Digital Kategorie - m&k https://www.markt-kom.com/fr/kategorie/digital/ Die kreativen Seiten der Wirtschaft Thu, 01 Oct 2026 07:00:32 +0000 fr-FR hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://www.markt-kom.com/wp-content/uploads/2024/07/favicon-150x150.png Digital Kategorie - m&k https://www.markt-kom.com/fr/kategorie/digital/ 32 32 Swiss E-Commerce Confidence Study: Vertrauen statt Checkout https://www.markt-kom.com/fr/digital/commerce/swiss-e-commerce-confidence-study-vertrauen-statt-checkout/ Thu, 01 Oct 2026 07:00:32 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=262272
Schweizer nutzen vermehrt den Onlinehandel. Quelle: Unsplash

Swiss E-Commerce Confidence Study liefert neue Datenbasis

Die Swiss E-Commerce Confidence Study 2026 von YouGov liefert eine fundierte Datengrundlage zum digitalen Einkaufsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Im Zentrum der Erhebung stehen digitale Zugangs- und Orientierungspunkte, die Entscheidungssicherheit der Konsumentinnen und Konsumenten, relevante Barrieren sowie jene Faktoren, die das Vertrauen entlang der digitalen Shopper Journey stärken.

Warum Online-Shopping nicht im Warenkorb gewonnen wird

Rund 88 Prozent der Befragten in der Deutsch- und Westschweiz haben in den vergangenen drei Monaten online nach Produkten gesucht, Preise verglichen oder Produkte gekauft. Die Adoptionsfrage scheint damit weitgehend beantwortet. Offen bleibt laut der Studie jedoch, was es braucht, damit aus digitaler Orientierung tatsächlich ein Kauf wird.

Die YouGov-Studie zeigt, dass Konsumentinnen und Konsumenten das Internet vor allem als Orientierungsraum nutzen. Gleichzeitig entstehen Unsicherheiten den Daten zufolge häufig nicht dort, wo viele E-Commerce-Initiativen ansetzen. Nur acht Prozent nennen den Checkout als einen Bereich, in dem ihnen beim Online-Shopping besonders Sicherheit fehlt. Deutlich häufiger geht es um Vertrauen in Anbieter und Shop, um Rückgabe, Garantie, Kundendienst sowie Produktgewissheit.

Vertrauen als entscheidender Erfolgsfaktor

Für Händler, Plattformen und Marken bedeutet das laut der Studie: Online-Erfolg entsteht nicht nur durch Reichweite, Preis und reibungslose Technik. Entscheidend ist, ob entlang der digitalen Shopper Journey genügend Vertrauen entsteht – vor dem Kauf, im Kaufmoment und mit Blick auf das, was nach dem Kauf passiert. Die vorgestellten Datenpunkte zeigen damit bereits, welche Faktoren das Vertrauen im Schweizer E-Commerce besonders prägen.

Weitere Informationen zur Studie finden sich unter https://yougov.com/de-de/reports/55611-swiss-e-commerce-confidence-study-2026.

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Museum für Kommunikation sammelt erstmals eine KI https://www.markt-kom.com/fr/digital/museum-fuer-kommunikation-sammelt-erstmals-eine-ki/ Tue, 29 Sep 2026 07:28:59 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=262128
Das Berner Museum erweitert seine Kernausstellung. Quelle: zvg

Künstliche Intelligenz wird zum Sammlungsstück

Künstliche Intelligenz ist auf Tagungen, an Events und in Medien allgegenwärtig. Seit ChatGPT Ende 2022 aufgetaucht ist, hat sich die digitale Welt nach Angaben des Museums für Kommunikation grundlegend verändert. Large Language Models würden ganze Branchen umkrempeln und Arbeitsweisen sowie Alltag verändern. Das Museum für Kommunikation hat sich deshalb entschieden, die Künstliche Intelligenz in seine Sammlung aufzunehmen. Nach eigenen Angaben ist es das erste Museum der Schweiz und möglicherweise eines der ersten weltweit, das ein grosses Sprachmodell sammelt.

Archiviert wird eine vollständige Kopie des Large Language Models Apertus vom Juli 2026. Diese Künstliche Intelligenz ist ein Schweizer Produkt und wurde von der ETH Zürich, der EPFL und dem Schweizerischen Nationalen Hochleistungsrechenzentrum (CSCS) entwickelt. Im Gegensatz zu den meisten bekannten Large Language Models wird Apertus als Open-Source-Modell entwickelt. Dadurch kann eine vollständige Kopie des Modells archiviert und langfristig erhalten werden.

Ein Fenster in die Wissenswelt von 2026

Die archivierte Kopie soll es künftig ermöglichen, in die Wissenswelt von 2026 einzutauchen und Antworten auf Grundlage des damaligen Wissensstands zu generieren. So werde nicht nur ein Stück Zeitgeschichte dokumentiert, sondern auch ein Vergleich zwischen einer früheren Welt und der Gegenwart möglich. Damit würden die Denk- und Wissensgrundlagen von 2026 ebenso nachvollziehbar wie die Annahmen und Gewichtungen, die dem Modell zugrunde liegen. Erst dadurch würden Entwicklungen nachvollziehbar. Das Museum in Bern unterstreicht damit seinen Anspruch, nicht nur die Vergangenheit zu dokumentieren, sondern als lebendiges Museum auch Gegenwart und Zukunft abzubilden.

Neues KI-Lab in der Kernausstellung

Die Fragen rund um KI bringt das Museum für Kommunikation auch in seine Ausstellung. Dazu wurde in der Kernausstellung im Bereich «Datacenter» das KI-Lab eröffnet. Hier befasst sich das Museum mit den Chancen und Herausforderungen der digitalen Kommunikation. Mit dem KI-Lab haben die Kommunikator:innen neu die Möglichkeit, bei ihren Aktivitäten mit den Besuchenden einen Schwerpunkt auf KI zu setzen. Gemeinsam mit dem Publikum diskutieren sie, wie Prompting funktioniert und welche Rolle künstliche Intelligenz bereits heute im Alltag spielt. Das Museumsteam vermittelt damit Wissen und Erlebnisse zu dieser neuen Kulturtechnik, die den Alltag gerade umkrempelt.

Das Museum für Kommunikation bietet eine schweizweit einzigartige Begegnung mit der Welt der Kommunikation. Für seine interaktiven Ausstellungen wurde es 2019 als erst drittes Museum der Schweiz mit dem Museumspreis des Europarates ausgezeichnet. Gegründet wurde das Haus 1907, im vergangenen Jahr waren 130’000 Besuchende zu Gast. Das Museum für Kommunikation ist Teil des Museumsquartiers Bern, in dem Kultur, Geschichte, Wissenschaft, Kunst und Innovation zusammenkommen.

Weitere Informationen zum Museum für Kommunikation und seinen Ausstellungen finden sich unter https://www.mfk.ch.

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Zurich Summit am ZFF: Wie TikTok das Kino neu erfindet https://www.markt-kom.com/fr/digital/zurich-summit-wie-tiktok-das-kino-neu-erfindet/ Mon, 28 Sep 2026 20:22:11 +0000 https://www.markt-kom.com/?p=262053

Wenn sich an einem Spätsommertag die globale Film- und Entertainment-Elite hoch über Zürich im Grand Hotel Dolder versammelt, prallen Welten aufeinander, die eigentlich zusammengehören: das klassische Handwerk des grossen Leinwand-Storytellings und die rasante Dynamik sozialer Plattformen. Im Rahmen des Zurich Summit am Zurich Film Festival wurde eine fundamentale Verschiebung diskutiert: Wie verändert sich das Mediennutzungsverhalten der jungen Zielgruppen – und wie begeistert man eine heranwachsende Generation für das Kinoerlebnis?

Den Auftakt machte Hasmik Matinyan, Publisher Manager Entertainment DACH bei TikTok, mit einer Bestandsaufnahme zur Plattformkultur. In der anschliessenden Diskussionsrunde – moderiert von Don Macanlalay (Senior Social Media Director, The Film Zone) und hochkarätig besetzt mit Oliver Berben (CEO Constantin Film), Linda Fiolka (Head of Marketing Constantin Film), Julie La’Bassiere (Chief Strategy Officer DDA) und Matinyan selbst – ging es um weit mehr als um klassische Marketingkampagnen: Es ging um die Demokratisierung der Filmkultur.

Die neue Mundpropaganda: 12 Millionen Beiträge täglich

Die Zahlen, die Matinyan präsentierte, untermauern das Ausmass dieses Wandels: Über 12 Millionen Posts rund um Film und TV werden täglich weltweit auf TikTok veröffentlicht – eine Zahl, die sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat.

Zurich Summit 2026: Hasmik Matinyan, Publisher Manager Entertainment DACH bei TikTok

Im Jahr 2025 waren 15 der Top-20-Kinostarts in Europa virale Hits auf TikTok mit durchschnittlich 14 Millionen Aufrufen. TikTok funktioniert dabei nicht mehr als passives Abspielmedium, sondern als globale Entdeckungsmaschine. 40 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer geben an, auf der Plattform Filme zu entdecken, von denen sie andernfalls nie erfahren hätten. Einer von fünf Nutzern startet bereits innerhalb von 30 Sekunden nach dem Öffnen der App eine konkrete Suche. Der Hashtag #WhatToWatch verzeichnet mittlerweile über sieben Millionen Beiträge.

Zurich Summit 2026: Hasmik Matinyan, Publisher Manager Entertainment DACH bei TikTok
Wirkungsmechanik der Plattform: Der als Unendlichkeitsschleife angelegte Kreislauf («TikTok drives Film discovery & fandom shaping culture that leads to real-world impact») zeigt, wie aus individueller Entdeckung (1. Discovery) und kollektivem Austausch (2. Community) kreative Beteiligung (3. Creativity) entsteht. Im Zentrum steht das Resultat: konkrete Handlung (Action) – der Gang ins Kino und der Kauf von Tickets.

Die entscheidende Dynamik: Über 90 Prozent der Inhalte zu Filmen und Serien stammen nicht von offiziellen Publisher-Accounts, sondern direkt aus der Community und von Creatorinnen und Creatorn. 83 Prozent der Nutzer empfinden diese Fan-Inhalte als authentisch, 57 Prozent als unterhaltsamer als herkömmliche Formate.  Creator sind damit die moderne, wirkmächtigste Mundpropaganda der Filmbranche. Hasmik Matinyan brachte es in ihrer Keynote so auf den Punkt:

«These are not passive spectators or viewers, but active co-creators, who really shape film culture on TikTok and it goes beyond.»

