Tele-Frühling im Herbst

Die nächste Gesundheit Sprechstunde erscheint diese Woche in neuem Kleid. Bei der Programmzeitschrift Tele, ebenfalls aus dem Haus Ringier, kommt die erste erneuerte Nummer indes erst am 4. Oktober heraus

Die nächste Gesundheit Sprechstunde erscheint diese Woche in neuem Kleid. Bei der Programmzeitschrift Tele, ebenfalls aus dem Haus Ringier, kommt die erste erneuerte Nummer indes erst am 4. Oktober heraus. Nicht aus Not, sondern «aus einer Position der Stärke» heraus wurden die Relaunches vollzogen.Seit dem Start im Jahre 1998 stieg die Auflage der vierzehntäglich erscheinenden Gesundheit Sprechstunde von 54616 auf 78416 Exemplare. Bei der letzten Beglaubigung gab es allerdings «nur» noch ein Plus von 2300 Exemplaren. «Dennoch sind wir in einer Position der Stärke, denn bei den neuen Leserzahlen können wir wieder deutlich zulegen», sagt Martin Tamas, Verlagsleiter von GesundheitSprechstunde.
Am 30. August erscheint das Medizin-, Wellness- und Beauty-Magazin frisch vom Lausanner Büro Unigraf agence de publicité & graphic geliftet. Es will sich künftig als «Schweizerische Gesundheitsillustrierte» positionieren. Ein «Heftli zur Sendung» soll es indes nicht mehr sein, auch wenn die Nähe zur gleichnamigen Sendung von Presse-TV bleibt.
Die wichtigsten Neuerungen: Das Logo wurde überarbeitet und der Umfang auf 52 Seiten erweitert. «Die Leserin und der Leser erhalten umfangreichere Infos und mehr Beratung», sagt Tamas. Neu enthält Gesundheit Sprechstunde ein mehrseitiges Hauptthema mit News, Meinungen und Erfahrungsberichten. Die neue Rubrik «Helden der Medizin» porträtiert Erfinder und Entdecker, die Ratgeberrubrik wurde von eineinhalb auf gut vier Seiten erweitert. Und schliesslich setzt eine vierseitige Bildreportage in der Heftmitte emotionale Akzente.
Der vordere Teil ist primär medizinischen Themen gewidmet, der hintere Teil berät in den Bereichen Wellness, Fitness, Ernährung, Sex und Beauty. Die klarere Heftstruktur dient der Leserführung, entspricht aber einem Anliegen der Inserenten, die im Übrigen einige neue, zusätzliche Anzeigenformate und -möglichkeiten erhalten. Die Anzeigentarife bleiben vorerst gleich, hingegen haben Abonnenten künftig 49 statt 39 Franken zu bezahlen. Tamas begründet dies mit «mehr Inhalt und Umfang» und mit dem Ausbau von ursprünglich fünf auf heute 13 Redaktoren.
Tele sieht im Anzeigenmarkt noch ein grosses Potenzial
Der Relaunch von Tele ist zwar sozusagen fertig gestellt, befindet sich aber noch im Test von 200 Tele-Lesern. Chefredaktor Klaus Kriesel hat bei der Konzernleitung den Relaunch beantragt – «nicht aus der Position der Schwäche», wie er betont. Ziel ist es, die in den letzten zwei Jahren leicht gesunkenen Auflage- und Leserzahlen zu stabilisieren. Mit einem Wachstum rechnet Kriesel angesichts der Konkurrenz unter den Programmheften (siehe auch Seite 1) nicht, jedoch mit einem «grossen Potenzial im Anzeigenbereich». Neuerungen kommuniziert Kriesel nur sehr vage: Das Konzept wird beibehalten, DVD hält Einzug im Multimediaheft, das Logo erfährt eine Auffrischung, und «die Geschichten werden stärker visualisiert». Das neue Layout hat die Media Group Berlin realisiert. Markus Knöpfli

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