Kopf der Woche: «Ich habe mich stets von meiner Intuition leiten lassen»
Christoph Marty ist seit dem 1. April neuer Verlagsleiter des Tamedia-Nachrichtenmagazins Facts
Christoph Marty ist seit dem 1. April neuer Verlagsleiter des Tamedia-Nachrichtenmagazins FactsKopf der Woche «Ich habe mich stets von meiner Intuition leiten lassen»
Dass Christoph Marty heute als Facts-Verlagsleiter eine Führungsposition in der Kommunikationsbranche besetzt, ist Zufall: Zwei Wochen vor Beginn seiner KV-Lehre wusste Marty noch nicht, wo er sie antreten würde. Aus dem Bauch heraus habe er sich dann für eine Stelle bei der ofa Orell Füssli Werbe AG entschieden – und damit die Weichen für eine langjährige Karriere gestellt.
Als Marty den Abschluss in der Tasche hatte, setzte er seinen Werdegang bei der Printvermarkterin fort, unter anderem als Verantwortlicher Marketing Service sowie als Teamleiter von Werbeagenturen und Grosskunden.
Nach sechs Jahren drängte es den gebürtigen Schaffhauser zu neuen Taten: «Es war Zeit, nach einer anderen Herausforderung zu suchen.» Obwohl ihm damals bei der ofa eine führende Funktion angeboten worden war. «Ich fühlte mich als 25-Jähriger noch nicht reif dazu, eine so verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen», erklärt er heute.
Anstatt auf der Karriereleiter weiter zu steigen, stieg Marty als Projektleiter Marketing Service bei der damaligen TA Media AG ein. Dass er bei dem neuen Job weniger verdiente, spielte für ihn keine Rolle. Mit Herz statt Prestige an eine Sache herantreten, lautet seine Philosophie. «Ich habe mich stets von meiner Intuition leiten lassen.»
Der Erfolg gibt ihm Recht: Nach dem Start beim Zürcher Verlagshaus hat sich Marty zum Leiter Verkaufsförderung emporgearbeitet, wurde Marketingleiter von Facts und hat im April den Verlagsleiterposten des Nachrichtenmagazins übernommen.
Den Sprung nach oben nimmt der 33-Jährige gelassen: «Für mich muss ein Job vor allem Spass bereiten.» Karriere zu machen, sei nie sein Ziel gewesen. Einen faszinierenden Job brauche er eben wie die Luft zum Atmen, genauso wie Herausforderungen im Privatleben: «Ich trainiere momentan für den New Yorker Marathon.» Beim Laufen, sagt Marty, hole er sich neue Energien.
Und diesen Treibstoff kann er in seiner neuen Funktion gut gebrauchen – Facts kämpfte im letzten Jahr erstmals mit einer rückläufigen Auflage. Doch Marty ist optimistisch: «Obwohl wir uns in einer Konsolidierungsphase befinden, bin ich überzeugt, dass Facts Wachstumspotenzial hat.»
Schliesslich kennt er das Produkt nicht erst seit gestern. Sein Vorgänger René Gehrig, heute Geschäftsleitungsmitglied der Tamedia AG, hat bereits im Vorjahr einen grossen Teil seines Aufgabenbereichs ihm übertragen. «Der Wechsel von Facts ins neue Medienhaus war der optimale Zeitpunkt für die Ernennung», führt Marty aus. Trotzdem stosse natürlich auch er auf Neuland – nämlich beim Gefühl, für ein Produkt ganz alleine die Verantwortung zu tragen. Carole Koch
Dass Christoph Marty heute als Facts-Verlagsleiter eine Führungsposition in der Kommunikationsbranche besetzt, ist Zufall: Zwei Wochen vor Beginn seiner KV-Lehre wusste Marty noch nicht, wo er sie antreten würde. Aus dem Bauch heraus habe er sich dann für eine Stelle bei der ofa Orell Füssli Werbe AG entschieden – und damit die Weichen für eine langjährige Karriere gestellt.
Als Marty den Abschluss in der Tasche hatte, setzte er seinen Werdegang bei der Printvermarkterin fort, unter anderem als Verantwortlicher Marketing Service sowie als Teamleiter von Werbeagenturen und Grosskunden.
Nach sechs Jahren drängte es den gebürtigen Schaffhauser zu neuen Taten: «Es war Zeit, nach einer anderen Herausforderung zu suchen.» Obwohl ihm damals bei der ofa eine führende Funktion angeboten worden war. «Ich fühlte mich als 25-Jähriger noch nicht reif dazu, eine so verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen», erklärt er heute.
Anstatt auf der Karriereleiter weiter zu steigen, stieg Marty als Projektleiter Marketing Service bei der damaligen TA Media AG ein. Dass er bei dem neuen Job weniger verdiente, spielte für ihn keine Rolle. Mit Herz statt Prestige an eine Sache herantreten, lautet seine Philosophie. «Ich habe mich stets von meiner Intuition leiten lassen.»
Der Erfolg gibt ihm Recht: Nach dem Start beim Zürcher Verlagshaus hat sich Marty zum Leiter Verkaufsförderung emporgearbeitet, wurde Marketingleiter von Facts und hat im April den Verlagsleiterposten des Nachrichtenmagazins übernommen.
Den Sprung nach oben nimmt der 33-Jährige gelassen: «Für mich muss ein Job vor allem Spass bereiten.» Karriere zu machen, sei nie sein Ziel gewesen. Einen faszinierenden Job brauche er eben wie die Luft zum Atmen, genauso wie Herausforderungen im Privatleben: «Ich trainiere momentan für den New Yorker Marathon.» Beim Laufen, sagt Marty, hole er sich neue Energien.
Und diesen Treibstoff kann er in seiner neuen Funktion gut gebrauchen – Facts kämpfte im letzten Jahr erstmals mit einer rückläufigen Auflage. Doch Marty ist optimistisch: «Obwohl wir uns in einer Konsolidierungsphase befinden, bin ich überzeugt, dass Facts Wachstumspotenzial hat.»
Schliesslich kennt er das Produkt nicht erst seit gestern. Sein Vorgänger René Gehrig, heute Geschäftsleitungsmitglied der Tamedia AG, hat bereits im Vorjahr einen grossen Teil seines Aufgabenbereichs ihm übertragen. «Der Wechsel von Facts ins neue Medienhaus war der optimale Zeitpunkt für die Ernennung», führt Marty aus. Trotzdem stosse natürlich auch er auf Neuland – nämlich beim Gefühl, für ein Produkt ganz alleine die Verantwortung zu tragen. Carole Koch
