Verspielter und doch seriöser

Die Schweizer Illustrierte kam in den Schönheitssalon von Wolf Dammann und behielt ihre Heftstruktur bei

Die Schweizer Illustrierte kam in den Schönheitssalon von Wolf Dammann und behielt ihre Heftstruktur beiVon Markus KnöpfliSeit dem 11. Juni erscheint die Schweizer Illustrierte (SI) mit einem überarbeiteten Layout, das vom Hamburger Designer Wolf Dammann gestaltet wurde. Die Redaktion erhielt vor allem mehr gestalterische Freiräume.
Einige Neuerungen stechen gleich ins Auge: Die «A-Liste» auf der Front, die die besten Geschichten kurz anreissen soll, ist gewöhnungsbedürftig. Die Aufschlagseiten einiger grosser People-Storys kommen neu mit doppelseitigem Bild daher. Eine variable Spalte pro Doppelseite gibt Luft und gleichzeitig Raum für Bildlegenden und andere Elemente. Die neue Schrift – Knock-out genannt – ist in allen Grössen gut lesbar, gleichzeitig kommt sie dezenter daher, was die Titel weniger boulevardesk erscheinen lässt. Kurz: Die neue SI wirkt seriöser und grosszügiger. Das freut ihren Chefredaktor Marc Walder: «Es war unser Ziel, die SI im Genre Titelmagazine gegenüber der deutschen Konkurrenz weit oben zu positionieren.»
Gleichzeitig kommt die SI auch verspielter daher als bisher: So starten einige People-Storys statt mit einem doppelseitigen nur mit einem ganzseitigen Bild, dafür mit Schwarz unterlegtem Titel oder auch ganz ohne grafisches Element. «Die Redaktion kann fast im Bauklötzchensystem jeder Story eine eigene Identität geben», sagt Walder. Auch das ist gewöhnungsbedürftig, doch weil Heftstruktur und -aufbau praktisch unverändert geblieben sind, dürfte sich die SI-Leserschaft problemlos zurechtfinden.

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