Kopf der Woche: «Der Zeitschriftenmarktist auf Abonnenten angewiesen»
Patrik Chabbey ist neu stellvertretender Direktor von Ringier Romandie
Patrik Chabbey ist neu stellvertretender Direktor von Ringier RomandieKopf der Woche
«Der Zeitschriftenmarkt ist auf Abonnenten angewiesen»
Nein, für ihn sei es überhaupt nicht frustrierend, als Directeur adjoint von Ringier Romandie seinem Noch- Vorgesetzten Gérard Geiger, Rechenschaft über sein berufliches Tun und Lassen abzugeben, meint der 42-jährige Patrik Chabbey. Geiger, der inzwischen als Verantwortlicher für die Ringier-Zeitschriften und als Mitglied der Geschäftsleitung des Mutterhauses zwischen Lausanne und Zürich hin- und herpendelt, mochte die Zügel im Lausanner Verlag nicht völlig aus der Hand geben. Nach den Worten von Patrik Chabbey sei das aber eher eine Chance für ihn, sich gründlich einarbeiten zu können. Und je mehr er sich ins Zeug lege, desto schneller könne er seinen Immer-Noch-Vorgesetzten entlasten, meint Chabbey zuversichtlich.
Er ist sich gewohnt, unter Druck zu arbeiten, sprang er doch letztes Jahr ein, als die unerwartete Vakanz des Chefredaktorenpostens von TV8 neu zu besetzen war. Überhaupt kennt er den Laden in Lausanne aus dem Effeff.
Vor dreizehn Jahren begann Chabbey seine Journalistenkarriere als Praktikant bei der Zeitschrift L’Illustré. Als der Posten des Produktionschefs frei wurde, bewarb er sich darum, weil ihn alles interessierte, was bei der Produktion einer Zeitschrift hinter den Kulissen entsteht. Zudem fasziniert ihn die Informatik.
Seine allerersten Gehversuche im Journalismus machte Chabbey nicht bei Ringier Romandie, sondern als Freelancer beim damaligen Journal de Genève. Der gelernte Buchhändler war nicht minder stolz, als er seine ersten Texte, die er noch in der Buchhandlung schrieb, zum ersten Mal in der Genfer Tageszeitung gedruckt sah.
Chabbey übernimmt die Leitung von Ringier Romandie in einer Phase der sinkenden beziehungsweise stagnierenden Auflagezahlen der Ringier-Titel. Er ist zuversichtlich, dass die bereits letztes Jahr eingeleiteten Massnahmen, wie etwa der Relaunch von TV8, L’Hebdo und dimanche.ch schon bald Früchte tragen werden. Er ortet aber auch grossen Handlungsbedarf im Abonnentenmarkt. Bei den Zeitschriften seien 80 Prozent der Leser Abonnenten. Diese zeigten sich aber zunehmend untreuer und blätterten lieber in der Zeitschriftenlandschaft herum. Zudem sei das Potenzial an neuen Abonnenten auf dem extrem kleinen Westschweizer Markt rasch ausgeschöpft, fürchtet Chabbey. Deshalb steht bei seiner Strategie die Kundenbindung im Vordergrund. Zum Beispiel sollen Abonnenten von Ringier-Printprodukten via Internet exklusiv Zugang zu bestimmten Informationen und Serviceleistungen bekommen. Zur Realisierung seiner Ideen zählt der neue Directeur adjoint zu hundert Prozent auf seine Mitarbeiter, denen er Kompetenz und grosses Sachwissen attestiert. Anita Vaucher
«Der Zeitschriftenmarkt ist auf Abonnenten angewiesen»
Nein, für ihn sei es überhaupt nicht frustrierend, als Directeur adjoint von Ringier Romandie seinem Noch- Vorgesetzten Gérard Geiger, Rechenschaft über sein berufliches Tun und Lassen abzugeben, meint der 42-jährige Patrik Chabbey. Geiger, der inzwischen als Verantwortlicher für die Ringier-Zeitschriften und als Mitglied der Geschäftsleitung des Mutterhauses zwischen Lausanne und Zürich hin- und herpendelt, mochte die Zügel im Lausanner Verlag nicht völlig aus der Hand geben. Nach den Worten von Patrik Chabbey sei das aber eher eine Chance für ihn, sich gründlich einarbeiten zu können. Und je mehr er sich ins Zeug lege, desto schneller könne er seinen Immer-Noch-Vorgesetzten entlasten, meint Chabbey zuversichtlich.
Er ist sich gewohnt, unter Druck zu arbeiten, sprang er doch letztes Jahr ein, als die unerwartete Vakanz des Chefredaktorenpostens von TV8 neu zu besetzen war. Überhaupt kennt er den Laden in Lausanne aus dem Effeff.
Vor dreizehn Jahren begann Chabbey seine Journalistenkarriere als Praktikant bei der Zeitschrift L’Illustré. Als der Posten des Produktionschefs frei wurde, bewarb er sich darum, weil ihn alles interessierte, was bei der Produktion einer Zeitschrift hinter den Kulissen entsteht. Zudem fasziniert ihn die Informatik.
Seine allerersten Gehversuche im Journalismus machte Chabbey nicht bei Ringier Romandie, sondern als Freelancer beim damaligen Journal de Genève. Der gelernte Buchhändler war nicht minder stolz, als er seine ersten Texte, die er noch in der Buchhandlung schrieb, zum ersten Mal in der Genfer Tageszeitung gedruckt sah.
Chabbey übernimmt die Leitung von Ringier Romandie in einer Phase der sinkenden beziehungsweise stagnierenden Auflagezahlen der Ringier-Titel. Er ist zuversichtlich, dass die bereits letztes Jahr eingeleiteten Massnahmen, wie etwa der Relaunch von TV8, L’Hebdo und dimanche.ch schon bald Früchte tragen werden. Er ortet aber auch grossen Handlungsbedarf im Abonnentenmarkt. Bei den Zeitschriften seien 80 Prozent der Leser Abonnenten. Diese zeigten sich aber zunehmend untreuer und blätterten lieber in der Zeitschriftenlandschaft herum. Zudem sei das Potenzial an neuen Abonnenten auf dem extrem kleinen Westschweizer Markt rasch ausgeschöpft, fürchtet Chabbey. Deshalb steht bei seiner Strategie die Kundenbindung im Vordergrund. Zum Beispiel sollen Abonnenten von Ringier-Printprodukten via Internet exklusiv Zugang zu bestimmten Informationen und Serviceleistungen bekommen. Zur Realisierung seiner Ideen zählt der neue Directeur adjoint zu hundert Prozent auf seine Mitarbeiter, denen er Kompetenz und grosses Sachwissen attestiert. Anita Vaucher
