Daniel Comte
Jurypräsident Aussenwerbung/Einzelmotive
Jurypräsident Aussenwerbung/EinzelmotiveWie beurteilen Sie das Niveau in Ihrer Kategorie?: In unserer Kategorie gab es nur Bronze und Silber. Dass wir das Medaillenkontingent von 25 Prozent der eingesandten Arbeiten bei weitem nicht ausschöpfen konnten, sagt eigentlich schon alles.
Wie ist es um die Qualität dieses Werbejahrgangs generell bestellt?
Comte: Die kriselnde Wirtschaftsstimmung hat sich nicht nur negativ auf die Werbebudgets, sondern auch auf die Innovationskraft der Ideen ausgewirkt. Ich würde sagen, ein durchschnittlicher Jahrgang mit schnellem Abgang.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC: Hat sich das Niveau der eingesandten Arbeiten gesteigert, ist es gleich geblieben, oder hat es sich verschlechtert?
Comte: Da sich die Schweizer Werbung in den vergangenen Jahren vermehrt an Festivals mit ausländischen Kreationen misst, ist das Niveau der Arbeiten dank der internationalen Vorbilder aus England und Nord- und Südamerika erheblich gestiegen.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Comte: Ja, die Newcomer in den etablierten ADC-Agenturen.
Welchen Arbeiten geben Sie fürs Festival in Cannes Chancen?
Comte: Die Laax/Flims- und Erotic-Book-Store-Printarbeiten und auch einige vom ADC leider zu wenig oder gar nicht ausgezeichnete Einsendungen, wie die Nico-Jahrbuch-Kampagne und das Printmotiv «Siegerpodest» für Tibet. Es gibt immer noch Juroren, die internationale Massstäbe ignorieren.
Worauf legten Sie bei der Bewertung besonderes Augenmerk?
Comte: Auf neue, überraschende Ideen und auf die Qualität ihrer Umsetzung. Also Arbeiten, die man nie vergessen wird.
Was fiel Ihnen beim Bewerten der Arbeiten auf?
Comte: Es gab viele Fortsetzungskampagnen, die schon letztes Jahr ausgezeichnet worden waren, und sehr wenige neue Einsendungen von grossen Auftraggebern, was wiederum auf die schlechte Auftragslage schliessen lässt.
Welche Bedeutung messen Sie dem Lobbying bei solchen Wettbewerben bei?
Comte: Kann mir irgendjemand sagen, wo heute irgendwo noch etwas ohne Lobbying läuft?
Werden Sie auf Grund der Werbung nun eines der preisgekrönten beworbenen Produkte kaufen?
Comte: Ja, Hakle feucht im Erotic Book Store.
Hat dieser Wettbewerb bei Ihnen den Berufsstolz als Werber in ein neues Hoch steigen lassen?
Comte: Nein, denn es gilt: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
Ist eine Arbeit dabei gewesen, die für Sie als Art Director Kunststatus erreicht hat?
Comte: Vielleicht das mit Gold prämierte «Freitag»-Buch.
Wie ist es um die Qualität dieses Werbejahrgangs generell bestellt?
Comte: Die kriselnde Wirtschaftsstimmung hat sich nicht nur negativ auf die Werbebudgets, sondern auch auf die Innovationskraft der Ideen ausgewirkt. Ich würde sagen, ein durchschnittlicher Jahrgang mit schnellem Abgang.
Ihr Fazit nach 26 Jahren ADC: Hat sich das Niveau der eingesandten Arbeiten gesteigert, ist es gleich geblieben, oder hat es sich verschlechtert?
Comte: Da sich die Schweizer Werbung in den vergangenen Jahren vermehrt an Festivals mit ausländischen Kreationen misst, ist das Niveau der Arbeiten dank der internationalen Vorbilder aus England und Nord- und Südamerika erheblich gestiegen.
Sind Newcomer auszumachen, oder gewannen wieder einmal die ADC-Habitués?
Comte: Ja, die Newcomer in den etablierten ADC-Agenturen.
Welchen Arbeiten geben Sie fürs Festival in Cannes Chancen?
Comte: Die Laax/Flims- und Erotic-Book-Store-Printarbeiten und auch einige vom ADC leider zu wenig oder gar nicht ausgezeichnete Einsendungen, wie die Nico-Jahrbuch-Kampagne und das Printmotiv «Siegerpodest» für Tibet. Es gibt immer noch Juroren, die internationale Massstäbe ignorieren.
Worauf legten Sie bei der Bewertung besonderes Augenmerk?
Comte: Auf neue, überraschende Ideen und auf die Qualität ihrer Umsetzung. Also Arbeiten, die man nie vergessen wird.
Was fiel Ihnen beim Bewerten der Arbeiten auf?
Comte: Es gab viele Fortsetzungskampagnen, die schon letztes Jahr ausgezeichnet worden waren, und sehr wenige neue Einsendungen von grossen Auftraggebern, was wiederum auf die schlechte Auftragslage schliessen lässt.
Welche Bedeutung messen Sie dem Lobbying bei solchen Wettbewerben bei?
Comte: Kann mir irgendjemand sagen, wo heute irgendwo noch etwas ohne Lobbying läuft?
Werden Sie auf Grund der Werbung nun eines der preisgekrönten beworbenen Produkte kaufen?
Comte: Ja, Hakle feucht im Erotic Book Store.
Hat dieser Wettbewerb bei Ihnen den Berufsstolz als Werber in ein neues Hoch steigen lassen?
Comte: Nein, denn es gilt: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
Ist eine Arbeit dabei gewesen, die für Sie als Art Director Kunststatus erreicht hat?
Comte: Vielleicht das mit Gold prämierte «Freitag»-Buch.