Der Box-Office-Beweis: «Backrooms» und die Kraft des Vorlaufs

Dass virale Begeisterung direkt in Ticketverkäufe an der Kinokasse konvertiert, illustrierte Matinyan am Beispiel des Mystery-Horror-Hits Backrooms. Constantin Film setzte als erstes deutsches Produktionshaus ganzheitlich auf die Lösung TikTok Spotlight, die Filme direkt in der App verankert – inklusive Ticketkauf und Hintergrundinformationen.

Erfolgreiche Pionierarbeit: Hasmik Matinyan (TikTok) präsentiert am Zurich Summit die Bilanz der Kooperation mit Constantin Film: Als erster deutscher Partner nutzte das Studio «TikTok Spotlight» für 46 Titel – darunter Das Kanu des Manitu – und generierte über 40 Milliarden Views sowie zwei Millionen Fan-Posts

Bei Backrooms explodierte das Suchinteresse weit vor dem eigentlichen Kinostart:

  • Die Suchanfragen zum Hashtag #BackroomsMovie stiegen vor dem globalen US-Start im Mai um 700 Prozent.

  • Vor dem Kinostart in Deutschland im Juni legten sie nochmals um 100 Prozent zu; allein zwischen Mai und Juli wurden in Deutschland knapp eine Million filmbezogene Suchanfragen registriert.

  • Über 23’000 Posts generierte die Kampagne – 99 Prozent davon stammten direkt aus der Fan-Community.

Nahtlos vom Video ins Kino: Hasmik Matinyan (TikTok) erläutert am Zurich Summit die Mechanik von «TikTok Spotlight» am Hit Backrooms: Über Movie-Anchor, eigene IP-Detailseiten und den Search-Hub gelangen Fans vom Content direkt zu Hintergrundinfos und zum Ticketkauf
Frühzeitiger Hype zahlt sich aus: Hasmik Matinyan (TikTok) belegt am Zurich Summit mit dem Phänomen «Pre Watch Habit», wie virales Interesse an Backrooms lange vor dem Kinostart explodierte – mit Suchanstiegen von bis zu 700 % und rund einer Million Anfragen in Deutschland.

Laut internen Analysen von Constantin Film erwies sich TikTok als stärkster Einzeltreiber für den Kinobesuch – weit vor Plakatierung, klassischer Kinowerbung oder Empfehlungen von Freunden. Jeder dritte Kinobesucher gab an, wegen TikTok ins Kino gegangen zu sein; bei jüngeren Zielgruppen war der Einfluss gar doppelt so hoch. Selbst Wochen nach dem Kinostart hielt sich die Konversation in den TikTok-Filmcharts.

Erfolg weit über das Eröffnungswochenende hinaus: Hasmik Matinyan (TikTok) demonstriert am Zurich Summit («Beyond Opening Week»), wie die Fankonversation auf der Plattform das Box-Office-Momentum wochenlang aufrechterhält: Bei Backrooms stammten über 99 % der 23’000 Beiträge von Fans – und hielten den Film über Wochen im Gespräch.

Die Podiumsdiskussion: Kontrolle abgeben, Relevanz gewinnen

In der von Don Macanlalay eröffneten Podiumsdiskussion verdeutlichte Don anhand von Resident Evil und dem Phänomen Backrooms, wie stark Fans narrative Universen heute selbst weiterspinnen. Constantin-CEO Oliver Berben brachte die Herausforderung für traditionelle Filmstudios auf den Punkt: Früher habe die Maxime gegolten, die Hoheit über das eigene Material strikt zu bewahren. Heute müsse man loslassen:

«Um diesen viralen Funken zu entfachen, muss man die Kontrolle über Teile des Contents abgeben. Das ist für die Studios eine enorme Umstellung.»

Mut zum Loslassen: Constantin-Film-CEO Oliver Berben erklärt am Zurich Summit im Grand Hotel Dolder, warum Filmstudios die absolute Kontrolle über ihren Content abgeben müssen, um in sozialen Netzwerken echte virale Dynamik zu entfachen.

Für Berben ist Social Media zweierlei: Einerseits Marketingbühne und moderner Wasserspender, an dem sich Menschen austauschen; andererseits eine kreative Keimzelle für neue Stoffe und Talente. Gleichzeitig mahnte er vor naiver Automatik: Millionen Follower auf YouTube oder TikTok garantierten keineswegs einen erfolgreichen Spielfilm. Entscheidend sei nicht die reine Reichweite, sondern die echte Tiefe des Engagements.

Vom Monolog zum Dialog: Hasmik Matinyan (Publisher Manager Entertainment DACH bei TikTok) im Gespräch mit Moderator Don Macanlalay (Senior Social Media Director, The Film Zone) auf dem Podium des Zurich Summit im Grand Hotel Dolder.

Linda Fiolka betonte, wie zentral ein Perspektivwechsel für Verleiher ist: Filmmarketing darf das Publikum nicht länger als passive Empfänger behandeln, sondern muss Fans und Creator als kreative Partner begreifen. Communitys entdecken Nuancen in Geschichten, an die Marketingabteilungen oft gar nicht dächten – und schaffen damit massgeschneiderte Relevanz in ihren jeweiligen Nischen.

Fans als Partner verstehen: Linda Fiolka (Head of Marketing, Constantin Film) plädiert auf dem Podium des Zurich Summit für einen Perspektivwechsel: Studios müssen Filmbegeisterte und Creator als kreative Verbündete einbinden, um echte Relevanz in den Communitys zu stiften.

Julie La’Bassiere (DDA) wies auf die Ausweitung dieser Dynamik hin: Social-Media-Storytelling dürfe nicht auf Horrortitel oder klassische Genre-Filme verengt werden. Phänomene wie #BookTok beweisen, dass auch anspruchsvolle Dramen und Literaturadaptionen durch leidenschaftliche Online-Communitys getragen werden. Das Einbinden von Talenten und Content Creators müsse bereits bei der Buchentwicklung und am Set beginnen, nicht erst zwei Wochen vor Kinostart.

Storytelling von Beginn an mitdenken: Julie La’Bassiere (Chief Strategy Officer, DDA) plädiert am Zurich Summit dafür, Content Creator und Plattformen wie TikTok nicht erst kurz vor dem Filmstart, sondern bereits ab der ersten Drehbuchfassung partnerschaftlich einzubinden.

Demokratisiertes Kino

Wie begeistern wir die junge Generation wieder für die Magie des Kinosaals? Die einhellige Antwort auf dem Dolder-Podium lautete: durch Authentizität und radikales Zuhören. Gen Z will nicht von Gremien über 60 belehrt werden, was sie zu sehen hat. Sie will Geschichten, die ihre eigene Lebensrealität spiegeln, erzählt von Stimmen, denen sie vertraut.

TikTok nimmt dem Kino dabei nicht das Publikum weg, sondern öffnet den Trichter: Indem Fans vom ersten Moment an in die kreative Reise eingebunden werden, entsteht eine Verbindlichkeit, die den Schritt vom Smartphone-Display hinein in den Kinosessel ganz natürlich vollzieht.


Über den Zurich Summit: Wo die Zukunft des Entertainments verhandelt wird

Der Zurich Summit im Grand Hotel Dolder bildet das wirtschaftliche und strategische Herzstück des Zurich Film Festival. Jedes Jahr Ende September versammelt die hochkarätige Boutique-Konferenz führende Produzenten, Studio-Executives, Finanziers, Tech-Pioniere und Kreative aus aller Welt über den Dächern von Zürich. In vertraulichem, exklusivem Rahmen werden hier die tektonischen Verschiebungen der globalen Unterhaltungsindustrie diskutiert – von neuen Finanzierungs- und Verleihmodellen über Künstliche Intelligenz und Social-Media-Ökosysteme bis hin zur Frage, wie das Kinoerlebnis im Zeitalter digitaler Fragmentierung seine gesellschaftliche und kulturelle Relevanz behauptet.

Partnerschaft mit Zukunft: TikTok als offizieller Festivalpartner

Mit der Partnerschaft zwischen TikTok und dem Zurich Film Festival (ZFF) rückt das traditionsreiche Kinoevent noch näher an die mobile Generation heran:

  • Exklusiver Zugang: TikTok begleitet das ZFF mit offiziellen Inhalten, Creator-Aktivierungen und Livestreams direkt vom Green Carpet am Sechseläutenplatz.

  • Kreativer Schulterschluss: Filmbegeisterte Creator (#FilmTok) erhalten Zugang zu Premieren und Branchentalks, um Festivalflair und Kinobegeisterung direkt in die Feeds von Millionen junger Cineasten zu tragen.

  • Relevanz für die Leinwand: Die Kooperation demonstriert exemplarisch, wie moderne Kulturinstitutionen und globale Entertainment-Plattformen gemeinsam neue Impulse setzen, um die Faszination für das Kino nachhaltig zu stärken.

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Sichtbarkeit in KI-Modellen: Ketten schlagen lokale Optiker https://www.markt-kom.com/fr/digital/sichtbarkeit-in-ki-modellen-ketten-schlagen-lokale-optiker/ Fri, 25 Sep 2026 07:53:20 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=262007
KI-Suchdienste bevorzugen meist grosse Filialketten. Quelle: Unsplash.

Wer heute einen Optiker oder ein Hotel sucht, fragt nicht mehr nur Google – sondern zunehmend ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Eine Messung der Frascati GmbH aus Allschwil zur Sichtbarkeit in KI-Modellen zeigt nun, wie ungleich die Chancen zwischen Filialketten und unabhängigen Betrieben verteilt sind. Grundlage sind 1’116 Antworten zu 50 Schweizer Hotels sowie je 50 Schweizer und deutschen Optikern.

