Ach, immer diese armen Männer…

Aufgefallen Als Esther Vilar 1971 ihr mittlerweile weltbekanntes Buch «Der dressierte Mann» veröffentlichte, löste sie eine Welle der Entrüstung aus.

Print Als Esther Vilar 1971 ihr mittlerweile weltbekanntes Buch «Der dressierte Mann» veröffentlichte, löste sie eine Welle der Entrüstung aus.Nicht bei den Männern – sondern bei den Frauen, die damals innerhalb der aufstrebenden Frauenbewegung für eine gesellschaftliche Besserstellung der Frau kämpften. Täter Nummer eins war der Mann. Ganz anders die Ansicht von Vilar: Nicht der Mann beute die Frau aus, sondern genau das Gegenteil sei der Fall. Auch in der Werbung scheint Vilars These ihre Gültigkeit zu behalten. Denn Provokationsfotograf David La Chapelle knipste für i-D eine ganze Serie dressierter Adams, um unter anderem für die Vintage Boots von Versace zu werben, und Fujifilm kettet einen vom weiblichen Geschlecht veräppelten Loverboy ans Bett. Könnte doch sein, dass Vilar mit ihrem Werk einfach 30 Jahre zu früh erschienen ist. (ck)

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