Orange: Abbau von bis zu 140 Stellen angekündigt
Orange hat am Freitag einen möglichen Stellenabbau von bis zu 140 Arbeitsplätzen angekündigt. Syndicom sieht den Abbau als Folge des Preiskampfs.
Man organisiere die Aktivitäten neu, prüfe einen Stellenabbau und leite eine Konsultationsphase ein, heisst es bei Orange. Während der Initialphase in den kommenden Wochen sei ein potenzieller Abbau von rund 70 Arbeitsplätzen im Kader und in der Administration geplant. Weitere Anpassungen sollen dann in einer weiteren Phase im Laufe des Jahres aufgrund modernisierter und vereinfachter Kundenabläufe geprüft werden, so Orange in der Mitteilung.
Zudem sollen mindestens 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden und 18 neue Orange Centers eröffnet werden. Dies soll die laufenden Investitionen von 700 Millionen Franken ins Mobilfunknetz ergänzen.
Syndicom sieht Abbau als Folge des Preiskampfes
Für die Gewerkschaft Syndicom kommt diese weitere Entlassungswelle innerhalb der Telekommunikationsbranche nicht überraschend; sie war im Gegenteil sogar absehbar, wie die Gewerkschaft in einem Communiqué vom Freitag schreibt. Die ruinösen und andauernden Preissenkungen im Mobilfunkmarkt sowie die von der Wettbewerbskommission verhinderte Fusion zwischen Orange und Sunrise seien mit zentrale Gründe für die Besorgnis erregenden Entwicklungen in der Mobiltelefonie.
Syndicom begrüsst die Bereitschaft von Orange, die Gewerkschaft in das Konsultationsverfahren einzubeziehen und im Nachgang am Sozialplan mitwirken zu lassen. Dadurch erhoffe man sich, zusammen mit der Arbeitnehmervertretung bereits im Konsultationsverfahren arbeitsmarktrelevante Vorschläge und Lösungen herbeiführen zu können, die den betroffenen Mitarbeitenden innerhalb und ausserhalb von Orange neue und möglichst nachhaltige berufliche Perspektiven eröffnen, so die Gewerkschaft abschliessend.