Ketten dominieren, lokale Betriebe sind seltener allein

Wer Perplexity, Gemini oder ChatGPT mit Websuche nach einem Optiker in einer Deutschschweizer Stadt fragt, erhält in 87,7 Prozent der Antworten mindestens eine Filialkette genannt – in Deutschland liegt der Wert genau gleich hoch. Unabhängige Betriebe kommen zwar ebenfalls vor: In 83 Prozent der 300 Schweizer Antworten steht mindestens einer der fünf geprüften unabhängigen Optiker der jeweiligen Stadt, in Deutschland sind es 63,7 Prozent. Ein einzelner Betrieb erscheint im Schweizer Mittel jedoch nur in 42,9 Prozent der Antworten seiner Stadt, in Deutschland in 19,7 Prozent.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Modellen. Perplexity nennt mindestens einen der geprüften Optiker in 96 Prozent der Antworten, Gemini in 94 Prozent, ChatGPT dagegen nur in 59 Prozent. In Deutschland liegen die Werte bei 76, 86 und 29 Prozent.

Hotels: Jede zehnte Antwort verweist nur auf Portale

Bei der Frage, wo man ein bestimmtes Hotel online buchen kann, nennen die Modelle in 89 Prozent von 300 Antworten die Website des Hauses. In 10,3 Prozent der Fälle wird jedoch ausschliesslich auf Buchungsportale verwiesen, bei ChatGPT sogar in 20 Prozent. Booking.com taucht in 276 der 300 Antworten auf.

Schwieriger wird es für Hotels, wenn Gäste ohne Namen suchen, etwa mit einer Anfrage wie «gutes Hotel in Thun für ein Wochenende». Hier steht in 62,2 Prozent der 180 Antworten eines der fünf geprüften Häuser des jeweiligen Orts. Die Unterschiede zwischen den Städten sind markant: In Thun und Winterthur erscheinen die geprüften Hotels in allen 18 Antworten, in Basel in sieben, in Zürich lediglich in zwei. Zwölf der 50 untersuchten Hotels kommen in keiner einzigen Antwort vor.

Woher die Modelle ihre Informationen beziehen

Die Modelle nehmen ihre Angaben laut Frascati aus Verzeichnissen, Portalen und den Websites der Betriebe selbst. local.ch dient in 160 von 318 Antworten zu Schweizer Optikern als Quelle. Betriebe könnten demnach ihre Sichtbarkeit in KI-Modellen verbessern, indem sie Einträge vollständig und einheitlich halten, auf die eigene Website verlinken, eine Seite je Standort anlegen, häufige Fragen im Klartext beantworten und dieselben Fragen regelmässig selbst stellen. Eine Garantie für eine Nennung liefere dies allerdings nicht.

«Die Antwort einer KI ist keine Trefferliste, sondern ein Absatz mit rund fünf Namen», sagt Fabiano Frascati, Geschäftsführer der Frascati GmbH. «Ob der eigene Betrieb darin steht, lässt sich messen, mit denselben Fragen, die Kundinnen und Kunden stellen. Versprechen kann das niemand, die Grundlagen liegen aber beim Betrieb selbst: vollständige Einträge, eine Seite pro Standort, Antworten im Klartext.»

Methode der Messung

Die Daten wurden am 11. September 2026 für die Schweiz und am 12. September 2026 für Deutschland erhoben, mit Perplexity Sonar, ChatGPT (GPT-5.4) und Gemini 2.5 Flash, jeweils mit Websuche über die Programmierschnittstelle von OpenRouter statt über die Apps. Untersucht wurden je 50 unabhängige Betriebe mit eigener Website, fünf pro Ort, ohne Ketten: Optiker in zehn Deutschschweizer und zehn deutschen Städten sowie Hotels in zehn Schweizer Orten von Basel bis Zermatt. Bei den Optikern kamen fünf Formulierungen derselben Frage je Stadt sowie drei Fragen ohne Ortsangabe zum Einsatz, je zweimal gestellt, was 318 Antworten pro Land ergab. Bei den Hotels wurde je Haus die Buchungsfrage gestellt (300 Antworten) sowie je Ort drei Gästefragen ohne Namen (180 Antworten). Die Vertrauensbereiche wurden nach Wilson mit 95 Prozent berechnet. Es handelt sich nicht um eine Zufallsstichprobe; gemessen wird die Sichtbarkeit, nicht der Umsatz.

Weiterführende Studien und Rohdaten finden sich unter https://frascati.ch/blog/50-schweizer-hotels-im-ki-test-2026 und https://frascati.ch/blog/50-schweizer-optiker-im-ki-test-2026. Methode, Ländervergleich und Lizenz sind unter https://frascati.ch/messungen dokumentiert, die Rohdaten stehen unter CC BY 4.0 unter https://frascati.ch/studien/index.json zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Messungen der Frascati GmbH sind unter https://frascati.ch/messungen abrufbar.

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Wie AI und LLMs das Informations- und Kommunikations-Ökosystem für Marken und Publisher verändern https://www.markt-kom.com/fr/markom/wie-ai-und-llms-das-informations-und-kommunikations-oekosystem-fu%cc%88r-marken-und-publisher-veraendern/ Thu, 24 Sep 2026 16:41:30 +0000 https://www.markt-kom.com/?p=261344 IAB Switzerland

Marken im KI-geprägten Informationsökosystem

Seit über dreissig Jahren verändert jede technologische Stufe, wie Marken Aufmerksamkeit gewinnen und Informationen vermitteln. Display machte digitale Reichweite skalierbar. Suchmaschinen strukturierten den Zugang zu Informationen. Social Media verteilte Aufmerksamkeit über Empfehlungsalgorithmen. Programmatic Advertising automatisierte grosse Teile des Medieneinkaufs, Marketing Automation die Kommunikation entlang der Customer Journey.

Die neue interpretierende Instanz

Mit Large Language Models (LLMs) verändert sich nun nicht bloss ein weiterer Kanal. Es verändert sich die Architektur der Informationsvermittlung. Generative Systeme suchen nicht nur Dokumente, sondern verdichten Inhalte zu Antworten, Vergleichen und Einordnungen. Dadurch entsteht zwischen Marke und Mensch eine neue interpretierende Instanz. Sie prägt, mit welchen Eigenschaften eine Organisation verbunden wird, welche Stimmen als glaubwürdig gelten und auf welcher Evidenz ein Markenbild beruht.

Das verteilte Markenbild

Für die Markenführung verschiebt sich deshalb der Schwerpunkt. Es genügt nicht mehr, Botschaften zu platzieren und Reichweite zu maximieren. Marken müssen als eindeutige, belegbare und konsistente Informationsobjekte lesbar werden – für Menschen ebenso wie für Maschinen. Die Website, Medienberichte, Fachbeiträge, öffentliche Positionen, Richtlinien und Einträge in vertrauenswürdigen Datenräumen bilden zusammen ein verteiltes Markenbild. LLMs können daraus ein Narrativ rekonstruieren, das nicht zwingend mit dem gewünschten Selbstbild übereinstimmt.

In der Schweiz ist das bereits Massenverhalten

Die Veränderung ist kein fernes Zukunftsszenario. Gemäss IGEM-Digimonitor 2026 nutzen vier von fünf Personen der internetnutzenden Schweizer Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren zumindest gelegentlich KI. 57 Prozent verwenden KI-Plattformen gezielt für die Suche; 77 Prozent nutzen den KI-Modus innerhalb klassischer Suchmaschinen. ChatGPT erreicht mindestens gelegentlich 67 Prozent beziehungsweise rund 4,3 Millionen Menschen. Die repräsentative Online-Befragung umfasste knapp 2’000 Personen.[1]

Die sprachliche Rahmung der Marke

Für Marken ist besonders relevant, dass sich Informationssuche damit auf Oberflächen verlagert, die Quellen auswählen, Inhalte synthetisieren und eine Antwort bereits sprachlich rahmen. Die Marke begegnet ihrem Publikum häufiger in einer von KI formulierten Darstellung. Markenführung muss daher nicht nur die Reichweite eigener Kommunikation beobachten, sondern auch die Qualität dieser algorithmisch erzeugten Repräsentation.

Synthese statt Suche

Die klassische Suche organisiert Verweise: Nutzer wählen ein Resultat, besuchen eine Quelle und bilden ihr Urteil. Generative Antwortsysteme verkürzen diesen Weg. Sie synthetisieren mehrere Quellen, formulieren eine Antwort und können dabei den direkten Besuch einer Markenwebsite überflüssig machen. Das reduziert Reibung für Nutzer, erhöht aber die Bedeutung der vorgelagerten Auswahl- und Deutungslogik.

Vom Ranking zur Repräsentation

Damit verschiebt sich der Wettbewerb von Rankings zu Repräsentationen. AI Visibility – also die Frage, ob eine Marke in generativen Antworten vorkommt – bleibt wichtig, ist aber nur die erste Messgrösse. Entscheidend ist, in welchem Zusammenhang die Marke erscheint: Wird sie als innovativ, teuer, nachhaltig, zuverlässig oder riskant beschrieben? Welche Wettbewerber werden im selben Atemzug genannt? Welche Quellen stützen die Darstellung? Und wird die Marke lediglich erwähnt oder tatsächlich empfohlen?

Das vernetzte Informationsökosystem

Markenführung wird so zur Arbeit an einem Informationsökosystem. Sie umfasst weiterhin Positionierung, Gestaltung und emotionale Bedeutung. Hinzu kommen Informationsarchitektur, strukturierte Organisationsdaten, Wissensmanagement, Corporate Publishing, PR und die Pflege belastbarer Drittquellen. Google weist etwa ausdrücklich darauf hin, dass strukturierte Organisationsdaten helfen können, eine Organisation zu verstehen und eindeutig zuzuordnen. Das ist kein Beweis für eine generelle LLM-Optimierung, zeigt aber das Grundprinzip maschinenlesbarer Eindeutigkeit.[2]

Consumer Trust und Machine Trust

Marken reduzieren Unsicherheit. Diese Funktion bleibt bestehen, erhält aber eine zweite Adressatin. Consumer Trust beschreibt das Vertrauen von Menschen: Bekanntheit, Reputation, Erfahrung, Identifikation und die Erwartung, dass ein Leistungsversprechen eingehalten wird. Machine Trust bezeichnet hier keine Emotion und keinen öffentlich bekannten internen Vertrauenswert eines Modells. Der Begriff ist ein strategischer Bezugsrahmen: Er beschreibt, wie gut eine Marke von Informationssystemen als eindeutig, konsistent und durch Quellen gestützt verarbeitet werden kann.

