Dildo über der A1
Shoppingcenter Weber Harbeke setzt für die Autobahnraststätte Würenlos im Wortsinn auf Signalwirkung.
Shoppingcenter Weber Harbeke setzt für die Autobahnraststätte Würenlos im Wortsinn auf Signalwirkung.Was das Matterhorn für das Wallis oder die Kappellbrücke für Luzern ist die Autobahnraststätte Würenlos für die Autobahn A 1. Jeder, der schon mal im Auto nach Zürich gefahren ist, kennt den markanten Bau über der sechsspurigen Fahrbahn. Das Shoppingcenter in Würenlos ist mit dieser Bekanntheit wohl auch nicht zufällig das einzige Einkaufsparadies mit einem Übernamen. Noch nicht jedem, der mit 100 Stundenkilometern unter dem «Fressbalken» durchfährt, dürfte aber bekannt sein, dass in diesem frisch renovierten Center neben den zwei Restaurants neu auch mehr als 20 Geschäfte auf Kunden warten. Vollgas nach Wartefrist
Das will jetzt die Zürcher Agentur Weber Harbeke mit einer witzig geratenen Kampagne ändern. Nach dem Pitcherfolg Anfang März lieferte Weber Harbeke bereits an Ostern die erste Arbeit für ihren neuen Kunden Autobahnraststätte Würenlos. «Wir wussten, dass etwas kommen könnte. Weil es Verzögerungen beim Umbau gegeben hat, musste die Werbung aber warten. Und dann sollte es plötzlich schnell gehen …» Für CD Thomas Harbeke war deshalb sofort klar, dass seine Ideen «schnell realisierbar» sein mussten.
Willkommener Nebeneffekt dieser Arbeitsweise: Die Sujets werden auch sehr schnell verstanden. Dass sich ein Halt in Würenlos nun nicht mehr nur zum Essen, sondern auch zum Einkaufen lohnt, dramatisiert die Kampagne von Weber Harbeke auf plakative Weise. Dabei wurde das allseits bekannte Autobahn-strassensignal überraschend verändert: Die Einkaufsbrücke ist durch Artikel aus dem Angebot der Raststättenmieter ersetzt. So kann mit einer Kampagnenidee die breite Palette von Angeboten kommuniziert werden. Wer erwartet denn schon, dass er unterwegs auf der Autobahn bequem Produkte von Migros, Beate Uhse, Herren Globus oder Lolipop kaufen kann?
Nach ihrem Umbau im vergangenen Jahr ist Würenlos auch die grösste Shoppingraststätte der Schweiz. Auf zwei Etagen bietet sie ein umfassendes Angebot an Waren und Dienstleistungen. Ziel der Kampagne ist also der Beweis des vielfältigen Angebots im Gastronomie- und Detailhandelsbereich. «Die Bekanntheit des Centers ist vorhanden. Nicht das Image, sondern die konkreten neuen Angebote sollten deshalb vermittelt werden», erklärt Harbeke. Aus dem Wissensziel soll nun ein Verhaltensziel werden.
Das Budget war nicht besonders gross. Die Werbung muss aber eine sehr weit fahrende Zielgruppe abdecken. «Das Zielpublikum sind alle, die dort unten durchfahren.»
Gemeinschaftsauftritt zum Start
Auftakt der Kampagne war ein ganzseitiges Inserat in der SonntagsZeitung an Ostern, auf welchem alle 25 Geschäfte und Dienstleister der Autobahnraststätte Würenlos ihren Auftritt haben. «Es schien uns eindrücklich, mit einer solchen Zusammenfassung zuerst einmal zu
demonstrieren, was es in Würenlos alles gibt.» Weitergeführt «zum Erinnern» wird die Kampagne in den kommenden Monaten mit ausgewählten Sujets im Blick. Auch hier ist die Brücke durch Artikel aus dem reichhaltigen Angebot der Raststättenmieter ersetzt.
Weber Harbeke hat vielschichtige Erfahrungen in Kampagnen für den Detailhandel. Jahrelang hat die Agentur den Nonfood-Auftritt für die Migros gestaltet.
Einkaufsparadies ob der Autobahn: Weber Harbeke demonstriert, dass es in Würenlos fast alles zu kaufen und zu essen gibt.
Andreas Panzeri
Das will jetzt die Zürcher Agentur Weber Harbeke mit einer witzig geratenen Kampagne ändern. Nach dem Pitcherfolg Anfang März lieferte Weber Harbeke bereits an Ostern die erste Arbeit für ihren neuen Kunden Autobahnraststätte Würenlos. «Wir wussten, dass etwas kommen könnte. Weil es Verzögerungen beim Umbau gegeben hat, musste die Werbung aber warten. Und dann sollte es plötzlich schnell gehen …» Für CD Thomas Harbeke war deshalb sofort klar, dass seine Ideen «schnell realisierbar» sein mussten.
Willkommener Nebeneffekt dieser Arbeitsweise: Die Sujets werden auch sehr schnell verstanden. Dass sich ein Halt in Würenlos nun nicht mehr nur zum Essen, sondern auch zum Einkaufen lohnt, dramatisiert die Kampagne von Weber Harbeke auf plakative Weise. Dabei wurde das allseits bekannte Autobahn-strassensignal überraschend verändert: Die Einkaufsbrücke ist durch Artikel aus dem Angebot der Raststättenmieter ersetzt. So kann mit einer Kampagnenidee die breite Palette von Angeboten kommuniziert werden. Wer erwartet denn schon, dass er unterwegs auf der Autobahn bequem Produkte von Migros, Beate Uhse, Herren Globus oder Lolipop kaufen kann?
Nach ihrem Umbau im vergangenen Jahr ist Würenlos auch die grösste Shoppingraststätte der Schweiz. Auf zwei Etagen bietet sie ein umfassendes Angebot an Waren und Dienstleistungen. Ziel der Kampagne ist also der Beweis des vielfältigen Angebots im Gastronomie- und Detailhandelsbereich. «Die Bekanntheit des Centers ist vorhanden. Nicht das Image, sondern die konkreten neuen Angebote sollten deshalb vermittelt werden», erklärt Harbeke. Aus dem Wissensziel soll nun ein Verhaltensziel werden.
Das Budget war nicht besonders gross. Die Werbung muss aber eine sehr weit fahrende Zielgruppe abdecken. «Das Zielpublikum sind alle, die dort unten durchfahren.»
Gemeinschaftsauftritt zum Start
Auftakt der Kampagne war ein ganzseitiges Inserat in der SonntagsZeitung an Ostern, auf welchem alle 25 Geschäfte und Dienstleister der Autobahnraststätte Würenlos ihren Auftritt haben. «Es schien uns eindrücklich, mit einer solchen Zusammenfassung zuerst einmal zu
demonstrieren, was es in Würenlos alles gibt.» Weitergeführt «zum Erinnern» wird die Kampagne in den kommenden Monaten mit ausgewählten Sujets im Blick. Auch hier ist die Brücke durch Artikel aus dem reichhaltigen Angebot der Raststättenmieter ersetzt.
Weber Harbeke hat vielschichtige Erfahrungen in Kampagnen für den Detailhandel. Jahrelang hat die Agentur den Nonfood-Auftritt für die Migros gestaltet.
Einkaufsparadies ob der Autobahn: Weber Harbeke demonstriert, dass es in Würenlos fast alles zu kaufen und zu essen gibt.
Andreas Panzeri
