Kopf der Woche: «Ich liebe es, Pionierarbeit zu leisten und dabei ein wenig zu provozieren»
Raoul Gerber wird am 1. Mai Geschäftsleiter für IP Multimedia in der Westschweiz
Raoul Gerber wird am 1. Mai Geschäftsleiter für IP Multimedia in der WestschweizRaoul Gerber lässt sich nicht gerne in die Karten blicken. Als zukünftiger Geschäftsleiter für die Westschweiz des Werbezeitvermarkters IP Multimedia, aber im Moment noch im Solde der Vermarktungsfirma für die Westschweizer Privatfernsehstationen, Force Promotion, ist er sehr vorsichtig mit Äusserungen über die Bearbeitung des Westschweizer TV-Marktes. Auch wenn er es nicht expressis verbis formuliert, spürt man bei ihm die Lust heraus, diesen Markt neu aufzumischen und gehörig am festgezurrten TSR-Monopol zu rütteln. Deshalb ist er auch ganz glücklich, dass M6 mit seinem Werbefenster einen Vorstoss in der Westschweiz gewagt hat, und hofft, dass andere Anbieter wie zum Beispiel TF 1 folgen werden. Dies erstaunt eigentlich ein wenig, gehören doch die beiden Lokal-Fernsehstationen Léman bleu und TVRL, vermarktet von Force Promotion, zu jenen Kanalbetreibern, die das M6-Werbefenster aus Solidarität zur Télévision Suisse Romande nicht aufschalten.
Seine berufliche Karriere hat der 38-Jährige weit weg vom Medienbusiness begonnen. Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium in den Fächern Deutsch, Französisch und Philosophie unterrichtete er für kurze Zeit.
Das Lehrerdasein war ihm aber trotz der vier Monate Ferien und garantierten Anstellung auf Lebzeiten zu monoton. Sein Anliegen, Wissen zu vermitteln, wurde von den Schülern nicht über Gebühr geschätzt, ist er überzeugt.
Als Übersetzer beim Journal du Jura in Biel schnupperte der Sohn einer Aargauerin und eines Österreichers erstmals Zeitungsluft. Und als man ihn dann bat, beim Aufbau des ersten privaten Lokalradios in der Westschweiz mitzuarbeiten, musste sich Raoul Gerber nicht lange besinnen und packte die Chance.
Später war es die Genfer Lokal-TV-Station Léman bleu, die er mit aus der Taufe hob. Ja, er liebe es, Pionierarbeit zu leisten und damit auch ein wenig zu provozieren, gesteht er. Damals seien die elektronischen Medien für die Werbeauftraggeber in der Westschweiz noch Neuland gewesen, erinnert sich Gerber. Er ist ein leidenschaftlicher Befürworter des Lokalfernsehens, das sich zusehends professionalisiert. Die Stärke des Lokalfernsehens seien die Lokalnachrichten, damit werde ein echter Mehrwert geboten. Aber die Programme der verschiedenen Stationen sollten einander thematisch und inhaltlich angeglichen werden, ist Gerber überzeugt. Die Attraktivität des Lokalfernsehens sei seine Nähe. Und die Attraktivität von IP Multimedia liege künftig bei noch grösserer Kundennähe, argumentiert Raoul Gerber und platziert, gewiefter Vermarkter, damit noch einen Werbespot in eigener Sache. Anita Vaucher
Seine berufliche Karriere hat der 38-Jährige weit weg vom Medienbusiness begonnen. Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium in den Fächern Deutsch, Französisch und Philosophie unterrichtete er für kurze Zeit.
Das Lehrerdasein war ihm aber trotz der vier Monate Ferien und garantierten Anstellung auf Lebzeiten zu monoton. Sein Anliegen, Wissen zu vermitteln, wurde von den Schülern nicht über Gebühr geschätzt, ist er überzeugt.
Als Übersetzer beim Journal du Jura in Biel schnupperte der Sohn einer Aargauerin und eines Österreichers erstmals Zeitungsluft. Und als man ihn dann bat, beim Aufbau des ersten privaten Lokalradios in der Westschweiz mitzuarbeiten, musste sich Raoul Gerber nicht lange besinnen und packte die Chance.
Später war es die Genfer Lokal-TV-Station Léman bleu, die er mit aus der Taufe hob. Ja, er liebe es, Pionierarbeit zu leisten und damit auch ein wenig zu provozieren, gesteht er. Damals seien die elektronischen Medien für die Werbeauftraggeber in der Westschweiz noch Neuland gewesen, erinnert sich Gerber. Er ist ein leidenschaftlicher Befürworter des Lokalfernsehens, das sich zusehends professionalisiert. Die Stärke des Lokalfernsehens seien die Lokalnachrichten, damit werde ein echter Mehrwert geboten. Aber die Programme der verschiedenen Stationen sollten einander thematisch und inhaltlich angeglichen werden, ist Gerber überzeugt. Die Attraktivität des Lokalfernsehens sei seine Nähe. Und die Attraktivität von IP Multimedia liege künftig bei noch grösserer Kundennähe, argumentiert Raoul Gerber und platziert, gewiefter Vermarkter, damit noch einen Werbespot in eigener Sache. Anita Vaucher