Beide Formen des Vertrauens beeinflussen einander. Widersprüchliche Aussagen, unklare Zuständigkeiten oder unbelegte Nachhaltigkeitsversprechen schwächen nicht nur die maschinelle Zuordnung, sondern auch die Glaubwürdigkeit bei Menschen. Umgekehrt erzeugt eine technisch perfekte Datenstruktur noch keine starke Marke. Ohne Relevanz, Differenzierung und gelebte Leistung bleibt sie semantisch sauber, aber bedeutungslos.

Die Führungsaufgabe besteht daher in der Verbindung beider Ebenen. Kommunikation und Wissensstruktur müssen dieselbe Positionierung tragen. Claims brauchen Evidenz. Unternehmensinformationen brauchen klare Verantwortlichkeiten. Wichtige Fakten müssen aktuell, zugänglich und über eigene wie unabhängige Quellen hinweg konsistent sein. Aus dem klassischen Brand Book wird damit schrittweise ein Marken-Betriebssystem, das Sprache, Daten, Nachweise und Governance zusammenführt.

Narrative Intelligence als neue Messdisziplin

Klassische Markenmessung erfasst Bekanntheit, Image, Präferenz, Reichweite und Wirkung. Im generativen Informationsraum reicht dieses Instrumentarium nicht aus. Marken müssen zusätzlich beobachten, wie Antwortsysteme ihre Bedeutung in konkreten Nutzungssituationen rekonstruieren. Dafür eignet sich Narrative Intelligence als neue Mess- und Führungsdisziplin.

Methodik statt Ranking-Theater

Sie verbindet wiederholbare Prompt-Szenarien mit einer qualitativen und quantitativen Analyse der Antworten. Gemessen werden können Präsenz, Share of Voice, beschreibende Attribute, Quellen, Wettbewerbsumfeld, Empfehlungsneigung, sachliche Fehler und Veränderungen über Zeit. Entscheidend ist eine saubere Methodik: Modelle, Versionen, Standorte, Sprachen und Formulierungen beeinflussen Ergebnisse; einzelne Antworten sind Momentaufnahmen. Narrative Intelligence darf deshalb kein Ranking-Theater werden, sondern braucht Stichproben, Benchmarks, dokumentierte Testsets und menschliche Interpretation.

Der Steuerungs-Loop für Brand Manager

Für die Steuerung bietet sich ein Closed Loop an: Erstens wird das gewünschte Markennarrativ in prüfbare Aussagen übersetzt. Zweitens werden relevante Entscheidungssituationen getestet. Drittens werden Lücken zwischen Soll- und Ist-Narrativ identifiziert. Viertens werden Inhalte, Daten, Belege und externe Autorität verbessert. Danach beginnt die Messung erneut. So wird Narrative Intelligence nicht bloss Reporting, sondern ein verbindendes Steuerungsmodell für Brand Management, Kommunikation, GEO, Data und Knowledge Management.

Agentic AI verstärkt die Entwicklung

Agentische Systeme können Informationen künftig nicht nur zusammenfassen, sondern Aufgaben über mehrere Schrittehinweg bearbeiten. Für diesen Beitrag ist weniger die technische Autonomie entscheidend als ihre Wirkung auf die Markenführung: Je stärker Systeme Informationen vorsortieren und Kontexte herstellen, desto wichtiger werden ein eindeutiges Markennarrativ, belastbare Quellen und konsistente öffentliche Signale. Agentic AI verstärkt damit die bereits durch LLMs ausgelöste Verschiebung – sie bildet jedoch nicht den Schwerpunkt der strategischen Markenarbeit.

Die strategische Chance der Publisher

Für Publisher entsteht eine ambivalente, aber bedeutende Rolle. Generative Systeme können den direkten Besuch einer Nachrichtenseite reduzieren. Gleichzeitig steigt der Wert aktueller, überprüfbarer und professionell eingeordneter Informationen. Journalistische Qualität wird zur Infrastruktur für glaubwürdige Antworten – sofern Herkunft,Nutzung und Vergütung geregelt sind.

Erste Marktversuche für Monetarisierung

Dafür braucht es mehr als technische Zugänglichkeit. Publisher benötigen Kontrolle darüber, welche Systeme Inhalte für Suche, Inferenz oder Training verwenden dürfen. Neben dem Urheberrecht entwickeln sich direkte Lizenzpartnerschaften, Zugriffskontrollen und nutzungsbasierte Vergütungsmodelle. OpenAI hat beispielsweise Partnerschaften mit Medienhäusern angekündigt, die aktuelle Berichterstattung mit Quellenhinweisen und Links in ChatGPT integrieren.[3] Cloudflare führte 2025 zunächst «Pay per Crawl» ein und entwickelte den Ansatz 2026 in Richtung «Pay per Use» weiter.[4][5] Solche Modelle sind frühe Marktversuche, keine bereits etablierte Branchenlösung.

CoMP: Technische Schnittstelle für lizenzierte Zugriffe

Ein weiterer Baustein entsteht beim IAB Tech Lab. Es veröffentlichte im Juni 2025 die «LLM Content Ingest API Initiative», um Publishern und Marken einen standardisierten, maschinenlesbaren Zugang für LLMs und KI-Agenten zu ermöglichen. Aus diesem Ansatz ging die breiter angelegte Initiative «Content Monetization Protocols», kurz CoMP, hervor. CoMP Version 1 wurde am 28. April 2026 finalisiert.[14]

Der Standard beschreibt, wie ein KI-System beim Rechteinhaber anfragen, den vorgesehenen Nutzungszweck mitteilen und nach einer bestehenden Vereinbarung einen Zugriffstoken sowie passend paketierte Inhalte erhalten kann. CoMP definiert damit eine interoperable technische Schnittstelle für lizenzierte Zugriffe. Es ist jedoch weder ein Lizenzmarktplatz noch ein Preismodell und ersetzt auch keine Zugriffskontrolle. Sein möglicher Wert liegt in der technischen Grundlage, auf der Rechte, Verträge und unterschiedliche Vergütungsmodelle skalierbar umgesetzt werden können.

SPUR: Nachvollziehbarkeit durch Telemetrie

Eine besonders relevante Entwicklung ist SPUR, die «Standards for Publisher Usage Rights»-Koalition. Laut einem Branchen-Update der Independent Media Association vom 6. August 2026 wuchs sie von 36 Mitgliedern Anfang Juni auf fast 60. Zugleich führte die Initiative mehr als 150 Gespräche mit interessierten Publishern und stand kurz vor dem Abschluss des Rechtsrahmens für ihre brancheneigene Non-Profit- Struktur.[6] Damit bewegt sich SPUR von der Koalitionsbildung in Richtung operativer Standardsetzung.

Im Zentrum steht der Content Telemetry Standard. Er soll nachvollziehbar machen, ob Inhalte abgerufen, zur Fundierung einer Antwort verwendet, zitiert, angezeigt oder von Nutzern weiterverwendet wurden. Die

Spezifikation kann Nutzungsereignisse zudem mit einer Lizenzreferenz verbinden. Dadurch könnte die Verwendung journalistischer Inhalte erstmals systemübergreifend messbar und damit leichter lizenzierbar werden. Der Standard befindet sich allerdings noch im Vorschau- und Konsultationsstadium; eine breite Akzeptanz durch Publisher, Vermittler und AI-Plattformen ist noch nicht erreicht.[7]

Die Schweizer Medienhäuser im neuen Ökosystem

Strategisch könnte daraus eine Marktinfrastruktur für die Lizenzierung zwischen Publishern und AI-Anbietern entstehen – vorausgesetzt, weitere Marktteilnehmer übernehmen den Standard und verbinden ihn mit tragfähigen Verträgen und Vergütungsmodellen. Ringier ist bereits als Standardmitglied beteiligt und bringt sämtliche internationalen Medienmarken in die Initiative ein.[8] Schweizer Publisher haben damit direkten Zugang zur Entwicklung eines möglichen gemeinsamen Rahmens für Retrieval, Grounding, Zitation, Darstellung und Vergütung. Eine solche Infrastruktur könnte eine symbiotischere Beziehung fördern: AI-Systeme erhielten rechtssicheren Zugang zu hochwertigem Journalismus, während Publisher Kontrolle, Transparenz und einen fairen Wertausgleich gewinnen. Ob daraus tatsächlich ein Geschäftsmodell wird, hängt jedoch von Governance, technischer Umsetzung und der Akzeptanz auf Seiten der AI-Anbieter ab.

CoMP und SPUR adressieren dabei verschiedene Ebenen desselben Ökosystems. CoMP standardisiert die Anfrage, Autorisierung und Bereitstellung von Inhalten für lizenzierte KI-Systeme. Der Content Telemetry Standard von SPUR soll erfassen, wie Inhalte danach tatsächlich abgerufen, zur Fundierung einer Antwort verwendet, zitiert oder angezeigt werden. Zusammengenommen könnten beide Ansätze den Weg von der Rechteklärung über den kontrollierten Zugang bis zur messbaren Nutzung abbilden. Ein funktionierender Markt entsteht daraus allerdings erst, wenn Publisher, Vermittler und KI-Anbieter diese Standards breit implementieren und mit tragfähigen Verträgen verbinden.

