Kopf der Woche: «Es gibt wenig Schweizer Agenturen mit kreativem Entwicklungspotenzial»
Urs Schrepfer steht seit 1. Juli als ExecutiveCD der Kreativabteilung von Jung von Matt/Limmat vor
Urs Schrepfer steht seit 1. Juli als ExecutiveCD der Kreativabteilung von Jung von Matt/Limmat vorKopf der Woche Urs Schrepfer steht seit 1. Juli als Executive
CD der Kreativabteilung von Jung von Matt/Limmat vor
«Es gibt wenig Schweizer Agenturen mit kreativem Entwicklungspotenzial»
Ursprünglich wollte Urs Schrepfer nur ein Jahr lang Werbeluft schnuppern, als er 1986 die Branche wechselte. «Ein bisschen texten» war sein Ziel. Aus dem einen sind mittlerweile 16 Jahre geworden, in denen der Ex-Lehrer nach Seiler und Aebi Suter Gisler Studer bei den Agenturen GGK Zürich und Advico Young & Rubicam (AY&R) das kreative Schaffen mitgeprägt hat.
Letzterer war er als Texter und CD seit 1992 treu geblieben – bis zum Tag, als er mit Dominique von Matt ins Gespräch kam. Dass wenig später über einen Rücktritt des Advico-Managements gemunkelt wurde, soll Schrepfer in seiner Entscheidung, bei Jung von Matt/Limmat (JvM) als Executive CD einzusteigen, nicht beeinflusst haben.
«Damals waren die Gespräche mit Dominique schon weit fortgeschritten», meint der heutige Chef-CD an der Wolfbachstrasse 19. Die Aussicht, als kreativer Leiter eine Agentur weiterzuentwickeln, die über «einen guten Boden verfügt», war verlockend. Daran konnte auch das Angebot aus Gockhausen – als Nachfolger von Martin Spillmann – nichts ändern. «Es gibt wenige Agenturen, die ein kreatives Entwicklungspotenzial aufweisen. Jung von Matt ist sicher eine davon», begründet Schrepfer seinen Wechsel.
Auf den ersten Blick hat ihm die neue Aufgabe mehr Arbeit gebracht, weil die Agentur zurzeit in einigen Pitches steht. Unter anderem in der Finalrunde für das prestigeträchtige Swiss-Budget.
Kreativer Massstab für Urs Schrepfer ist das internationale JvM-Netzwerk, allen voran die Schwesteragenturen in Hamburg und München, bei denen ein starker Wille zu spüren sei, «gute Werbung zu machen». Eine Philosophie, die er auch gerne in die Agentur an der Limmat einfliessen lassen will. Die Zürcher Niederlassung zu «einem kreativen Laden zu machen», zu einer guten Agentur innerhalb des JvM-Netzwerkes, dieses Ziel hat sich Schrepfer auf die Fahne geschrieben.
Dabei ist es ihm wichtig, dass sich die Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld wohl fühlen. Eine zusammengeschweisste Truppe – so schwebt es dem Executive CD vor –, innerhalb der sich der Einzelne für gute Werbung einsetzt. Offen ist man bei JvM/Limmat nicht nur für ehrgeizige Mitarbeiter, sondern auch für «gute Kunden». Solche zeichnen sich gemäss Schrepfer unter anderem durch das kreative Entwicklungspotenzial und die Beziehung zur Agentur aus. Gerne denkt er zurück an Advico-Produktionen für Hakle-Kimberly, Mazda und SR DRS. Die Swissair, die mehrere Jahre zu den wichtigsten Auftraggebern in Gockhausen zählte, hat Schrepfer selbst nie betreut. Als Kreativ-Chef bei JvM wäre dies sicher ein Anlass mehr, um zu kreativen Höhenflügen anzusetzen, sollte die Konkurrenz beim Pitch um den Edel-Etat eine Bruchlandung erleiden. Simone Keller
CD der Kreativabteilung von Jung von Matt/Limmat vor
«Es gibt wenig Schweizer Agenturen mit kreativem Entwicklungspotenzial»
Ursprünglich wollte Urs Schrepfer nur ein Jahr lang Werbeluft schnuppern, als er 1986 die Branche wechselte. «Ein bisschen texten» war sein Ziel. Aus dem einen sind mittlerweile 16 Jahre geworden, in denen der Ex-Lehrer nach Seiler und Aebi Suter Gisler Studer bei den Agenturen GGK Zürich und Advico Young & Rubicam (AY&R) das kreative Schaffen mitgeprägt hat.
Letzterer war er als Texter und CD seit 1992 treu geblieben – bis zum Tag, als er mit Dominique von Matt ins Gespräch kam. Dass wenig später über einen Rücktritt des Advico-Managements gemunkelt wurde, soll Schrepfer in seiner Entscheidung, bei Jung von Matt/Limmat (JvM) als Executive CD einzusteigen, nicht beeinflusst haben.
«Damals waren die Gespräche mit Dominique schon weit fortgeschritten», meint der heutige Chef-CD an der Wolfbachstrasse 19. Die Aussicht, als kreativer Leiter eine Agentur weiterzuentwickeln, die über «einen guten Boden verfügt», war verlockend. Daran konnte auch das Angebot aus Gockhausen – als Nachfolger von Martin Spillmann – nichts ändern. «Es gibt wenige Agenturen, die ein kreatives Entwicklungspotenzial aufweisen. Jung von Matt ist sicher eine davon», begründet Schrepfer seinen Wechsel.
Auf den ersten Blick hat ihm die neue Aufgabe mehr Arbeit gebracht, weil die Agentur zurzeit in einigen Pitches steht. Unter anderem in der Finalrunde für das prestigeträchtige Swiss-Budget.
Kreativer Massstab für Urs Schrepfer ist das internationale JvM-Netzwerk, allen voran die Schwesteragenturen in Hamburg und München, bei denen ein starker Wille zu spüren sei, «gute Werbung zu machen». Eine Philosophie, die er auch gerne in die Agentur an der Limmat einfliessen lassen will. Die Zürcher Niederlassung zu «einem kreativen Laden zu machen», zu einer guten Agentur innerhalb des JvM-Netzwerkes, dieses Ziel hat sich Schrepfer auf die Fahne geschrieben.
Dabei ist es ihm wichtig, dass sich die Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld wohl fühlen. Eine zusammengeschweisste Truppe – so schwebt es dem Executive CD vor –, innerhalb der sich der Einzelne für gute Werbung einsetzt. Offen ist man bei JvM/Limmat nicht nur für ehrgeizige Mitarbeiter, sondern auch für «gute Kunden». Solche zeichnen sich gemäss Schrepfer unter anderem durch das kreative Entwicklungspotenzial und die Beziehung zur Agentur aus. Gerne denkt er zurück an Advico-Produktionen für Hakle-Kimberly, Mazda und SR DRS. Die Swissair, die mehrere Jahre zu den wichtigsten Auftraggebern in Gockhausen zählte, hat Schrepfer selbst nie betreut. Als Kreativ-Chef bei JvM wäre dies sicher ein Anlass mehr, um zu kreativen Höhenflügen anzusetzen, sollte die Konkurrenz beim Pitch um den Edel-Etat eine Bruchlandung erleiden. Simone Keller
