Net-Metrix: 3 Millionen Onliner tun es mit dem Smartphone

Der Trend der Internetnutzung über mobile Geräte in der Schweiz geht weiter. Bereits 60 Prozent der Onliner (3,2 Millionen) nutzen das Internet auch über Smartphones & Co. und rund 40 Prozent (2,2 Millionen) tun dies täglich oder fast täglich.

Ein beachtliches Wachstum erfährt die Gruppe der Tablet-User von über 20 Prozent in einem halben Jahr und knackt aktuell fast die Millionen-Grenze. Dies schreibt Net-Metrix im Mobile Report 2013-1. Die Studie erfasst die Entwicklung der Internetnutzung über unterschiedliche Typen mobiler Geräte.

Der Trend-Vergleich des Mobile-Reports zeigt laut Mitteilung seit Bestehen eine positive Entwicklung: Die Gruppe der SSD-User (Small Screen Devices) hat mittlerweile die 3-Millionen-Schwelle übertroffen (3,2 Millionen) und erreicht damit aktuell 60 Prozent der Schweizer Internetnutzer. Dies entspricht einem Anstieg von 8 Prozent seit der letzten Erhebung vor sechs Monaten und einer Verdoppelung seit der ersten Erhebung 2010. Noch deutlicher zugelegt hat die Gruppe der SSD-Heavy-User, also denjenigen Personen, welche täglich oder fast täglich mit Smartphones & Co. im Internet surfen: Innerhalb eines halben Jahres ist diese Gruppe von 1,9 Millionen auf rund 2,2 Millionen angewachsen und erreicht neu über 40 Prozent der Schweizer Onliner. Seit der ersten Erhebung 2010 hat sich dieser Anteil verdreifacht.

Weiterhin das grösste relative Wachstum weisen die Tablet-User auf: Mit einem Anteil von 18 Prozent umfassen sie aktuell 965'000 Personen und haben damit die Millionenmarke fast geknackt. Das Wachstum in den letzten sechs Monaten liegt bei 22 Prozent und seit der ersten Erhebung 2010 beim beachtlichen Faktor 17. Da das Weihnachtsgeschäft nur teilweise in den Erhebungszeitraum fiel, darf angenommen werden, dass die Anteile aktuell noch höher ausfallen.

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Anzahl mobile Geräte für Internetnutzung nimmt zu

Bei der Geräteart bestätigt sich der festgestellte Trend: Der Anteil der Onliner, welche Internet über Smartphones nutzen, lag mit 52,7 Prozent erstmals über der Internetnutzung in der Kategorie Laptops, Notebooks und Netbooks (47,6 Prozent). Aktuell fällt der Abstand mit 58,2 Prozent für Smartphones und knapp 50 Prozent für Laptops & Co. noch grösser aus.

Eine wesentliche Verschiebung auf Ebene Gerät ist im Moment aber noch nicht erkennbar, jedenfalls dann nicht, wenn man die Anzahl mobiler Geräte betrachtet, mit denen im Web gesurft wird: Der Anteil der Onliner, die mit zwei oder mehr mobilen Geräten im Web surfen, hat sich von 22,2 Prozent in 2010 auf 43,3 Prozent praktisch verdoppelt. Beachtlich ist umgekehrt der Rückgang derjenigen Onlinern, die gar kein mobiles Gerät für den Besuch im Web nutzen: Seit der ersten Erhebung hat sich der Anteil dieser Gruppe mehr als halbiert und liegt jetzt noch bei 18,6 Prozent.

Werden die verschiedenen Nutzergruppen betrachtet, ist die Anzahl mobiler Geräte für den Besuch im Web bei den Tablet-Usern am höchsten: 86 Prozent surfen mit zwei oder mehr mobilen Geräten im Internet, bei den SSD-Usern sind es 66 Prozent und bei den SSD-Heavy-Usern 70,1 Prozent. Noch deutlicher werden die Unterschiede, wenn man die Anzahl auf vier oder mehr Geräte erhöht: Während dieser Anteil bei den SSD-Usern nur gerade bei 6,3 Prozent und bei den SSD-Heavy-Usern bei 7,9 Prozent liegt, schwingen auch hier die Tablet-User mit 15,1 Prozent oben aus.

Tablet-Userinnen auf dem Vormarsch

Die Prognose des letzten Mobile-Reports scheint sich zu bestätigen: Machten die Frauen 2011 noch nicht einmal einen Drittel der Tablet-Nutzer aus, kommen sie aktuell mit 45,2 Prozent ihren männlichen Netzkollegen immer näher. Damit haben die Frauen in nur einem halben Jahr um über 21 Prozent zugelegt. Es kann angenommen werden, dass mit zunehmender Verbreitung der Tablet-Nutzung auch die stärkere Angleichung der soziodemographischen Eigenschaften in Richtung Online-Gemeinschaft anhalten wird.

 

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