Die Schweizer Urheberrechtsrevision: KI wird zum Prüfstein

Die technische Entwicklung trifft in der Schweiz auf eine offene Rechtsfrage. Das geltende Urheberrecht enthält keine eigens auf generative KI zugeschnittene Regelung. Nach Angaben des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum wird zwar vertreten, dass das Vervielfältigungsrecht die Verwendung geschützter Werke für das KI-Training erfassen kann. Wie bestehende Regeln auf Training, Fine-Tuning, Retrieval, Zusammenfassung und Ausgabe anzuwenden sind, ist jedoch nicht in allen Konstellationen geklärt.[9]

Der Vorstoss von Petra Gössi

Hier setzt der politische Vorstoss von Petra Gössi an. Formal handelt es sich nicht um ein Postulat, sondern um die Motion 24.4596«Besserer Schutz des geistigen Eigentums vor KI-Missbrauch». Der Ständerat nahm sie im März 2025 an. Der Nationalrat stimmte im September 2025 einer offener formulierten Fassung zu; der Ständerat folgte im Dezember. Der Bundesrat ist damit beauftragt, die Voraussetzungen für einen umfassenden Schutz journalistischer Inhalte und anderer urheberrechtlich erfasster Werke bei der Nutzung durch KI-Anbieter zu schaffen, ohne den Forschungs-, Innovations- und Wirtschaftsstandort Schweiz im internationalen Wettbewerb zu benachteiligen.[10]

Das Zeitrisiko im Gesetzgebungsprozess

Das IGE erarbeitet dazu einen Vorentwurf zur Anpassung des Urheberrechtsgesetzes. Nach dem derzeit kommunizierten Fahrplan soll die Vorlage bis Ende 2026 in die Vernehmlassung gehen.[11] Parallel dazu wurde die separate Vorlage für ein Leistungsschutzrecht für Medienunternehmen im Juni 2026 vom Parlament an den Bundesrat zurückgewiesen. Sie war ursprünglich auf die Nutzung journalistischer Ausschnittedurch grosse Onlinedienste ausgerichtet. Nun soll zusätzlich geprüft werden, wie generative KI die Funktionsweise von Plattformen und Suchmaschinen verändert und welche Folgen dies für den Wert journalistischer Leistungen hat.[12]

Die inhaltliche Zusammenführung ist nachvollziehbar: Snippets, KI-Training und KI-gestützte Antworten berühren unterschiedliche technische Vorgänge, aber dieselbe Grundfrage der Wertzuordnung. Sie birgt jedoch ein erhebliches Zeitrisiko. In der parlamentarischen Beratung war von einer Verzögerung von rund

zwei Jahren die Rede.[12] Für einen Informationsmarkt, dessen Produkte, Nutzungsformen und Geschäftsmodelle sich im Rhythmus von Monaten verändern, ist das zu lange.

Sorgfalt ja, Stillstand nein

Die Gesetzgebung sollte sich nicht auf einer tektonischen, sondern auf einer technologischen Innovationszeitskala bewegen. Das bedeutet nicht, rechtsstaatliche Verfahren abzukürzen oder vorschnell ein starres Sonderrecht zu schaffen. Es bedeutet, Konsultationen früh zu öffnen, technische Expertise laufend einzubeziehen, internationale Entwicklungen konsequent zu spiegeln und überprüfbare Regeln so auszugestalten, dass sie bei neuen Nutzungsformen angepasst werden können.

Klare Differenzierung statt Pauschalregeln

Der Regulierungsrahmen muss differenzieren: zwischen Training und aktueller Abfrage, zwischen blosser Indexierung und der Fundierung einer Antwort, zwischen Zitat, Zusammenfassung und substituierender Wiedergabe sowie zwischen Forschung und kommerzieller Verwertung. Ebenso wichtig sind praktikable Instrumente für Zugang, Transparenz und Vergütung. Die vom IGE verwendete Formel «Access, Remuneration, Transparency» beschreibt diese Balance prägnant.[13] Technische Standards wie CoMP und SPUR können dabei kontrollierte Zugriffeermöglichen und Nutzungsereignisse messbar machen; sie ersetzen aber weder gesetzliche Rechte noch durchsetzbare Verträge.

Warum Medienqualität zur Überlebensfrage für Marken wird

Für Marken ist diese Debattekeineswegs ein reines Medien- oder Verlagsproblem. Die Qualität generativer Antworten hängt von verlässlichen, überprüfbaren und aktuellen Quellen ab. Erodieren die wirtschaftlichen Grundlagen professioneller Informationsangebote, verliert auch das digitale Markenökosystem an belastbarer Evidenz. Marken werden dann häufiger in einem Raum rekonstruiert, in dem originäre Recherche, unabhängige Einordnung und verantwortete Publikation schwächer vertreten sind.

Das Dilemma des Open Web

Darin liegt die Chance einer tragfähigen Symbiose: KI-Systeme erhalten rechtssicheren Zugang zu hochwertigem Journalismus; Publisher gewinnen Kontrolle, Nachvollziehbarkeit und einen fairen Wertausgleich; Marken und Öffentlichkeit profitieren von besseren Informationsgrundlagen. Damit diese Ordnung nicht erst entsteht, wenn sich die Marktstrukturen bereits verfestigt haben, sollte der Bundesrat den angekündigten Vorentwurf fristgerecht vorlegen und Parlament, Verwaltung und betroffene Branchen den anschliessenden Gesetzgebungsprozess mit hoher Priorität beschleunigen.

Darin liegt auch eine Chance für das Open Web. Wenn hochwertige Inhalte auffindbar, zitierfähig und wirtschaftlich tragfähig bleiben, kann ihre journalistische Autorität auch im generativen Informationsraum wirksam werden. Ohne tragfähige Anreize droht hingegen eine Erosion genau jener Wissensgrundlage, auf die leistungsfähige Antwortsysteme angewiesen sind.

Fazit: von Sichtbarkeit zu Entscheidungsfähigkeit

LLMs verändern nicht primär Werbung. Sie verändern die Architektur, in der Informationen ausgewählt, verdichtet und in Empfehlungen übersetzt werden. Für Marken entsteht daraus eine doppelte Aufgabe: Sie müssen weiterhin Bedeutung und Vertrauen bei Menschen aufbauen – und zugleich sicherstellen, dass intelligente Systeme ihre Identität, Leistung und Evidenz korrekt verarbeiten können.

Erfolgreiche Markenführung verbindet deshalb Consumer Trust mit Machine Trust und klassische Markenmessung mit Narrative Intelligence. Ihr Ziel ist nicht, ein Modell zu manipulieren, sondern ein konsistentes, überprüfbares und relevantes Informationsökosystem zu führen. Die entscheidende Frage lautet künftig nicht nur, ob eine Marke sichtbar ist. Sie lautet, ob die Marke in den Entscheidungssituationen von Menschen und Maschinen richtig verstanden und glaubwürdig berücksichtigt wird.

Quellen und weiterführende Hinweise

[1] IGEM/WEMF: Digimonitor 2026; Nutzungszahlen gemäss Publikation vom 25. August 2026 und repräsentativer Online-Befragung der internetnutzenden Bevölkerung von 15 bis 75 Jahren.

[2] Google Search Central: Organization structured data – zur maschinenlesbaren Beschreibung und Disambiguierung von Organisationen.

[3] OpenAI: Strategische Content-Partnerschaft mit Grupo Folha und Grupo UOL, 25. Mai 2026.

[4] Cloudflare: Introducing Pay Per Crawl, 1. Juli 2025.

[5] Cloudflare: Pay Per Use und agentischer Informationszugang, 1. Juli 2026.

[6] Independent Media Association: SPUR expands global publisher coalition as work accelerates on AI standards, 6. August 2026.

[7] SPUR Coalition: Content Telemetry – offene Vorschau-Spezifikation zur Berichterstattung über die Nutzung journalistischer Inhalte durch AI-Systeme.

[8] Ringier: Ringier tritt der internationalen SPUR Coalition bei, 3. Juni 2026.

[9] Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum: FAQ – KI und Urheberrecht, Stand 2026.

[10] Schweizer Parlament: Motion 24.4596Gössi – Besserer Schutz des geistigen Eigentums vor KI-Missbrauch; Beschlüsse von Stände- und Nationalrat 2025.

[11] Bundeskanzlei/IGE: FAQ – KI und Urheberrecht; Vorentwurf zur Anpassung des Urheberrechtsgesetzes mit geplanter Vernehmlassung bis Ende 2026.

[12] Schweizer Parlament: Parlament schickt Leistungsschutz für Medien auf Zusatzrunde, 17. Juni 2026.

[13] Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum: KI-Regulierung im Urheberrecht – Access, Remuneration, Transparency, 13. August 2025.

[14] IAB Tech Lab: LLM Content Ingest API Initiative und Content Monetization Protocols (CoMP), aktualisiert am 28. April 2026.

Redaktioneller Hinweis: «Machine Trust» und «Narrative Intelligence» werden in diesem Beitrag als strategische Bezugsrahmen verwendet. Sie bezeichnen keine standardisierten oder modellübergreifend einheitlich definierten Messgrössen.


Über den Autor

Martin Radelfinger ist Gründer von Net Gain, strategischer Berater und Autor. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von digitalem Publishing, Medienökonomie und Adtech sowie der wachsenden Bedeutung künstlicher Intelligenz für die digitale Marken- und Unternehmenskommunikation.

Seine internationale Karriere führte ihn unter anderem nach New York, wo er als Vice President New Media bei der Editor & Publisher Company und als Vice President Market Development bei Real Media tätig war. Anschliessend wirkte er als Geschäftsführer der Wirz Homepage AG, Agentur für digitale Unternehmenskommunikation, und als Partner der Wirz Partner Holding. Als Managing Director und Chief Strategy Officer von Goldbach Audience verantwortete er später das digitale Agentur- und Werbevermarktungsgeschäft der Goldbach Group.

Radelfinger lehrte an der Temple University in Philadelphia sowie an der HWZ Hochschule für WirtschaftZürich. Er war Initiant der IAB Europe und wurde für sein langjähriges Engagement zum Ehrenpräsidenten der IAB Switzerland ernannt.

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Azerion Improve Digital: eine Marke für das Publisher-Geschäft https://www.markt-kom.com/fr/digital/azerion-improve-digital-eine-marke-fuer-das-publisher-geschaeft/ Thu, 24 Sep 2026 07:42:29 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=261863
Azerion bündelt Publisher-Angebote neu. Quelle: zvg

Azerion Improve Digital vereint Supply-Side-Technologie und Monetarisierung

Azerion, nach eigenen Angaben eine der grössten digitalen Werbe- und Entertainment-Medienplattformen Europas, hat den Launch seiner gebündelten Publisher-Suite unter der Marke Improve Digital bekannt gegeben. Mit Azerion Improve Digital sollen die bisher getrennte Supply-Side-Technologie und die Monetarisierungsdienste des Unternehmens zu einer Lösung zusammengeführt werden. Bisher getrennte Angebote werden laut Mitteilung durch einen vernetzten Stack, einen zentralen Ansprechpartner und einen einheitlichen Marktauftritt ersetzt.

Die neue Plattform umfasst zwei sich ergänzende Produkte. Improve Digital SSP richtet sich an Publisher, die ihren eigenen Ad-Stack betreiben und direkten Zugang zur programmatischen Nachfrage suchen. Improve Digital Yield wiederum ist eine Header-Bidding- und Yield-Optimierungslösung für Publisher, die ihre Monetarisierung an ein Expertenteam übergeben möchten. Gemeinsam verknüpfen die beiden Produkte das Publisher-Inventar nach Unternehmensangaben in Echtzeit mit mehr als 50 Demand-Side-Plattformen und ebenso vielen Supply-Side-Plattformen – über alle Werbeformate, Kanäle und Endgeräte hinweg, von Web und App bis hin zu CTV, Audio, DOOH und In-Game.

