Kreative Medienfrau
Sandra Geiger will als neue Verlagsleiterin der Bilanz mehr Frauenund Leser über 30 ansprechen.
Sandra Geiger will als neue Verlagsleiterin der Bilanz mehr Frauenund Leser über 30 ansprechen.
«Seit ich mich mit der Bilanz beschäftige, finde ich immer mehr gute Geschichten, über die ich auch mit Kolleginnen diskutiere», stellt Sandra Geiger fest. Als Beispiele für solche Wirtschaftsnews in der Frauenrunde fallen der neuen Verlagsleiterin die Rolex-Story in der Bilanz oder auch gelungene Beiträge über Google und Swarovski ein. «Da wird ein Thema auf interessante Weise abgedeckt, wie es die Frauenzeitschriften offenbar verpasst haben.»Nicht nur ein Frauenthema, aber eines, über das sich weibliche Arbeitnehmer bisher meist schneller Gedanken machten als Männer, ist es auch, was Sandra Geiger zu einem Wechsel von der SonntagsZeitung zum Jean Frey Verlag motiviert hat. Als nach dem Wegzug von Uli Rubner die Bilanz und Weltwoche wieder frei waren, rechnete sich Geiger eine verlockende Chance aus und schlug Filippo Leutenegger eine Aufteilung der Verantwortung vor. «Mit dem Leiten nur noch eines Produkts kann ich auch mein Arbeitspensum reduzieren und trotzdem voll engagiert sein. Damit leiste ich mir mehr Lebensqualität.»
Die Bilanz ist ein Produkt, das Geiger «sehr gut gefällt». Beim Wirtschaftsmagazin trifft sie zudem wieder Leute, mit denen sie bereits früher gut zusammenarbeiten konnte. René Lüchinger war auch Chefredaktor bei Facts, als Geiger bei der Lancierung des Newsmagazins für den Lesermarkt verantwortlich zeichnete. Bei der Bilanz hat Geiger jetzt zusammen mit Lüchinger durchgesetzt, dass es «für den Abonnenten besser ist, nicht mehr alle Monate ein dickes Telefonbuch zu bekommen, sondern alle 14 Tage ein Heft im angenehmen Umfang». Dem regelmässigeren Rhythmus zum Opfer gefallen sind sieben Specials, die im letzten Jahr noch erschienen waren.
Mit der verkürzten Frequenz wird das Magazin natürlich auch im Anzeigenmarkt mehr Chancen für breiter angelegte Kampagnen haben. Sandra Geiger hat dazu «ein sauberes und stimmiges Preiskonzept geschaffen» und neben den Anzeigenpreisen gleichzeitig die Abo-Preise sowie den Kioskpreis nach unten angepasst.
Mit den Bestrebungen «jünger und mehr Frauen» meint Geiger das Zielsegment von über 30. Dort hat die Bilanz mit einer neuen Serie «Business under 40» zusammen mit der jungen Handelskammer bereits ein Gefäss geschaffen, das erfolgreiche Businessmodelle von viel versprechenden Start-ups aufzeigt.
Im Leserbereich sucht sie zurzeit gezielt nach sinnvollen Kooperationen, wie sie zum Beispiel bereits mit der Klinik Hirslanden besteht. Dort wird die Bilanz in allen Patientenzimmern aufgelegt.
«Auf keinen Fall abschaffen» will sie die Hörbilanz. «Da gibt es eine leidenschaftliche Fangemeinde.» Allerdings soll die CD weiterhin im Monatsrhythmus erscheinen, mit eher langlebigen Beiträgen aus zwei Bilanz-Ausgaben. «Ein gutes Instrument, um an eine trendbewusste Leserschaft zu gelangen.» Ebenfalls neu soll die E-Bilanz eingeführt werden. «Ein Must für ein Wirtschaftsmagazin, dessen Publikum sich regelmässig im Ausland aufhält». Und für den Bilanz Business Talk wurde mit der Credit Suisse ein neuer Partner und Sponsor gefunden.
Ein dankbar breites Spektrum also für eine leidenschaftliche Medienfrau. Sandra Geiger ist nach der Handelsschule als PR-Beraterin eingestiegen. Noch unter Marc Frey an der Edenstrasse war sie im Bereich Unternehmens-PR tätig. Auf Agenturseite baute sie später für die Berner Contexta einen PR-Ableger in Zürich auf und arbeitete kurz bei Publicis, bevor sie für den Aufbau von Facts und SonntagsZeitung ins Ver-
lagsbusiness zurückgekehrt ist. Diplome als Verlagsfach- und PR-Fach-
frau kann die seit zweieinhalb Jahren Verheiratete ebenso vorweisen wie einen Managementkurs an der Columbia University in New York.
Privat ist Sandra Geiger rund ein halbes Jahr durch Südamerika gereist. In dieser Epoche sind wohl auch ihre gesunden Ideen punkto Zeiteinteilung und Lebensqualität gereift. Sandra Geiger liebt als Ausgleich kunstvoll schweissen, marktfrisch kochen, entspannend malen und kreativ basteln. Ein Lebenstraum wäre es, später einmal ein belletristisches Buch verlegen zu können.
