CNN Journalist Award 2011: Benjamin Best ist «Journalist of the Year»
CNN International hat zum sechsten Mal den CNN Journalist Award vergeben, mit dem Nachwuchsjournalisten für Leistungen im Auslandsjournalismus ausgezeichnet werden. Die Auszeichnung «CNN Journalist of the Year» geht in diesem Jahr an den Journalisten Benjamin Best.
Benjamin Best setzte sich mit seinem WDR 5-Radio-Beitrag «Sieg, Tor, Betrug – Wettmanipulation im Sport» gegen mehr als 300 Bewerber aus drei Ländern durch. Auf eindrucksvolle Weise illustriert Benjamin Best aus München, welche Gefahr der internationale Wettbetrug für die Akzeptanz des Sports darstellt, so eine CNN-Mitteilung. Der gebürtige Berliner habe über drei Jahre zu diesem Thema recherchiert. Seine Recherche habe ihn von Europa über die USA bis nach Asien geführt. Seine selbst geführten und in Auftrag gegebenen Interviews wurden in diesem Radio-Feature zum ersten Mal zusammengefasst präsentiert. Dominik Wichmann, stellvertretender Chefredakteur des Stern und Juryvorsitzender, über die Entscheidung: «Bis zum Schluss ist man von diesem Beitrag gefesselt. Mir sind Bilder und Metaphern im Kopf geblieben, die ich bis heute im Kopf habe – wirklich ein Spitzenbeitrag!»
Die vier Preisträger wurden gestern Abend im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im GOP Varieté Theater in München geehrt. Zu den prominenten Gästen aus Medien, Politik und Wirtschaft zählten Dana Schweiger sowie die Schauspieler Hannes Jaenicke und Katja Flint. Auch CNN Lead Political Anchor Wolf Blitzer reiste aus Washington, D.C an. Moderiert wurde die Verleihung von Cherno Jobatey.
In den anderen Kategorien waren erfolgreich:
Sebastian Kuhn, Gewinner Kategorie TV (Arte): «USA: Unter der Brücke von Miami» erzählt von Sexualstraftätern in Miami. Seit 2005 sind sie per Gesetz verpflichtet, 750 Meter Abstand von Schulen und Kindergärten einzuhalten. Die Julia Tuttle Causeway Brücke ist somit der einzige Ort, der ihnen zum Wohnen übrig bleibt. Sebastian Kuhn hat eine Woche lang mit den «Geächteten» unter der Brücke in Miami gelebt.
Frederik Obermaier, Gewinner Kategorie Print (Zeit Campus): In seiner Reportage «Ich denke, dass es meine Bestimmung ist, hier zu sein» begibt sich Frederik Obermaier auf die Spuren der niederländischen Studentin Tanja Nijmeijer, die sich in Kolumbien der Guerilla angeschlossen hat. Überraschend wird sie in Abwesenheit angeklagt und per Steckbrief gesucht, denn der kolumbianische Geheimdienst hält sie für die rechte Hand von Farc-Vize Mono Jojoy.
Simon Kremer und Marc Röhlig, Gewinner Kategorie Online (Soukmagazine.de): Mit «Die gleichzeitige Stadt» ist eine interaktive Karte der Altstadt von Damaskus entstanden, die von Besuchern der Webseite erkundet werden kann, um so den gesellschaftlichen Wandel Syriens in diesem Mikrokosmos nachzeichnen zu können.
Die international besetzte Jury bestand in diesem Jahr aus: Uli Baur (Chefredakteur Focus), Franz Fischlin (Tagesschau-Moderator Schweizer Fernsehen), Katharina Borchert (Geschäftsführerin Spiegel Online), Kristin Zeier (Leitung englischsprachige Radio- und Onlineredaktion der Deutschen Welle), Frederik Pleitgen (CNN Korrespondent), Ingrid Thurnher (ZIB-Moderatorin ORF) und Dominik Wichmann (stellvertretender Chefredakteur Stern).
Jeder Kategoriesieger erhielt neben der Trophäe ein Preisgeld. Benjamin Best bekommt als «CNN Journalist of the Year» außerdem die Einladung zu einem Vollstipendium im CNN-Headquarter in Atlanta. Dort lernt er den internationalen Nachrichtensender von innen kennen, gewinnt Einblicke in das weltweite Netzwerk der Time Warner-Gruppe und erhält die Möglichkeit, neue berufliche Erfahrungen und Kontakte zu sammeln.