«Mit der Einführung unseres einheitlichen Publisher-Angebots senden wir ein klares Signal an den Markt: Azerion ist der zentrale Partner für Publisher. Indem wir nun alle Lösungen unter einem Dach vereinen – darunter SSP, Yield-Optimierung sowie weitere Publishing-Services wie Multi-Cloud –, schaffen wir ein einzigartiges und hochgradig wettbewerbsfähiges Angebot. Unser Ziel ist es, den Arbeitsalltag von Publishern spürbar zu erleichtern und ihre Profitabilität zu steigern», erklärt Jurriaan van Teunenbroek, Chief Publishing Officer bei Azerion.

Zwei Wege zur Monetarisierung

«Digitale Publisher und App-Entwickler:innen stehen heute mehr denn je unter Druck, ihre Umsätze zu steigern, ohne dabei den Aufwand im Ad-Operations-Bereich zu erhöhen. Genau für diese Herausforderung haben wir Improve Digital Yield entwickelt. Ob Publisher ein Managed-Service-Team wünschen, das jede Auktion für sie optimiert, oder die granulare Kontrolle über ihren eigenen Stack bevorzugen – sie nutzen stets dieselbe Infrastruktur, dieselben Nachfragebeziehungen und dieselbe KI-gestützte Price-Floor-Optimierung», sagt Damian Hartmann, Product Director bei Improve Digital Yield. Ergänzt durch den Support für Display, Video und High-Impact-Formate, einen proprietären Videoplayer, eine Content-Lösung sowie SDKs für die In-App-Monetarisierung erhalten Publisher damit laut Hartmann eine zentrale Plattform anstelle einer fragmentierten Anbieterlandschaft.

«Publishern hat es nie an Optionen gemangelt, sondern an Klarheit. Herauszufinden, was ein Partner tatsächlich anbietet und wie es sich in den bestehenden Stack integrieren lässt, ist oft unnötig kompliziert. Improve Digital fungiert nun als die zentrale Marke von Azerion für sämtliche Supply-Side-Lösungen», ergänzt Harry Francis, Product Director bei Improve Digital SSP. Publisher profitierten von einem einzigen Vertragspartner, modular integrierbaren Produkten und einem zentralisierten Zugang, über den Einkäufer ihr Inventar finden würden.

Eine 360-Grad-Lösung für Publisher

Die Plattform basiert nach Unternehmensangaben auf dem Prinzip, dass jede Nachfragequelle, jedes Format und jedes Datensignal über einen einzigen, vernetzten Knotenpunkt gesteuert wird, damit das Inventar der Publisher stets maximale Leistung erbringt. Die Positionierung als «360-Grad-Lösung» soll diesen Anspruch widerspiegeln – ein Full-Stack-Werbegeschäft mit Improve Digital als zentralem Supply-Layer.

Publisher können laut Mitteilung genau die Ebene des Stacks wählen, die ihren Anforderungen entspricht. Wer Prebid, oRTB oder eigene Wrapper nutzt, kann sich direkt an die Improve Digital SSP anbinden und erhält damit Self-Service-Zugang zu Angebot und Nachfrage, zu kuratierten Marktplatzdaten sowie zur direkten Nachfrage von Azerion. Alle Funktionen sind zudem über offene APIs zugänglich. Publisher ohne eigenes Ad-Ops-Team können die Monetarisierung vollständig an Improve Digital Yield auslagern. Diese Lösung kombiniert proprietäre Monetarisierungstechnologien – darunter einen Header-Bidding-Wrapper, Mobile SDKs und einen Videoplayer – mit einer KI-basierten Optimierungs-Engine und einem dedizierten Account-Management für eine End-to-End-Monetarisierung des Inventars.

Da Azerion nach eigenen Angaben die gesamte Wertschöpfungskette digitaler Werbung – Nachfrage, Daten und Infrastruktur – abdeckt, soll Improve Digital als zentraler Knotenpunkt agieren, anstatt Publisher lediglich mit der Nachfrage Dritter zu verknüpfen. Diese Struktur sei darauf ausgelegt, exklusiven Zugang zu Deals sowie einzigartiger Nachfrage zu bieten und gleichzeitig die Anzahl der Intermediäre, die einen Umsatzanteil einbehalten, auf ein Minimum zu reduzieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Angebote von Improve Digital über die jeweiligen lokalen Ansprechpersonen verfügbar.

Weitere Informationen zu Improve Digital finden sich unter https://improvedigital.com/.

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KI am Arbeitsplatz: Wer die letzte Meile wirklich geht https://www.markt-kom.com/fr/digital/ki-am-arbeitsplatz-wer-die-letzte-meile-wirklich-geht/ Thu, 24 Sep 2026 07:39:29 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=261875
Menschen übernehmen die finale KI-Feinarbeit. Quelle: zvg

KI am Arbeitsplatz beschleunigt den Start, nicht das Ende

Künstliche Intelligenz senkt die Hürden für ein erstes Arbeitsergebnis in rasantem Tempo. Doch wer mit KI am Arbeitsplatz arbeitet, schliesst seine Arbeit damit nicht automatisch auch ab. Eine von Dropbox beauftragte Studie zeigt die Lücke zwischen dem Ort, an dem Arbeit heute beginnt, und dem Aufwand, der nötig ist, um sie tatsächlich abzuschliessen. KI kann zwar innerhalb von Sekunden eine Antwort generieren, doch um den Output in ein finales Ergebnis zu verwandeln, müssen Inhalte oft noch zwischen Anwendungen verschoben, an Kolleginnen und Kollegen weitergegeben und für die Abnahme vorbereitet werden. 84 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass KI Mitarbeitenden dabei hilft, Inhalte schneller zu erstellen, als die Prozesse und Workflows ihrer Organisationen Schritt halten können. Dies verdeutlicht eine neue Herausforderung bei der digitalen Transformation und einen unerwarteten Engpass: Während KI den Schaffensprozess beschleunigt, besteht die eigentliche Herausforderung darin, ihren Output in vertrauenswürdige, nutzbare und dauerhafte Ergebnisse umzuwandeln.

KI-Inhalte wandern täglich durch etliche Anwendungen. Quelle: zvg

Inhalte wandern durch mehrere Tools und Prozesse

Die Studienergebnisse zeigen, dass zwischen KI-generierten Ergebnissen und fertiger Arbeit weiterhin zahlreiche manuelle Schritte liegen. 74 Prozent der Befragten geben an, KI-generierte Inhalte an einem durchschnittlichen Arbeitstag mit KI mindestens dreimal manuell zwischen verschiedenen Anwendungen zu verschieben. 30 Prozent tun dies sogar sechsmal oder häufiger. Darüber hinaus nutzen 65 Prozent der Befragten drei oder mehr Anwendungen, um eine typische KI-gestützte Aufgabe abzuschliessen.

Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gibt inzwischen an, einen KI-Assistenten als primären Ausgangspunkt für neue Wissensarbeit zu nutzen. Damit liegt KI vor Dokumenten, E-Mails, Suchmaschinen und Projektmanagement-Tools. Allerdings sagen lediglich elf Prozent der Befragten, dass KI bereits heute ohne weitere Hürden fertige Arbeitsergebnisse liefert.

Als grösste Herausforderungen auf dem Weg von KI-generierten Ergebnissen zu fertigen Geschäftsergebnissen nannten die Teilnehmenden die Genauigkeit der Ergebnisse (40 Prozent), Sicherheitsanforderungen oder Unternehmensrichtlinien (26 Prozent) sowie zusätzliche Reibungsverluste durch das Verschieben von Aufgaben zwischen Anwendungen, Freigabeprozesse und fehlenden geschäftlichen Kontext.

Genauigkeit bleibt die grösste KI-Hürde. Quelle: zvg

Die neue «letzte Meile» der Arbeit

Die Erstellung eines ersten Ergebnisses ist nur der Anfang. KI kann dieses Ergebnis zwar innerhalb von Sekunden erzeugen, doch die anschliessende Weiterverarbeitung bildet die neue «letzte Meile» der KI: den Weg durch Informationen, Personen, Entscheidungen, Berechtigungen und Workflows, die erforderlich sind, um daraus ein vertrauenswürdiges und nutzbares Arbeitsergebnis zu machen.

KI-generierte Arbeit wird zudem zunehmend Teil des langfristigen Wissens einer Organisation. 43 Prozent der Befragten geben an, dass der Grossteil ihrer wöchentlichen KI-gestützten Arbeit dauerhaft in Teamdokumentationen oder gemeinsamen Wissensdatenbanken landet.

Mitarbeiter übernehmen die letzte Meile. Quelle: zvg

Wandernde Inhalte brauchen einen festen Ort

Um die Herausforderungen dieser letzten Meile zu bewältigen, reicht es nach Angaben von Dropbox nicht aus, sich allein auf die Generierung von Inhalten zu konzentrieren. Während Arbeit zwischen Menschen und KI wechselt, müssten auch die dazugehörigen Inhalte und Kontextinformationen nahtlos mitwandern. Gleichzeitig benötigten die daraus entstehenden Ergebnisse einen dauerhaften Ort, an dem Teams sie weiterentwickeln und fortführen können.

Dropbox will dies unterstützen, indem das Unternehmen Inhalte und Kontext über verschiedene KI-Anwendungen hinweg miteinander verknüpft und Teams einen einheitlichen Ort bietet, an dem sie ihre Arbeit fortsetzen können. Nach eigenen Angaben ist die Nutzung der KI-Partner-Tools von Dropbox in den vergangenen vier Monaten um das 13-Fache gestiegen. Dieses Wachstum deute laut Unternehmen darauf hin, dass Kundinnen und Kunden Dropbox zunehmend in ihre KI-gestützten Arbeitsabläufe integrieren.

Menschen vollenden die letzte Meile. Quelle: zvg

Über die Studie

Dropbox hat vom 28. bis 30. Juli 2026 eine Umfrage unter 504 US-amerikanischen B2B-Fachkräften durchgeführt, die KI nutzen. Die Befragten kamen aus verschiedenen Bereichen, darunter IT, Technik, Vertrieb, Marketing, Finanzen, Betrieb, Personalwesen und Kundensupport.

