Ungewisser denn je
Kabelnetzbetreiber in Genf und Lausanne gegen Aufschaltung des M6-Werbefensters
Kabelnetzbetreiber in Genf und Lausanne gegen Aufschaltung des M6-WerbefenstersVon Anita Vaucher Die Kabelnetzbetreiber der beiden grössten Westschweizer Agglomerationen, Genf und Lausanne, sperren sich gegen die Aufschaltung des geplanten M6-Werbefensters. Jetzt setzt sein Vermarkter IP Multimedia bei den Wirtschaftsverbänden Druck auf.
Das Verwirrspiel um das seit langem geplante Werbefenster des französischen Privatfernsehsenders M6 für die Westschweiz nimmt kein Ende. Was vergangene Woche noch als Gerücht zirkulierte, hat sich mittlerweile bestätigt: Die beiden Kabelanbieter TeleGenève (Genf) und Urbanet (Lausanne) haben signalisiert, dass sie auf die Aufschaltung des Werbefensters verzichten wollen.
TeleGenève, das unter anderem auch den Lokalsender Léman Bleue betreibt, erklärt, die Ausstrahlung des Werbefensters sei finanziell nicht interessant. Zudem unterscheide sich das «programme suisse», das M6 zusammen mit dem Schweizer Werbefenster anbiete, nicht wesentlich vom französischen Angebot.
Deshalb sei das Werbefenster allein für die Zuschauer nicht interessant, sagte Michel Vieux von TeleGenève. Und zu guter Letzt, so die sibyllinische Begründung, respektiere man die Haltung des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) und der Télévision Suisse Romande (TSR), die sich beide heftig ablehnend über das Werbefenster geäussert hatten.
Der Entscheid für oder gegen die Aufschaltung des Werbefensters in Neuenburg, dem dritten grossen Einzugsgebiet der Romandie, soll in den nächsten Tagen fallen. Dies sagte André Vuillemez vom zuständigen Kabelnetzbetreiber Video 2000 gegenüber der WerbeWoche. Sollte auch dieser Entscheid negativ ausfallen, wirds eng für das M6-Werbefenster.
IPM sucht jetzt Schützenhilfe der Wirtschaftsverbände
Indessen macht die Werbezeitvermarkterin IP Multimedia (IPM) weiterhin auf Optimismus und will das offizielle Verhandlungsergebnis der Westschweizer Kabelgesellschaften mit M6 abwarten. Beim Bakom in Biel ist man über die neueste Entwicklung bezüglich der Entscheide von TeleGenève und Urbanet nicht auf dem Laufenden und wartet angeblich immer noch auf die Kopie der Bewilligung für das Werbefenster, die die zuständige französische Behörde M6 bereits erteilt hat. Laut IPM-Sprecherin Bettina Singeisen müsse das Bakom diese Kopie aber längst erhalten haben.
Nach den Worten von Singeisen sucht IPM nun die Unterstützung der Wirtschaftsverbände, mit denen man Druck auf
die Kabelgesellschaften ausüben wolle. Schliesslich stünden wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel, sagte sie. Zudem sei die Forderung der Werbeauftraggeber nach Alternativen zur TSR eine Tatsache. «Auch die Zuschauer profitieren weit mehr von der Werbung für Produkte, die sie in der Schweiz auch kaufen können», betont Singeisen.
Das Verwirrspiel um das seit langem geplante Werbefenster des französischen Privatfernsehsenders M6 für die Westschweiz nimmt kein Ende. Was vergangene Woche noch als Gerücht zirkulierte, hat sich mittlerweile bestätigt: Die beiden Kabelanbieter TeleGenève (Genf) und Urbanet (Lausanne) haben signalisiert, dass sie auf die Aufschaltung des Werbefensters verzichten wollen.
TeleGenève, das unter anderem auch den Lokalsender Léman Bleue betreibt, erklärt, die Ausstrahlung des Werbefensters sei finanziell nicht interessant. Zudem unterscheide sich das «programme suisse», das M6 zusammen mit dem Schweizer Werbefenster anbiete, nicht wesentlich vom französischen Angebot.
Deshalb sei das Werbefenster allein für die Zuschauer nicht interessant, sagte Michel Vieux von TeleGenève. Und zu guter Letzt, so die sibyllinische Begründung, respektiere man die Haltung des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) und der Télévision Suisse Romande (TSR), die sich beide heftig ablehnend über das Werbefenster geäussert hatten.
Der Entscheid für oder gegen die Aufschaltung des Werbefensters in Neuenburg, dem dritten grossen Einzugsgebiet der Romandie, soll in den nächsten Tagen fallen. Dies sagte André Vuillemez vom zuständigen Kabelnetzbetreiber Video 2000 gegenüber der WerbeWoche. Sollte auch dieser Entscheid negativ ausfallen, wirds eng für das M6-Werbefenster.
IPM sucht jetzt Schützenhilfe der Wirtschaftsverbände
Indessen macht die Werbezeitvermarkterin IP Multimedia (IPM) weiterhin auf Optimismus und will das offizielle Verhandlungsergebnis der Westschweizer Kabelgesellschaften mit M6 abwarten. Beim Bakom in Biel ist man über die neueste Entwicklung bezüglich der Entscheide von TeleGenève und Urbanet nicht auf dem Laufenden und wartet angeblich immer noch auf die Kopie der Bewilligung für das Werbefenster, die die zuständige französische Behörde M6 bereits erteilt hat. Laut IPM-Sprecherin Bettina Singeisen müsse das Bakom diese Kopie aber längst erhalten haben.
Nach den Worten von Singeisen sucht IPM nun die Unterstützung der Wirtschaftsverbände, mit denen man Druck auf
die Kabelgesellschaften ausüben wolle. Schliesslich stünden wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel, sagte sie. Zudem sei die Forderung der Werbeauftraggeber nach Alternativen zur TSR eine Tatsache. «Auch die Zuschauer profitieren weit mehr von der Werbung für Produkte, die sie in der Schweiz auch kaufen können», betont Singeisen.
