Zürcher Satiremagazin Hauptstadt in Finanznöten
Nach sechs Monaten auf dem Markt steckt das Zürcher Satiremagazin Hauptstadt bereits in Finanznöten. Wie der Herausgeber auf der Hauptstadt-Website schreibt, wurde der Verlag im Laufe dieser Woche aufgelöst.
Um das Heft auch in Zukunft herausbringen zu können, gründet Verleger Reda El Arbi nun einen Verein, bei dem alle bisherigen Abonnenten automatisch Mitglieder werden. Das Satiremagazin Hauptstadt wird damit zum Vereinsmagazin. Die nächste Nummer erscheint nun statt im April erst Anfang Mai, da der Aufbau des Vereins und die Kapitalisierung einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die fehlenden Inserate sind das Hauptproblem des Heftes. Um doch noch Einnahmen verbuchen zu können, bietet der Verleger seine Inhalte nun auch anderen Medien an. Wer einmal «etwas Böses veröffentlichen wolle», könne bei ihm Artikel einkaufen und diese unter der Marke Hauptstadt veröffentlichen, schreibt El Arbi auf der Website. Mit diesem Angebot richtet er sich in erster Linie an seriöse Medien. Das Satiremagazin startete am 1. Oktober 2010 mit einer Auflage von 10'000 Exemplaren.
