David Beckham im Einsatz für die Mobiliar
Versicherungen Mobiliar und Publicis erweitern ihr Kampagnenkonzept um Themen rund um die Euro 2004.
Versicherungen Mobiliar und Publicis erweitern ihr Kampagnenkonzept um Themen rund um die Euro 2004.Trittbrettfahren geniesst im Umfeld der Europameisterschaft grosse Popularität. Kaum ein Unternehmen lässt die Chance ungenutzt, im Medienrummel um den Fussballevent präsent zu sein. Die Gunst der Stunde hat auch die Mobiliar genutzt: Mit neuen Schadenskizzen zum Thema Fussball. Von Ambush-Marketing will Werbeleiter Marco Fioroni aber nicht sprechen: «Wir wollten einfach eine Brücke zwischen unserer Kampagne und der EM schlagen». Im Gegensatz zur Konkurrentin Winterthur, die als offizielle Sponsorin der Schweizer Fussball-Nati omnipräsent ist, werden bei der als Genossenschaft organisierten Mobiliar «nie so viele Mittel in Sponsoring investiert». Solche Engagements würden auf die Stufe der Generalagenturen heruntergebrochen. «Auf nationaler Ebene investieren wir hauptsächlich in Präventionsprojekte», erklärt Fioroni. Nebst den erstmals produzierten Radiospots konnten die Kreativen der Hausagentur Publicis zur Euro 2004 eine weitere Premiere feiern: Das T-Shirt mit aufgedruckter Schadenskizze. Die Inserate, welche eben diese Oberteile abbilden, wurden in der Sonntagspresse geschaltet und enthalten einen Talon zur Bestellung des Kleidungsstücks. Nach dreimaligem Erscheinen sind laut Fioroni etwa 1200 T-Shirts abgesetzt worden. Die meisten davon über die eigenen Generalagenturen.
Das T-Shirt als «erstes tragbares Inserat» folge, so Publicis-Berater Beat Hürlimann, dem Mobiliar-Credo Kundennähe: «Viel näher kann man kaum gehen. Die Kommunikation ist dem Publikum quasi auf den Leib geschnitten». Die konzipierten Skizzen verzichten allerdings auf einen direkten Schweizbezug. Damit entgeht die Mobiliar dem Schicksal einiger anderer Firmen, die sich nach der Spuck-Affäre eine neue Werbepersönlichkeit suchen müssen. Dafür hätten die Kreativen das «Nicht» vor Kahn und Beckham beim Auto-Sujet der Mobiliar-Skizzen getrost weglassen können.
Schadenskizzen auf T-Shirts: Die Mobiliar lässt sich von den Fussballern der Euro 2004 inspirieren.
Das T-Shirt als «erstes tragbares Inserat» folge, so Publicis-Berater Beat Hürlimann, dem Mobiliar-Credo Kundennähe: «Viel näher kann man kaum gehen. Die Kommunikation ist dem Publikum quasi auf den Leib geschnitten». Die konzipierten Skizzen verzichten allerdings auf einen direkten Schweizbezug. Damit entgeht die Mobiliar dem Schicksal einiger anderer Firmen, die sich nach der Spuck-Affäre eine neue Werbepersönlichkeit suchen müssen. Dafür hätten die Kreativen das «Nicht» vor Kahn und Beckham beim Auto-Sujet der Mobiliar-Skizzen getrost weglassen können.
Schadenskizzen auf T-Shirts: Die Mobiliar lässt sich von den Fussballern der Euro 2004 inspirieren.
Die älteste private VersicherungDie Mobiliar wurde 1826 in Bern als Genossenschaft gegründet. 1862 entstanden die Helvetia, 1863 die Basler, 1872 die Zürich und 1875 die Winterthur. Heute positioniert sich der Allbranchenversicherer Mobiliar über das schweizweit einzigartige System, wonach jede der über 80 General-agenturen über ein eigenes Schadenteam verfügt. Zur Gruppe gehören die überdachende Gesellschaft Mobiliar Genossenschaft, das Führungszentrum Mobiliar Holding, und die Tochtergesellschaften Mobiliar, Providentia und Protekta. Nach zwei Verlustjahren erwirtschaftete die gesamte Gruppe 2003 einen Gewinn von rund 205 Millionen Franken. (sk)
Simone Keller
