Leutenegger stärkt Lobby
Wahlen 03 Die Kommunikationsbranche debattiert im Parlament künftig mit mehr Power über RTVG, Presseförderung und Werbeverbote.
Wahlen 03 Die Kommunikationsbranche debattiert im Parlament künftig mit mehr Power über RTVG, Presseförderung und Werbeverbote.
«Der Rechtsrutsch im neu gewählten Bundesparlament ist eher ein Vorteil», kommentiert Piero Schäfer, Sprecher des Verbandes Schweizer Werbung (SW), die eidgenössischen Wahlen. «Die SVP stand bisher als einzige Partei konsequent für Werbefreiheit ein. Und auch beim RTVG verfolgt sie eher eine liberale Linie: Zwar ist sie für eine starke SRG, aber auch für längere Spiesse der Privaten.»«Die SVP ist bei Medienthemen nicht recht fassbar», sagt indes Daniel Kaczinsky, Geschäftsführer des Verbands Schweizer Presse (CHP). «Es ist bedauerlich, dass SP und Grüne gestärkt wurden. Das sind jene Parteien, die in Sachfragen unsere Standpunkte kaum verteidigen.»
Auf der personellen Ebene sehen sowohl Schäfer als auch Kaczinsky dank der Wiederwahl von SW-Präsident Carlo Schmid (CVP), PR-Berater Peter Weigelt (FDP), Hans-Jürg Fehr (SP), Verleger der Schaffhauser AZ, sowie Affichage-VR-Präsident Jean-Philippe Maître (CVP) kaum Verluste für die Medien- und Werbelobby. CVP-Ständerat Filippo Lombardi, Präsident des Privat-TV-Verbandes Telesuisse, muss im Tessin hingegen zum zweiten Wahlgang antreten. «Würde er nicht mehr gewählt, wäre dies für die Privat-TVs ein herber Verlust», sagt Schäfer.
Sowohl nach SW- als auch CHP-Einschätzung ging die Kommunikationsbranche gar gestärkt aus den Wahlen hervor – weil FDP-Kandidat Filippo Leutenegger, Geschäftsführer der Jean-Frey AG, den Sprung ins Parlament geschafft hat. Schäfer spricht von einem «entscheidenden Plus für die Branche». Leutenegger sei ein guter Redner und wisse Bescheid, sagt er. Dem pflichtet Kaczinsky bei. Auch er betont, dass eine gute Kenntnis der Materie im Vordergrund stünde. «Wir sind froh um jeden, der etwas davon versteht.» Dies treffe sowohl auf Leutenegger als auch auf Hans-Jürg Fehr zu, mit denen der CHP das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne habe. «Aber weil sie das Metier kennen, entstehen immerhin interessante Dialoge.»
(mk)
«Der Rechtsrutsch im neu gewählten Bundesparlament ist eher ein Vorteil», kommentiert Piero Schäfer, Sprecher des Verbandes Schweizer Werbung (SW), die eidgenössischen Wahlen. «Die SVP stand bisher als einzige Partei konsequent für Werbefreiheit ein. Und auch beim RTVG verfolgt sie eher eine liberale Linie: Zwar ist sie für eine starke SRG, aber auch für längere Spiesse der Privaten.»«Die SVP ist bei Medienthemen nicht recht fassbar», sagt indes Daniel Kaczinsky, Geschäftsführer des Verbands Schweizer Presse (CHP). «Es ist bedauerlich, dass SP und Grüne gestärkt wurden. Das sind jene Parteien, die in Sachfragen unsere Standpunkte kaum verteidigen.»
Auf der personellen Ebene sehen sowohl Schäfer als auch Kaczinsky dank der Wiederwahl von SW-Präsident Carlo Schmid (CVP), PR-Berater Peter Weigelt (FDP), Hans-Jürg Fehr (SP), Verleger der Schaffhauser AZ, sowie Affichage-VR-Präsident Jean-Philippe Maître (CVP) kaum Verluste für die Medien- und Werbelobby. CVP-Ständerat Filippo Lombardi, Präsident des Privat-TV-Verbandes Telesuisse, muss im Tessin hingegen zum zweiten Wahlgang antreten. «Würde er nicht mehr gewählt, wäre dies für die Privat-TVs ein herber Verlust», sagt Schäfer.
Sowohl nach SW- als auch CHP-Einschätzung ging die Kommunikationsbranche gar gestärkt aus den Wahlen hervor – weil FDP-Kandidat Filippo Leutenegger, Geschäftsführer der Jean-Frey AG, den Sprung ins Parlament geschafft hat. Schäfer spricht von einem «entscheidenden Plus für die Branche». Leutenegger sei ein guter Redner und wisse Bescheid, sagt er. Dem pflichtet Kaczinsky bei. Auch er betont, dass eine gute Kenntnis der Materie im Vordergrund stünde. «Wir sind froh um jeden, der etwas davon versteht.» Dies treffe sowohl auf Leutenegger als auch auf Hans-Jürg Fehr zu, mit denen der CHP das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne habe. «Aber weil sie das Metier kennen, entstehen immerhin interessante Dialoge.»
(mk)
