20 Minuten und FuW unter Kalls Lupe

Zeitungen Tamedia sieht bei den Neuerwerbungen Optimierungspotenzial.

Zeitungen Tamedia sieht bei den Neuerwerbungen Optimierungspotenzial. Nach dem «unbefriedigenden Ergebnis 2003» konnte Hans Heinrich Coninx, VR-Präsident von Tamedia, diese Woche ein «erfreuliches Resultat» verkünden. Für den Zürcher Medienkonzern sei 2004 «ein Jahr der Erneuerung und des Aufbruchs» gewesen, sagte er. Das gelte zum einen in finanzieller Hinsicht (siehe Seite 18). Dann hätten aber mit Tages-Anzeiger, Facts, Schweizer Familie und Annabelle gleich vier Tamedia-Produkte auch einen Relaunch oder ein Redesign erfahren.Das war offenbar nur der Anfang. CEO Martin Kall will weitere Titel «optimieren». Namentlich erwähnte er die Anfang 2005 vollständig übernommenen 20 Minuten und Finanz & Wirtschaft (FuW). Bei 20 Minuten steht wohl in erster Linie eine weitere Expansion in die Ostschweiz an, jedenfalls will Kall ein solches Projekt «im zweiten Quartal» prüfen. Als möglichen Starttermin nannte er Herbst 2005. Über den Schritt in die Innerschweiz vor neun Monaten zeigte er sich sehr zufrieden. Auch ein Redesign scheint nicht ausgeschlossen. Der «Pioniergeist und den frechen Charakter» der Pendlerzeitung wolle man aber wahren, versicherte Kall. Weiter denkt er über Kostensynergien, etwa im IT-Bereich, nach.
Bei der «toll positionierten und trotz starkem Anzeigenverlust erfolgreichen» FuW prüft Kall, wie das Wirtschaftsblatt und Tamedia «besser zusammenarbeiten können, ohne dass die eigenständige FuW-Kultur angetastet wird». Auch hier tönte Kall an, dass er ein Redesign in Erwägung zieht.
Markus Knöpfli

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