Kopf der Woche: «Es gibt in der Schweiz relativ wenig interessante Medienmanagementjobs»
Patrick Vogt ist seit mehr als einem Monat neuer Geschäftsleiter der Medien Z Holding
Patrick Vogt ist seit mehr als einem Monat neuer Geschäftsleiter der Medien Z HoldingKopf der Woche «Es gibt in der Schweiz relativ wenig interessante Medienmanagementjobs»
Seit über einem Monat firmiert Patrick Vogt als neuer operativer Leiter der Medien Z Holding (MZH). Fast täglich pendelt der 32-Jährige zwischen seinen zwei Arbeitsplätzen, einem Büro an der Kreuzstrasse in Zürich und einem Schreibtisch mit Seesicht im Goldbach-Media-Komplex in Küsnacht. Einen festen Wohnsitz hat er zurzeit nicht. Aber das ist nichts Neues für Vogt. Die letzten zwei Jahre war er für die Beratungsfirma McKinsey unterwegs und betreute vorwiegend Projekte im Ausland.
Was bringt jemanden dazu, die grosse, weite Welt gegen die kleinräumige Schweiz einzutauschen? «Es hat mich gereizt, die bestehenden Geschäftsfelder der MZH weiter zu entwickeln – auch mit der Unterstützung der Schwestergesellschaft Goldbach Media», begründet Patrick Vogt seinen Wechsel und schmunzelt: «Natürlich war das Angebot auch sehr verlockend.» Es gebe in der Schweiz relativ wenig spannende Medienmanagementjobs, führt er weiter an, aber der des Geschäftsleiters der MZH sei einer davon. Mit der Goldbach Media AG als Schwester biete sich der Medien Z Holding eine spannende Ausgangslage für die ihr anvertrauten B-to-C-Aufgaben. Bei seiner Arbeit gehe es in erster Linie um die Erschliessung neuer Märkte im Bereich elektronische Medien.
Patrick Vogt ist in Chur, als Sohn des heutigen Direktors der Appenzeller Bahnen, aufgewachsen. Lokführer wollte er aber nie werden, da ihn schon früh die Medienwelt faszinierte. Neben der Schule und dem anschliessenden Wirtschaftsstudium an der Hochschule St.Gallen jobte er als Redaktor bei der Südostschweiz, beim Blick, bei Cash-TV und Radio DRS, wo er unter anderem auch moderierte. 1996 übernahm Vogt Geschäftsführung und Programmleitung von Radio Grischa – nebenbei verfasste er seine Doktorarbeit zum Thema Regionalverkehr. Im Juli 1999 trat er als Strategieberater in den Dienst von McKinsey und gehörte bis vor zwei Monaten zur «privilegierten» Klasse jener, die am Montagmorgen ins Flugzeug statt in die überfüllte S-Bahn steigen.
Trotz internationaler Tätigkeit ist Vogt mit seiner Bündner Heimat verbunden geblieben: «Ich bin das, was man einen typischen Bergler nennt: Ich habe einen Stierengrind und eine klare Meinung, die ich anderen auch mitteile.» Das werde natürlich nicht überall geschätzt. In seiner spärlichen Freizeit frönt Patrick Vogt als Bergler seinem Lieblingssport: Vom Herbst bis in den Frühling schnallt er sich ein Board oder Skis unter die Füsse und flitzt die Hänge hinunter. Und während der restlichen sechs Monate? «Da meine berufliche Tätigkeit mein Interessengebiet grossflächig abdeckt, mache ich eigentlich nichts anderes mehr» gesteht der Vielbeschäftigte. Mit einer Ausnahme: die Pflege seines Freundeskreises. Simone Keller
Seit über einem Monat firmiert Patrick Vogt als neuer operativer Leiter der Medien Z Holding (MZH). Fast täglich pendelt der 32-Jährige zwischen seinen zwei Arbeitsplätzen, einem Büro an der Kreuzstrasse in Zürich und einem Schreibtisch mit Seesicht im Goldbach-Media-Komplex in Küsnacht. Einen festen Wohnsitz hat er zurzeit nicht. Aber das ist nichts Neues für Vogt. Die letzten zwei Jahre war er für die Beratungsfirma McKinsey unterwegs und betreute vorwiegend Projekte im Ausland.
Was bringt jemanden dazu, die grosse, weite Welt gegen die kleinräumige Schweiz einzutauschen? «Es hat mich gereizt, die bestehenden Geschäftsfelder der MZH weiter zu entwickeln – auch mit der Unterstützung der Schwestergesellschaft Goldbach Media», begründet Patrick Vogt seinen Wechsel und schmunzelt: «Natürlich war das Angebot auch sehr verlockend.» Es gebe in der Schweiz relativ wenig spannende Medienmanagementjobs, führt er weiter an, aber der des Geschäftsleiters der MZH sei einer davon. Mit der Goldbach Media AG als Schwester biete sich der Medien Z Holding eine spannende Ausgangslage für die ihr anvertrauten B-to-C-Aufgaben. Bei seiner Arbeit gehe es in erster Linie um die Erschliessung neuer Märkte im Bereich elektronische Medien.
Patrick Vogt ist in Chur, als Sohn des heutigen Direktors der Appenzeller Bahnen, aufgewachsen. Lokführer wollte er aber nie werden, da ihn schon früh die Medienwelt faszinierte. Neben der Schule und dem anschliessenden Wirtschaftsstudium an der Hochschule St.Gallen jobte er als Redaktor bei der Südostschweiz, beim Blick, bei Cash-TV und Radio DRS, wo er unter anderem auch moderierte. 1996 übernahm Vogt Geschäftsführung und Programmleitung von Radio Grischa – nebenbei verfasste er seine Doktorarbeit zum Thema Regionalverkehr. Im Juli 1999 trat er als Strategieberater in den Dienst von McKinsey und gehörte bis vor zwei Monaten zur «privilegierten» Klasse jener, die am Montagmorgen ins Flugzeug statt in die überfüllte S-Bahn steigen.
Trotz internationaler Tätigkeit ist Vogt mit seiner Bündner Heimat verbunden geblieben: «Ich bin das, was man einen typischen Bergler nennt: Ich habe einen Stierengrind und eine klare Meinung, die ich anderen auch mitteile.» Das werde natürlich nicht überall geschätzt. In seiner spärlichen Freizeit frönt Patrick Vogt als Bergler seinem Lieblingssport: Vom Herbst bis in den Frühling schnallt er sich ein Board oder Skis unter die Füsse und flitzt die Hänge hinunter. Und während der restlichen sechs Monate? «Da meine berufliche Tätigkeit mein Interessengebiet grossflächig abdeckt, mache ich eigentlich nichts anderes mehr» gesteht der Vielbeschäftigte. Mit einer Ausnahme: die Pflege seines Freundeskreises. Simone Keller
