Das Gefühl danach
Aufgefallen «Hallo Susi. Heute haben sie mal wieder bei uns eingebrochen. Hast du Lust, rüberzukommen? Ich koche uns Kaffee und wir schauen der Polizei bei der Arbeit zu.»
Versicherungen «Hallo Susi. Heute haben sie mal wieder bei uns eingebrochen. Hast du Lust, rüberzukommen? Ich koche uns Kaffee und wir schauen der Polizei bei der Arbeit zu.»Versicherungen «Hallo Susi. Heute haben sie mal wieder bei uns eingebrochen. Hast du Lust, rüberzukommen? Ich koche uns Kaffee und wir schauen der Polizei bei der Arbeit zu.»
In Anbetracht der zufrieden lächelnden Frau scheint ein solcher Gesprächsverlauf nicht abwegig. Auch wenn ihre Gelassenheit
in krassem Gegensatz zur verunstalteten Wohnung steht, in der sie sich zum gemütlichen Schwätzchen hingesetzt hat.
Werbung für ein Psychopharmaka? Leider nein. Die unglaubwürdige Anzeige soll die Leistungen der Winterthur Versicherung im Schadensfall kommunizieren. Verglichen mit der Realität verleiht die Copy «Unseren Kunden raubt das keinen Schlaf mehr», dem Inserat eine arrogante, ja ignorante Note. Ist doch allgemein bekannt, dass Einbruchopfer am meisten unter dem Gedanken leiden, dass sich Unbekannte in ihrer Privatsphäre zu schaffen gemacht haben. «Das Schlimmste am Einbruch ist das Gefühl danach» – davon haben ganz offensichtlich weder die Versicherung noch ihre Agentur Scotti je gehört. Hätten sie es, wären sie das Thema vielleicht behutsamer angegangen. Oder ist die Sitzung auf der Couch bei der Winterthur inklusive?
(sk)
In Anbetracht der zufrieden lächelnden Frau scheint ein solcher Gesprächsverlauf nicht abwegig. Auch wenn ihre Gelassenheit
in krassem Gegensatz zur verunstalteten Wohnung steht, in der sie sich zum gemütlichen Schwätzchen hingesetzt hat.
Werbung für ein Psychopharmaka? Leider nein. Die unglaubwürdige Anzeige soll die Leistungen der Winterthur Versicherung im Schadensfall kommunizieren. Verglichen mit der Realität verleiht die Copy «Unseren Kunden raubt das keinen Schlaf mehr», dem Inserat eine arrogante, ja ignorante Note. Ist doch allgemein bekannt, dass Einbruchopfer am meisten unter dem Gedanken leiden, dass sich Unbekannte in ihrer Privatsphäre zu schaffen gemacht haben. «Das Schlimmste am Einbruch ist das Gefühl danach» – davon haben ganz offensichtlich weder die Versicherung noch ihre Agentur Scotti je gehört. Hätten sie es, wären sie das Thema vielleicht behutsamer angegangen. Oder ist die Sitzung auf der Couch bei der Winterthur inklusive?
(sk)
