Turnier zu freuen. Damit liegt die WM 2026 Vorfreude hierzulande auf einem vergleichsweise tiefen Niveau. Gleichzeitig zeigt der Report, dass sich innerhalb der Gesamtbevölkerung deutlich enthusiastischere Segmente identifizieren lassen – insbesondere bei jungen Erwachsenen sowie bei Personen mit ausgeprägtem Fussball-Interesse soll die Vorfreude gemäss YouGov merklich höher ausfallen.

Der Report basiert auf aktuellen YouGov-Surveys-Daten und soll Werbetreibenden und Markenverantwortlichen eine datenbasierte Grundlage bieten, um relevante Zielgruppen rund um die WM 2026 gezielt zu identifizieren und anzusprechen. In einem Umfeld, in dem Aufmerksamkeit zunehmend fragmentiert ist und Konsument:innen selektiver werden, gewinnt eine präzise Zielgruppenansprache laut der Mitteilung an Bedeutung.

Zielgruppen, Viewing-Verhalten und Markenwahrnehmung

Der Minireport liefert nach eigenen Angaben Einblicke in verschiedene Dimensionen des WM-Konsums. Untersucht werden unter anderem Unterschiede in der Vorfreude nach Alter, Geschlecht und Fussball-Interesse. Zudem analysiert die Studie das erwartete Viewing-Verhalten rund um das Turnier und beleuchtet, welche Personengruppen planen, die WM aktiv zu verfolgen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Markenwahrnehmung und Glaubwürdigkeit von Marken im Kontext der WM 2026 – ein Aspekt, der für Unternehmen relevant sein dürfte, die im Umfeld des Turniers kommunizieren wollen.

Der vollständige Minireport kann direkt bei YouGov abgerufen werden: https://yougov.de

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Zattoo TV-Streaming: 20 Jahre nach dem ersten WM-Livestream https://www.markt-kom.com/fr/medien/mediennutzung/zattoo-tv-streaming-20-jahre-nach-dem-ersten-wm-livestream/ Tue, 09 Jun 2026 10:04:57 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=256964
Zattoo: Vor 20 Jahren erster WM-Stream via Internet. Quelle: zvg

Zattoo TV-Streaming: Ein Pioniermoment, der die Branche veränderte

Als Deutschland und Costa Rica am 9. Juni 2006 die Fussball-Weltmeisterschaft eröffneten, schrieb ein Zürcher Startup Streaming-Geschichte: Zattoo übertrug das Spiel live, kostenlos und legal über das Internet auf den Computer – mit gerade einmal rund einem Dutzend Mitarbeitenden in den USA und Zürich. Damit brachte Zattoo TV-Streaming als erster Anbieter weltweit als kostenloses Live-TV-Angebot auf den PC. Zu einer Zeit, in der es noch keine Smart-TVs gab, DVDs noch per Post verliehen wurden und Streaming für viele noch kein Alltagsbegriff war, machte das Unternehmen erstmals sichtbar, wie Fernsehen über das Internet funktionieren kann.

Der Name Zattoo geht auf das japanische Wort zattō zurück und bedeutet so viel wie «Menschenmenge» oder «belebtes Treiben» – passend zur Idee, viele Menschen zu einem gemeinsamen Live-TV-Erlebnis im Internet zusammenzubringen. Die Vision hatten die Schweizerin Bea Knecht und Sugih Jamin, Professor an der University of Michigan, bereits 2005 in den USA entwickelt. Zum Start wurden die Streams über ein Peer-to-Peer-Netzwerk übertragen. Schon 2007 zählte Zattoo in seinen damaligen Märkten 850’000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer.

Zattoo: Pionier des Live-TV-Streamings seit 2006. Quelle: zvg

Von der Pionierleistung zum Alltag: Was die Zahlen zeigen

Heute ist aus jenem Pioniermoment Alltag geworden. Aktuelle Zattoo-Streaming-Insights zeigen, wie stark sich der Zugang zu Live-TV verändert hat: Zwischen März 2025 und März 2026 wurden über Zattoo rund 1,26 Milliarden Streaming-Stunden genutzt. Laut dem Zattoo TV-Streaming-Report 2026 Schweiz, durchgeführt von YouGov im Auftrag von Zattoo, empfangen 2026 bereits 71 Prozent der Haushalte in der Schweiz Fernsehen über das Internet. 78 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz nutzen TV-Streaming zumindest teilweise für ihren TV-Konsum, und 58 Prozent der Befragten greifen dafür auf Smart-TVs zurück. 82 Prozent gehen davon aus, auch in fünf Jahren noch Live-TV zu nutzen.

«Vor 20 Jahren hat Zattoo gezeigt, dass Fernsehen über das Internet nicht nur möglich ist, sondern einfacher, flexibler und zugänglicher werden kann. Dieser Anspruch treibt uns bis heute an. Mit der WM 2026 führen wir ihn weiter: Was damals am Computer begann, ist heute überall dort verfügbar, wo die Fans gerade sind. Auf dem grossen Bildschirm genauso wie unterwegs auf dem Smartphone», sagt Tina Rodriguez, CEO ad interim von Zattoo.

Heute zählt Zattoo zu den führenden TV-Streaming-Anbietern Europas. Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz, Deutschland und Österreich streamen mit Zattoo Live-TV, Replay-TV und On-Demand-Inhalte auf nahezu allen relevanten Geräten. Darüber hinaus stellt Zattoo seine Technologie Netzbetreibern und Medienunternehmen als TV-as-a-Service-Plattform bereit und arbeitet nach eigenen Angaben mit mehr als 30 B2B-Kunden weltweit zusammen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 220 Mitarbeitende und hat seinen Hauptsitz in Zürich sowie einen weiteren Standort in Berlin.

Neue Markenkampagne mit «Du siehst überall Fussball? Wir auch!»

Dass Fussball auch 20 Jahre später Menschen verbindet, greift Zattoo in einer neuen Markenkampagne auf, die gemeinsam mit den Agenturen Who is Daisy und DAMM & BIERBAUM entwickelt wurde. Unter dem Claim «Du siehst überall Fussball? Wir auch!» macht sie sichtbar, wie Fussball während einer WM plötzlich allgegenwärtig wird: beim Einweisen von Autos, in der Gärtnerei, beim Warten an der Bushaltestelle oder beim Einkaufen. Eine Melone wird zum Ball, eine Haltestelle zum Goal und eine Vase zum Siegerpokal. Der übergeordnete Markenclaim «Streaming starts here» schlägt dabei den Bogen zum Zattoo-Ursprung: dem ersten kostenlosen und legalen WM-Livestream über das Internet im Jahr 2006. Die Kampagne läuft ab 10. Juni in der Schweiz über TV, Digital und Social Media.

Zur WM 2026 überträgt Zattoo in der Schweiz alle Spiele live. Das Angebot umfasst nach eigenen Angaben mehr als 370 TV-Sender, unbegrenztes Streaming auf allen Geräten und ein monatlich kündbares Abo, das 30 Tage kostenlos getestet werden kann.

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