Lieber zur BaZ als in die AZ

Verlage Die Verleger des Fricktaler Boten bevorzugen eine Kooperation mit den Baslern.

Verlage Die Verleger des Fricktaler Boten bevorzugen eine Kooperation mit den Baslern.
Per 1. April ist die Basler Mediengruppe (BM) zu 50 Prozent am Verlag Fricktaler Bote AG beteiligt, zusammen mit der bisherigen Teilhaberin Binkert Druck AG. Drei der vier Verwaltungsräte treten zurück, neu besteht der Verwaltungsrat bei Binkert Druck aus deren VR-Präsident Bernhard Binkert und Hans Jegge (bisher im VR), bei der BM aus CEO Beat Meyer und BM-Verwaltungsrätin Ruth Ludwig-Hagemann. Wer das VR-Präsidium übernimmt, ist noch offen. Wegen der paritätischen Stimmenverhältnisse soll der VR zudem noch um eine unabhängige fünfte Person erweitert werden.Der dreimal wöchentlich erscheinende Fricktaler Bote (Normalauflage 6509 Exemplare, Grossauflage 14650 Exemplare) soll als eigenständiger Titel im oberen Fricktal bestehen bleiben. Gleiches gilt für den Split Fricktal der Basler Zeitung, der eher im unteren Fricktal stark ist. Ein Anzeigenkombi wird nicht ausgeschlossen.
Den an die BM verkaufte 50-Prozent-Anteil hielt bisher die Fricker Holding. Vor deren Angebot an die BM hatten noch Fusionsgespräche zwischen Fricktaler Bote und Fricktaler Zeitung stattgefunden. Letztere lehnten die Fusion aber ab. Es stellt sich die Frage: Weshalb wurde der Fricktaler Bote nicht der AZ Medien angeboten? Bernhard Binkert verweist auf deren Praxis, neu erworbene Titel als Split in ihren Mantelblättern aufgehen zu lassen (siehe auch S. 22): «Wir wollten, dass der Fricktaler Bote eigenständig bleibt und nicht im Topf der Aargauer Zeitung landet.»
(mk)

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