Croix suisse : Marketagent constate un certain scepticisme vis-à-vis du « Swissness »

Eine Studie von Marketagent Schweiz zeigt: 92 Prozent der Befragten wollen das Schweizer Kreuz nur auf Produkten sehen, die tatsächlich in der Schweiz hergestellt werden. Mehr als sieben von zehn wären für echte Schweizer Herstellung bereit, mehr zu bezahlen.

Für 71,7 Prozent haben Swissness-Kennzeichnungen auf Produkten eine grosse persönliche Bedeutung (Grafik). Quelle: Marketagent
Für 71,7 Prozent haben Swissness-Kennzeichnungen auf Produkten eine grosse persönliche Bedeutung (Grafik). Quelle: Marketagent

Das Forschungsinstitut Marketagent Schweiz hat untersucht, wie die Bevölkerung zu gelockerten Regeln beim Schweizer Kreuz steht. Laut der repräsentativen Studie unterstützen 92 Prozent die Forderung, dass das Schweizer Kreuz nur auf Produkten verwendet werden darf, die tatsächlich in der Schweiz hergestellt wurden. Zwei Drittel (67 Prozent) lehnen die Lockerung der bisherigen Regeln grundsätzlich ab.

Hintergrund ist laut Mitteilung eine Praxispräzisierung des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum. Seither kann das Schweizer Kreuz in Verbindung mit Angaben wie «Swiss Engineering» oder «Swiss Research» auch auf Produkten eingesetzt werden, die nicht in der Schweiz hergestellt werden. Die Neuregelung hat eine politische Debatte ausgelöst. Für 73 Prozent der Befragten ist nicht eindeutig, was ein Zusatz wie «Swiss Engineering» oder «Swiss Research» bedeutet.

Schweizer Kreuz als Produktionsversprechen

Für 72 Prozent der Befragten haben Swissness-Kennzeichnungen eine grosse persönliche Bedeutung. Mit dem Schweizer Kreuz verbinden 61 Prozent in erster Linie die Schweizer Herkunft eines Produkts, 55 Prozent eine Herstellung in der Schweiz und 49 Prozent hohe Qualität. Gefragt nach der stärksten konkreten Erwartung nennen 35 Prozent eine vollständige Herstellung in der Schweiz. Weitere 28 Prozent gehen davon aus, dass zumindest der überwiegende Teil der Herstellung hierzulande erfolgt.

89 Prozent prüfen beim Einkaufen zumindest gelegentlich aktiv, wo ein Produkt hergestellt wurde, 29 Prozent sogar häufig. Ein Schweizer Kreuz auf einem im Ausland produzierten Produkt würde 67 Prozent bei Lebensmitteln besonders stören, 49 Prozent bei Medikamenten und 48 Prozent bei Uhren und Schmuck.

«Für die Schweizer Bevölkerung ist das Kreuz weit mehr als ein Marketingzeichen. In den Köpfen der Konsumentinnen und Konsumenten ist es sehr eng mit tatsächlicher Wertschöpfung in der Schweiz verbunden. Wird diese Verbindung aufgeweicht, droht aus Sicht einer grossen Mehrheit ein Verlust an Klarheit, Glaubwürdigkeit und Wertigkeit», fasst Marketagent-Founder Thomas Schwabl die Ergebnisse zusammen.

Lockerung könnte Vertrauen kosten

72 Prozent geben an, dass ihr Vertrauen in das Schweizer Kreuz (eher) stark beeinflusst würde, wenn es auch auf im Ausland produzierten Produkten verwendet werden darf. 89 Prozent befürchten, dass weniger klar wird, wofür das Kreuz auf einem Produkt steht. 85 Prozent sehen einen Anreiz zur weiteren Verlagerung der Produktion ins Ausland, 84 Prozent Unternehmen benachteiligt, die weiterhin in der Schweiz produzieren. 83 Prozent rechnen langfristig mit einem Bedeutungsverlust des Symbols.

Aufpreis für echte Swissness

87 Prozent empfinden ein Produkt als wertvoller, wenn es in der Schweiz hergestellt wurde. 72 Prozent wären bereit, für ein vollständig in der Schweiz hergestelltes Produkt einen Aufpreis zu bezahlen. Rund ein Drittel würde bis zu fünf Prozent mehr bezahlen, drei von zehn bis zu zehn Prozent. Rund jede:r Zehnte akzeptiert einen Aufpreis von 20 Prozent oder mehr.

Preisargument überzeugt vor allem die Jungen

Ganz kompromisslos ist die Bevölkerung laut Studie nicht. Würde eine Produktion im Ausland tatsächlich zu günstigeren Preisen führen, wäre fast die Hälfte (49 Prozent) eher bereit, die Lockerung zu akzeptieren. Dabei zeigt sich ein Generationenunterschied: Unter Angehörigen der Generation Z wären 61 Prozent bei einem konkreten Preisvorteil eher für die Lockerung, bei den Babyboomern 35 Prozent. Allerdings glauben fast sechs von zehn (57 Prozent) nicht, dass Kosteneinsparungen durch eine Produktion im Ausland an die Konsument:innen weitergegeben würden.

Die Frage, wer das Schweizer Kreuz künftig tragen darf, sei weit mehr als eine juristische Detaildiskussion, heisst es in der Mitteilung. «Wenn mehr als neun von zehn Schweizer*innen das Symbol an eine Herstellung im eigenen Land knüpfen wollen, geht es letztlich um den Wert und die Glaubwürdigkeit einer der stärksten Marken der Schweiz», so Schwabl.

Zur Marketagent-Studie

Die Eigenstudie basiert auf Online-Interviews über die Marketagent-reSEARCH-Plattform (CAWI). Befragt wurden vom 26. August bis 2. September 2026 tausend Personen zwischen 14 und 75 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz. Das Sample ist nach Angaben von Marketagent repräsentativ für die Schweizer Bevölkerung.

 

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