Zu viele Musen in den Alpen
Eine Zeitschrift und zwei Websites beanspruchen den Namen Musenalp
Eine Zeitschrift und zwei Websites beanspruchen den Namen MusenalpVon Bruno Amstutz Das Label Musenalp ist begehrter denn je. Gleich drei Unternehmen benutzen die Bezeichnung, aber nicht alle in gegenseitigem Einvernehmen.
Der Musenalp Express weist eine wechselvolle Geschichte auf: 1976 wurde die Zeitschrift von Othmar Beerli gegründet und beinhaltete eine Plattform, auf der Jugendliche Gedanken, Gedichte oder Reiseberichte publizierten. Zugleich funktionierte Musenalp als Versandhandel. 1988 startete Beerli das Musenalp-Magazin in Deutschland und versuchte auch nach Österreich zu expandieren. Nach dem Fall der Mauer stellten sich jedoch in Deutschland Finanzprobleme, die den Todesstoss für die deutsche und die österreichische Ausgabe bedeuteten.
Der Schweizer Musenalp Express hat seither eine Odyssee hinter sich: 1996 gelangte er in die Hände der Musenalp-Express-Medien AG in Hergiswil, einer Tochtergesellschaft der S.A.R.I. AG des Verlegers Romeo Maggi, der im Frühjahr 1998 den Versandhandel aus dem Heft verbannte.
Im August 1998 beteiligte sich Ringier mit 60 Prozent an der Zeitschrift und versuchte darauf, das Blatt mit einem Redesign unter dem Titel MEX aufzupeppen. Dazu gehörte die Aufschaltung einer Website mit der Adresse www.musenalp.ch, die bald darauf auch unter www.mextown.ch erreichbar war.
Ringier beendete das Experiment MEX im November 2000 und verkaufte den Printtitel an die Direktmarketingagentur Factum, behielt aber die Mextown-Site. Factum lancierte unter dem Namen www.mexworld.ch einen eigenen Internetauftritt, während Ringier die Domains mu senalp.ch und mextown.ch im Herbst 2001 an die Zürcher Informatikfirma Athena verkaufte.
Die Verwirrung ist komplett, seit sich Musenalp-Gründer Othmar Beerli wieder ins Geschehen eingeschaltet hat. Ende Dezember 2001 brachte er die Website www.musenalp.com aufs Netz. Dort will er seine ursprüngliche Idee neu verwirklichen und ein vielsprachiges Forum für Jugendliche aus aller Welt anbieten. Er ist der Meinung, dass musenalp.com ohne Probleme parallel zu musenalp.ch laufen könne und hat sich auch die Domain-Endungen .de, .at und .info reserviert. Auch das altgediente Musenalp-Logo prangt auf Beerlis Site.
Wenig erfreut darüber ist Valentino Mauriello von Factum, der über die neu gegründete Mex Verlags AG die Geschäfte des Magazins führt: «Was Beerli macht, ist nicht korrekt, und wir werden dagegen Schritte einleiten.» Factum hat die Namensrechte an Musenalp von Ringier gekauft und ist Inhaberin der Markenrechte. Mauriello stuft deshalb auch den Domainhandel zwischen Ringier und Athena als nicht hundertprozentig nachvollziehbar ein.
Trotzdem ist ein Joint Venture zwischen Mex und Athena geplant, in dem auch die mittlerweile etwas verwahrloste Mextown-Site wieder auf Vordermann gebracht werden soll. Eine Zusammenarbeit mit Beerlis Seite kommt für Mauriello aber nicht in Frage: «Beerli hatte damals eine gute Idee, aber wir haben uns davon gelöst und das Magzin auf ein älteres Zielpublikum ausgerichtet.»
Der Musenalp Express weist eine wechselvolle Geschichte auf: 1976 wurde die Zeitschrift von Othmar Beerli gegründet und beinhaltete eine Plattform, auf der Jugendliche Gedanken, Gedichte oder Reiseberichte publizierten. Zugleich funktionierte Musenalp als Versandhandel. 1988 startete Beerli das Musenalp-Magazin in Deutschland und versuchte auch nach Österreich zu expandieren. Nach dem Fall der Mauer stellten sich jedoch in Deutschland Finanzprobleme, die den Todesstoss für die deutsche und die österreichische Ausgabe bedeuteten.
Der Schweizer Musenalp Express hat seither eine Odyssee hinter sich: 1996 gelangte er in die Hände der Musenalp-Express-Medien AG in Hergiswil, einer Tochtergesellschaft der S.A.R.I. AG des Verlegers Romeo Maggi, der im Frühjahr 1998 den Versandhandel aus dem Heft verbannte.
Im August 1998 beteiligte sich Ringier mit 60 Prozent an der Zeitschrift und versuchte darauf, das Blatt mit einem Redesign unter dem Titel MEX aufzupeppen. Dazu gehörte die Aufschaltung einer Website mit der Adresse www.musenalp.ch, die bald darauf auch unter www.mextown.ch erreichbar war.
Ringier beendete das Experiment MEX im November 2000 und verkaufte den Printtitel an die Direktmarketingagentur Factum, behielt aber die Mextown-Site. Factum lancierte unter dem Namen www.mexworld.ch einen eigenen Internetauftritt, während Ringier die Domains mu senalp.ch und mextown.ch im Herbst 2001 an die Zürcher Informatikfirma Athena verkaufte.
Die Verwirrung ist komplett, seit sich Musenalp-Gründer Othmar Beerli wieder ins Geschehen eingeschaltet hat. Ende Dezember 2001 brachte er die Website www.musenalp.com aufs Netz. Dort will er seine ursprüngliche Idee neu verwirklichen und ein vielsprachiges Forum für Jugendliche aus aller Welt anbieten. Er ist der Meinung, dass musenalp.com ohne Probleme parallel zu musenalp.ch laufen könne und hat sich auch die Domain-Endungen .de, .at und .info reserviert. Auch das altgediente Musenalp-Logo prangt auf Beerlis Site.
Wenig erfreut darüber ist Valentino Mauriello von Factum, der über die neu gegründete Mex Verlags AG die Geschäfte des Magazins führt: «Was Beerli macht, ist nicht korrekt, und wir werden dagegen Schritte einleiten.» Factum hat die Namensrechte an Musenalp von Ringier gekauft und ist Inhaberin der Markenrechte. Mauriello stuft deshalb auch den Domainhandel zwischen Ringier und Athena als nicht hundertprozentig nachvollziehbar ein.
Trotzdem ist ein Joint Venture zwischen Mex und Athena geplant, in dem auch die mittlerweile etwas verwahrloste Mextown-Site wieder auf Vordermann gebracht werden soll. Eine Zusammenarbeit mit Beerlis Seite kommt für Mauriello aber nicht in Frage: «Beerli hatte damals eine gute Idee, aber wir haben uns davon gelöst und das Magzin auf ein älteres Zielpublikum ausgerichtet.»