Verlagsleiterin Sandra Geiger ist sich sicher, dass die Bilanz mit der vierzehntäglichen Erscheinungsweise mehr Chancen im Anzeigenmarkt haben wird.
Andreas Panzeri
«Seit ich mich mit der Bilanz beschäftige, finde ich immer mehr gute Geschichten, über die ich auch mit Kolleginnen diskutiere», stellt Sandra Geiger fest. Als Beispiele für solche Wirtschaftsnews in der Frauenrunde fallen der neuen Verlagsleiterin die Rolex-Story in der Bilanz oder auch gelungene Beiträge über Google und Swarovski ein. «Da wird ein Thema auf interessante Weise abgedeckt, wie es die Frauenzeitschriften offenbar verpasst haben.»Nicht nur ein Frauenthema, aber eines, über das sich weibliche Arbeitnehmer bisher meist schneller Gedanken machten als Männer, ist es auch, was Sandra Geiger zu einem Wechsel von der SonntagsZeitung zum Jean Frey Verlag motiviert hat. Als nach dem Wegzug von Uli Rubner die Bilanz und Weltwoche wieder frei waren, rechnete sich Geiger eine verlockende Chance aus und schlug Filippo Leutenegger eine Aufteilung der Verantwortung vor. «Mit dem Leiten nur noch eines Produkts kann ich auch mein Arbeitspensum reduzieren und trotzdem voll engagiert sein. Damit leiste ich mir mehr Lebensqualität.»
Die Bilanz ist ein Produkt, das Geiger «sehr gut gefällt». Beim Wirtschaftsmagazin trifft sie zudem wieder Leute, mit denen sie bereits früher gut zusammenarbeiten konnte. René Lüchinger war auch Chefredaktor bei Facts, als Geiger bei der Lancierung des Newsmagazins für den Lesermarkt verantwortlich zeichnete. Bei der Bilanz hat Geiger jetzt zusammen mit Lüchinger durchgesetzt, dass es «für den Abonnenten besser ist, nicht mehr alle Monate ein dickes Telefonbuch zu bekommen, sondern alle 14 Tage ein Heft im angenehmen Umfang». Dem regelmässigeren Rhythmus zum Opfer gefallen sind sieben Specials, die im letzten Jahr noch erschienen waren.
Mit der verkürzten Frequenz wird das Magazin natürlich auch im Anzeigenmarkt mehr Chancen für breiter angelegte Kampagnen haben. Sandra Geiger hat dazu «ein sauberes und stimmiges Preiskonzept geschaffen» und neben den Anzeigenpreisen gleichzeitig die Abo-Preise sowie den Kioskpreis nach unten angepasst.
Mit den Bestrebungen «jünger und mehr Frauen» meint Geiger das Zielsegment von über 30. Dort hat die Bilanz mit einer neuen Serie «Business under 40» zusammen mit der jungen Handelskammer bereits ein Gefäss geschaffen, das erfolgreiche Businessmodelle von viel versprechenden Start-ups aufzeigt.
Im Leserbereich sucht sie zurzeit gezielt nach sinnvollen Kooperationen, wie sie zum Beispiel bereits mit der Klinik Hirslanden besteht. Dort wird die Bilanz in allen Patientenzimmern aufgelegt.
«Auf keinen Fall abschaffen» will sie die Hörbilanz. «Da gibt es eine leidenschaftliche Fangemeinde.» Allerdings soll die CD weiterhin im Monatsrhythmus erscheinen, mit eher langlebigen Beiträgen aus zwei Bilanz-Ausgaben. «Ein gutes Instrument, um an eine trendbewusste Leserschaft zu gelangen.» Ebenfalls neu soll die E-Bilanz eingeführt werden. «Ein Must für ein Wirtschaftsmagazin, dessen Publikum sich regelmässig im Ausland aufhält». Und für den Bilanz Business Talk wurde mit der Credit Suisse ein neuer Partner und Sponsor gefunden.
Ein dankbar breites Spektrum also für eine leidenschaftliche Medienfrau. Sandra Geiger ist nach der Handelsschule als PR-Beraterin eingestiegen. Noch unter Marc Frey an der Edenstrasse war sie im Bereich Unternehmens-PR tätig. Auf Agenturseite baute sie später für die Berner Contexta einen PR-Ableger in Zürich auf und arbeitete kurz bei Publicis, bevor sie für den Aufbau von Facts und SonntagsZeitung ins Ver-
lagsbusiness zurückgekehrt ist. Diplome als Verlagsfach- und PR-Fach-
frau kann die seit zweieinhalb Jahren Verheiratete ebenso vorweisen wie einen Managementkurs an der Columbia University in New York.
Privat ist Sandra Geiger rund ein halbes Jahr durch Südamerika gereist. In dieser Epoche sind wohl auch ihre gesunden Ideen punkto Zeiteinteilung und Lebensqualität gereift. Sandra Geiger liebt als Ausgleich kunstvoll schweissen, marktfrisch kochen, entspannend malen und kreativ basteln. Ein Lebenstraum wäre es, später einmal ein belletristisches Buch verlegen zu können.
Verlagsleiterin Sandra Geiger ist sich sicher, dass die Bilanz mit der vierzehntäglichen Erscheinungsweise mehr Chancen im Anzeigenmarkt haben wird.
Andreas Panzeri