Weitere Informationen zur Studie gibt es auf dem offiziellen Dropbox-Blog: https://blog.dropbox.com/topics/company/ai-last-mile-work-study

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Webauftritt bom! communication: fünf Jahre, neu erzählt https://www.markt-kom.com/fr/digital/webauftritt-bom-communication-fuenf-jahre-neu-erzaehlt/ Mon, 21 Sep 2026 13:55:40 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=261787
bom! präsentiert den neuen Webauftritt. Quelle: zvg

Neuer Webauftritt von bom! communication zum Fünfjährigen

Die Basler Kommunikationsagentur bom! communication feiert ihren fünften Geburtstag und beschenkt sich nach eigenen Angaben gleich selbst: mit einem komplett neuen Webauftritt. Dieser zeige nicht nur, was bom! communication in den vergangenen fünf Jahren gemacht habe, sondern vor allem, was heute alles in der Agentur stecke.

Im Sommer 2021 wurde bom! von Maja Hartmann und Michael Schär in Basel gegründet. Seither ist die Agentur gewachsen, mit ihr das Team, die Kundschaft und auch das Angebot. Höchste Zeit also, dass der eigene Webauftritt nachzieht.

Über 150 Seiten dynamisch verlinkt

Der neue Auftritt sei viel mehr als eine blosse Website, heisst es in der Mitteilung. Mehr als 150 Inhaltsseiten mit menschgeschriebenem Content, die dynamisch untereinander verlinkt sind, sollen eine User Experience ermöglichen, die nie aufhört und immer spannend bleibt. Egal, wo die Besuchenden eintreten, sollen sie ihren eigenen Weg durch den Content finden und immer wieder Neues entdecken. bom! communication zeige damit, wie die Agentur denke, funktioniere und was sie anbiete.

Humor als Markenzeichen

Fünf Jahre seien zwar ein Grund zum Feiern, aber noch lange keiner zum Erwachsenwerden und schon gar nicht zum Ausruhen, so die Agentur. Der typische bom!-Humor bleibe deshalb allgegenwärtig. Das zeige sich in der Rubrik «Wort des Tages» und in der Tatsache, dass die Website jede Stunde automatisch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter der Stunde kürt.

Die Website sei vom Konzept über das Design, die Programmierung und den Text komplett inhouse entstanden.

bom! ist die Kommunikationsagentur in Basel für KMU, Strategie, Branding und Corporate Design. Die Agentur begleitet Unternehmen und Institutionen von der strategischen Beratung über Konzeption und Kreation bis zur Umsetzung wirkungsvoller Kommunikation.


Verantwortlich bei bom! communication: Michael Schär und Maja Hartmann (Gesamtverantwortung, Konzept und Text), Andrea Hildbrand (Art Direction und Kreation), Simone Hörler, Ephraim Ebertshäuser, Jana Wüst, Florian Bürgi (Kreation), Eliane Weisskopf (Projektmanagement).

Mehr zum neuen Webauftritt: https://bombasel.ch

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allink Website-Relaunch: Wie Analytica und Genetica Nähe zeigen https://www.markt-kom.com/fr/digital/allink-website-relaunch-wie-analytica-und-genetica-naehe-zeigen/ Fri, 18 Sep 2026 08:41:56 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=261674
Analytica erhält einen neuen digitalen Auftritt. Quelle: zvg

In der hochspezialisierten Welt der Labordiagnostik sind Vertrauen und Präzision entscheidend. Wie diese Kernwerte nicht nur im Reagenzglas, sondern auch im digitalen Raum spürbar werden, zeigt der allink Website-Relaunch der medizinischen Laboratorien Analytica und Genetica. Im Zentrum steht eine Strategie, die menschliche Nähe und technologische Exzellenz vereint.

Als unabhängige, ärztlich geführte Familienunternehmen in dritter Generation stehen Analytica und Genetica seit Jahrzehnten für Beständigkeit und Verlässlichkeit. Die Aufgabe für allink bestand darin, diese tief verwurzelte Kultur in ein zeitgemässes digitales Erlebnis zu übersetzen, das weit über eine rein funktionale Informationsvermittlung hinausgeht.

Employer Branding durch authentische Einblicke

Im Zentrum des Relaunchs steht eine umfassend überarbeitete Bildwelt, welche die Mitarbeitenden beider Unternehmen in ihrem realen Arbeitsumfeld zeigt. Dieser Fokus auf authentisches Employer Branding macht die Menschen hinter den Analysegeräten sichtbar und schafft sowohl für Patient:innen als auch für medizinisches Fachpersonal eine nachhaltige Vertrauensbasis. Gleichzeitig stärkt der persönliche Auftritt die Identifikation nach innen, wodurch die Mitarbeitenden zu wichtigen Markenbotschaftern werden.

«Labor Sans» und optimierte UX beim allink Website-Relaunch

Um die wissenschaftliche Genauigkeit der Labore auch visuell zu untermauern, implementierte allink die eigens gestaltete Hausschrift Labor Sans. Das unverwechselbare Schriftbild strahlt Klarheit sowie Modernität aus und sorgt für eine harmonische Balance zwischen menschlicher Wärme und technologischer Präzision. Die grundlegend optimierte Informationsarchitektur und User Experience ermöglichen zudem eine effiziente Orientierung innerhalb der komplexen medizinischen Themenfelder. So sind die neuen Webseiten weit mehr als eine digitale Visitenkarte; sie sind funktionale Arbeitsinstrumente.

«Bei der neuen Website war uns wichtig, dass sie nicht nur unsere medizinische Kompetenz zeigt, sondern auch widerspiegelt, wer wir als Familienunternehmen sind. allink hat diese beiden Seiten sehr gut zusammengebracht.»
Nina Genoni-Isler, Unternehmensführung Analytica.

https://youtu.be/cGPmDcNndvk
https://youtu.be/TJQ4_IwRGzA

Verantwortlich bei Analytica: Nina Genoni-Isler, Andrea Isler, Gaetano Genoni, Marc Mosimann, Sarah Erni, Sascha Herold; Verantwortlich bei allink: Davide Rossetto (Design Director), Florin Schweizer (Brand Marketing Consultant), Serafina Bründler (Trainee Brand & Online Marketing), Gretta Bott (Senior Copywriter), Alban Bochsler (Technical Director), Nicolai Spicher (Senior Digital Designer), Simon Zangger (Photo & Film Director), Mitch Hottinger (Photo & Film Producer), David Zangger, Fabian Schiltknecht (Gesamtverantwortung)

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Switzerland Innovation Website: neuer Auftritt zum Jubiläum https://www.markt-kom.com/fr/digital/switzerland-innovation-website-neuer-auftritt-zum-jubilaeum/ Fri, 18 Sep 2026 07:58:10 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=261587
Die Karte erschliesst 16 Innovationsstandorte. Quelle: zvg

Innovation, Swiss made

Switzerland Innovation ist eine Erfolgsstory. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum der Organisation war es Zeit für einen Refresh. Die Agentur TBS erhielt das Mandat, die Switzerland Innovation Website neu zu konzipieren und zu gestalten.

Switzerland Innovation ist ein Netzwerk von Innovationsparks in der ganzen Schweiz, das es internationalen und inländischen Unternehmen ermöglicht, gemeinsam mit weltweit führenden Schweizer Universitäten an der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu arbeiten. Die Website dient als zentrale Anlaufstelle für das Netzwerk, um Akteure aus Forschung und Industrie sowie Start-ups und Investoren für Innovationspartnerschaften zusammenzubringen.

Mehr Klarheit auf der Website

Übergreifendes Ziel der neuen Website war es, die Positionierung von Switzerland Innovation klarer sichtbar zu machen sowie das Angebot und die Möglichkeiten der Vernetzung klarer zum Ausdruck zu bringen. Die Schweiz gilt nach eigenen Angaben weltweit als einer der besten Orte für Innovation, Forschung und Entwicklung – wegen der einmaligen Dichte an führenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie zahlreicher Talente, die in internationalen Hightechfirmen an Innovationsprojekten arbeiten. In der Schnittmenge von Forschung und Industrie biete die Schweiz mit dem Netzwerk der Switzerland-Innovation-Parks ein besonders wertvolles Asset für ambitionierte, technologieaffine Unternehmen.

Switzerland Innovation modernisiert den Webauftritt. Quelle: zvg

Die Networking-Plattform für Innovatoren

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Website: als Content-Hub und zugleich als Vernetzungsplattform. Sie soll die Sichtbarkeit des gesamten Switzerland-Innovation-Netzwerks stärken und die Positionierung «Innovation, Swiss made» international vermitteln. Dafür bietet sie einen strukturierten Überblick über Themenfelder, Standorte und Infrastruktur, ergänzt durch Erfolgsgeschichten und aktuelle News, die den Impact des Netzwerks sichtbar machen sollen. Gleichzeitig soll sie durch übersichtliche Inhalte und klare Kontaktmöglichkeiten den Einstieg ins Netzwerk erleichtern und den Zugang für internationale Partner, Unternehmen und Forschungseinrichtungen vereinfachen.

Immense Vielfalt an Themen und Zielgruppen

Auf der Site finden sich Forschungsthemen in sieben umfassenden Kategorien sowie 64 innovative Technologien an 16 Standorten – das ergibt insgesamt mehr als 68 Forschungspartner und mehr als 725 beteiligte Unternehmen und Organisationen. Auf der Innovationsplattform treffen KMU und Grosskonzerne auf Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Start-ups und Spin-outs, Investoren und internationale Partner. Eine immense Vielfalt, die nach klaren Strukturen verlangt.

Switzerland Innovation modernisiert ihren Webauftritt. Quelle: zvg

Die neue Website als Treasure Map

Die neue Plattform des Ökosystems von Switzerland Innovation animiert zum Entdecken. Auf der Website ist neu die gesamte Angebotsvielfalt der 16 Parkstandorte zugänglich – einfacher denn je. So wandelt sich die Website von der Visitenkarte zum interaktiven Portal, auf dem sich konkrete Angebote finden lassen. Im Mittelpunkt steht die Karte als Einstieg in Standorte und Themenwelten. Die neue Filterfunktion auf der Startseite erlaubt es, schnell zu Themenfeldern, Services, Infrastruktur oder Standorten zu gelangen – ein effektives Tool für die zielgerichtete Recherche. Daneben wurde auch der Content rundum erneuert, die Darstellung der Partner und Standortseiten grundlegend überarbeitet und durch Success Stories sowie eine News-Sektion ergänzt.

