Kompliment an die Migros

Pierre C. Meier über die Wahl zum Werber und zur Kampagne des Jahres.

Pierre C. Meier über die Wahl zum Werber und zur Kampagne des Jahres.Seit 28 Jahren küren die Leserinnen und Leser der Werbewoche Anfang Januar den «Werber des Jahres». Eine Wahl, deren Ausgang jeweils mit grosser Spannung erwartet wird.
Dieses
Jahr war das Ergebnis so eindeutig wie schon lange nicht mehr. Mit
rekordverdächtigen 33 Prozent aller Stimmen wurde Beat Mühlemann,
Leiter Marketing-Kommunikation beim Migros-Genossenschafts-Bund (MGB)
zum Werber des Jahres 2005 gewählt. Den zweiten Platz erreichte Bene
Abegglen von der Werbeagentur Contexta mit 20 Prozent, Bronze geht mit
16 Prozent aller abgegebenen Stimmen an Markus Gut von Publicis. Mehr
über den Werber des Jahres 2005 lesen Sie im Porträt auf den Seiten 11
und 12.
Es war eine eindeutige, aber aussergewöhnliche Wahl. Seit
1977 trugen nämlich nur gerade drei Persönlichkeiten, die nicht in
Werbeagenturen oder grafischen Ateliers wirkten, die Auszeichnung
«Werber des Jahres». 1977 wurde André Hofer, der damalige Direktor der
AG für das Werbefernsehen (heute Publisuisse), gewählt und 1985 Fredy
Collioud. Collioud erhielt die begehrte Auszeichnung für eine damals
revolutionäre Werbestrategie: Als Werbeleiter der Migros profilierte er
den orangen Riesen als Marke. Zwanzig Jahre später wird Colliouds
Nach-Nachfolger Werber des Jahres. Zufall? Nein. Sondern vielmehr eine
Bestätigung dafür, dass die Migros mit immer wieder herausragenden
Kampagnen die Werbekultur in der Schweiz prägt. Und dies in einer sonst
nicht für berauschend kreative Werbung bekannten Branche.
Zum
sechsten Mal wird heuer die «Kampagne des Jahres» ausgezeichnet. Zur
Auswahl standen 17 Arbeiten. Neben den Leserinnen und Lesern der
Werbewoche haben sich dieses Jahr auch die Leserinnen und Leser der
Programmzeitschrift TV-Star (bis gestern noch TR7) an der Wahl
beteiligt. Mit 19 Prozent der Stimmen wurde hier die Kampagne von Pneu
Egger zum Sieger gewählt. Realisiert wurde sie durch Wirz Werbung. Mehr
dazu finden Sie auf Seite 9.
> Pierre C. Meier, Chefredaktor

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