Switzerland Innovation zählt mehr als 720 Partnerfirmen. Quelle: zvg

Redesign und Refresh in einem

Die Website überzeugt durch einen klaren, professionellen Markenauftritt, der Innovationskraft ausdrückt. Das aktualisierte Design der Website von Switzerland Innovation wirkt modern, klar strukturiert und ist visuell geprägt. Grossflächige Bilder, ein reduziertes Farbschema und viel Weissraum sorgen für einen professionellen, ruhigen Auftritt, der die Idee von «Innovation, Swiss made» stimmig transportieren soll. Der Refresh schafft nach Angaben der Agentur vor allem mehr Fokus und Übersicht. Die Website trägt massgeblich dazu bei, die Innovationsparks der Schweiz unter einem Dach sichtbar zu machen, sowohl national als auch international. Für die Partner werde die Website damit zur ersten Anlaufstelle.


Verantwortlich bei TBS Marken Partner: Martin Frank, Verfasser; Evita Schildknecht, Projektmanagerin/Beratung

Mehr zur neuen Website unter https://tbsagency.com/tbs-arbeiten/switzerland-innovation-website-relaunch/

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Aroma Tec Lab: Wenn Technik und Produktion verschmelzen https://www.markt-kom.com/fr/digital/aroma-tec-lab-wenn-technik-und-produktion-verschmelzen/ Fri, 18 Sep 2026 07:57:58 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=261595
Aroma entwickelt Prototypen für neue Kundenlösungen. Quelle: zvg

Die Kreativagentur Aroma schärft ihr Profil im Bereich physischer Markenerlebnisse: Mit der Gründung des Aroma Tec Lab innerhalb der Unit Fabrication & Engineering vereint das Unternehmen sein analoges und digitales Technologie-Know-how unter einem Dach und bindet dabei die eigene Produktionskompetenz und Infrastruktur direkt ein. Damit will Aroma nach eigenen Angaben ihre langjährige Expertise an der Schnittstelle von Mensch, Raum und Technologie stärken und den Rahmen für die Umsetzung komplexer, interaktiver Kundenlösungen schaffen.

Das Tec Lab: Zukunft gestalten

Mit dem Tec Lab entsteht laut Mitteilung ein kreativer und technologischer Raum, in dem die Grenzen zwischen der digitalen und analogen Welt verschmelzen sollen. Ziel sei es, Interaktionen zwischen Mensch und Marke durch den gezielten Einsatz modernster Technologien zu gestalten. Der Lab-Gedanke stehe dabei im Zentrum, da jeder Auftrag ein Unikat darstelle, das einen Innovationsprozess sowie das ständige Begehen neuer Wege erfordere.

Aroma testet Prototypen für neue Markenerlebnisse. Quelle: zvg

Interdisziplinäre Kompetenz unter einem Dach

Die Leitung des Aroma Tec Lab übernimmt Roger Wiedemeier, Unit Director Fabrication & Engineering. Operativ wird das Lab durch ein interdisziplinäres Kernteam getragen, welches die Bereiche Hard- und Software vereint. Durch die gebündelte Expertise in interaktiven Technologien, künstlicher Intelligenz und digitalem Storytelling, vertreten durch Alexander Naumer, Senior Creative Technologist, sowie in Produktdesign, Kinetik und physischen Interfaces, vertreten durch Ralph Jordi, Senior Product Designer, soll das Lab zur Anlaufstelle werden, um Markenauftritten neue Impulse zu verleihen.

Damit entsteht eine Symbiose aus Technologie und Produktion: Die Umsetzung erfolgt bei Aroma, gestützt auf die Inhouse-Expertise und den interdisziplinären Wissensaustausch innerhalb der Agentur.

Aroma entwickelt interaktive Prototypen. Quelle: zvg

Schnittstelle zwischen Technik, Kreativität und Produktion

Das Tec Lab konzentriert sich auf Systeme, die digitale Steuerungen, Displays, künstliche Intelligenz und physische Interaktion miteinander vereinen. Von ersten Prototypen bis zur Umsetzung entsteht die Realisierung bei Aroma, unterstützt durch Produktionsmöglichkeiten wie 3D-Druck, Laserbearbeitung und Grossformatdruck. Dabei stehe die User Experience stets im Vordergrund, heisst es in der Mitteilung. Durch diese Kombination aus technologischem Fortschritt und kreativer Vision will Aroma neue Wege der Interaktion eröffnen, die tief in das Markenerlebnis eingreifen.

Aroma fertigt Prototypen per 3D-Druck. Quelle: zvg

Aroma macht Marken erlebbar – in Branding, Design, Innenarchitektur, Ausstellungen und Live Communication, räumlich, interaktiv und erlebnisorientiert. In den drei Hubs Aroma Creative, Aroma Architecture und Aroma Productions arbeiten mehr als 140 Spezialist:innen an Markeninteraktionen für alle Touchpoints. Lukas Meier gründete das Unternehmen 1995. Heute ist die Aktiengesellschaft im Eigentum der geschäftsführenden Partner Eugen Brunner, Alexander Hauri, Lukas Meier und Roger Stämpfli. Aroma ist im Gewerbehaus der Kreativen Nœrd zu Hause, mit eigenen Werkstätten, Lager und Fuhrpark. Weitere Standorte befinden sich in Bern, Lausanne und Lugano.

Aroma lanciert ein eigenes Tec Lab. Quelle: zvg

Weitere Informationen zu Aroma finden sich unter https://www.aroma.ch.


Verantwortlich bei Aroma: Roger Wiedemeier, Unit Director Fabrication & Engineering; Alexander Naumer, Senior Creative Technologist; Ralph Jordi, Senior Product Designer

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ZHAW-Nachhaltigkeitsbericht wird interaktive Plattform https://www.markt-kom.com/fr/digital/zhaw-nachhaltigkeitsbericht-wird-interaktive-plattform/ Thu, 17 Sep 2026 07:05:51 +0000 https://www.markt-kom.com/de/?p=261540
Francesco Bortoluzzi leitet die ZHAW-Nachhaltigkeitsprogramme. Quelle: zvg

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat ihren Nachhaltigkeitsbericht neu konzipiert: Statt eines klassischen Dokuments steht nun eine digitale, interaktive Plattform zur Verfügung. Der neue ZHAW-Nachhaltigkeitsbericht entstand in Zusammenarbeit mit der Zürcher Agentur relyz und verbindet Geschichten, Projekte und Daten zur Nachhaltigkeitsarbeit der Hochschule – von Lehre und Forschung über den Betrieb bis zu hochschulübergreifenden Initiativen und Kooperationen. Der Bericht soll Fortschritte, Herausforderungen und Datengrundlagen transparent zugänglich machen.

Geschichten und Daten auf einer Plattform

Das übergeordnete Motto der Nachhaltigkeitsarbeit an der ZHAW lautet «Angewandt. Gemeinsam. Wirksam.». Nach Angaben von relyz wurde dieser Anspruch in ein digitales Berichtsformat mit zwei komplementären Bereichen übersetzt: Im Content Hub zeigen Stories über Menschen, Projekte, Partnerschaften und Initiativen, wie Nachhaltigkeit an der ZHAW umgesetzt wird. Der Data Hub ergänzt diese Perspektive mit Kennzahlen und interaktiven Datenvisualisierungen.

Stories zeigen konkrete Nachhaltigkeitsprojekte der ZHAW. Quelle: zvg

Daten aus mehreren Jahren lassen sich direkt im Bericht erkunden und vergleichen, wodurch Entwicklungen über längere Zeiträume nachvollziehbar werden. Thematisches Tagging und gezielte Verknüpfungen verbinden Stories und Daten miteinander. Zudem werden die Stories den relevanten Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen zugeordnet.

«Mit dem neuen digitalen Nachhaltigkeitsbericht verknüpfen wir Daten und Geschichten und zeigen, wo uns die nachhaltige Transformation bereits gelingt und wo es noch Handlungsbedarf gibt. relyz hat diese komplexen Anforderungen in eine klare, zugängliche und interaktive Form übersetzt», sagt Francesco Bortoluzzi, Leiter Nachhaltigkeitsprogramme bei der ZHAW.

Interaktiver ZHAW-Nachhaltigkeitsbericht macht Kennzahlen transparent. Quelle: zvg

Ein Konzept von Plattform bis Lancierung

Der Nachhaltigkeitsbericht entstand in mehreren Design-Sprints in enger Zusammenarbeit zwischen ZHAW sustainable und relyz. Informationsarchitektur, Datenvisualisierungen und User Experience wurden iterativ entwickelt und auf die inhaltlichen Anforderungen der Hochschule abgestimmt. Für die Lancierung wurde das Konzept konsequent weitergeführt: In einer Begleitkampagne übersetzen KI-generierte Visuals ausgewählte Verbrauchsdaten in anschauliche Grössenvergleiche und visuelle Analogien. QR-Codes und Kurz-URLs führen direkt zu den zugrunde liegenden Daten und vertiefenden Inhalten im digitalen Bericht.

ZHAW bereitet Verbrauchsdaten digital auf. Quelle: zvg

Die ZHAW ist eine Hochschule für angewandte Wissenschaften mit Standorten im Kanton Zürich. Sie verbindet praxisorientierte Lehre, angewandte Forschung und gesellschaftliche Verantwortung. Mit ihrer Nachhaltigkeitsarbeit leistet die ZHAW nach eigenen Angaben einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in Bildung, Forschung und Entwicklung, Betrieb und Gesellschaft. relyz ist eine Zürcher Agentur für Digital Business Consulting und Experience Design, die Strategie mit Design, Daten und Technologie verbindet und Organisationen bei der Entwicklung zukunftsfähiger digitaler Lösungen unterstützt.

Stories vermitteln Nachhaltigkeitsprojekte der ZHAW. Quelle: zvg

Weitere Informationen zum ZHAW-Nachhaltigkeitsbericht finden sich auf der Webseite der Hochschule: https://zhaw.ch/nhb26


Verantwortlich bei relyz: Fabienne Schmidli, Digital Experience Consultant; Verantwortlich bei ZHAW sustainable: Francesco Bortoluzzi (Leiter Nachhaltigkeitsprogramme).

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