Ringier folgt Edipresse folgt Ringier
Expansionen Die Wege beider Verlage kreuzen sich auffällig häufig.
Expansionen Die Wege beider Verlage kreuzen sich auffällig häufig.«Unsere Umsatzsteigerung von 5,4 Prozent in der Schweiz ist wesentlich auf unsere Akquisitionen zurückzuführen», sagte Ringier-CEO Martin Werfeli an der Bilanzpressekonferenz seines Konzerns. Mit andern Worten: Ohne Bolero-Kauf und Einstieg bei Le Temps hätte der Verlag Schweiz wohl bestenfalls nur stabile Werte ausgewiesen. Bei Edipresse, Ringiers Partner bei Le Temps, waren positive Auswirkungen des Joint Venture weniger ersichtlich: Sein Schweiz-Geschäft generierte 4,7 Prozent weniger Umsatz (siehe Seite 21).Doch nicht nur bei Le Temps kreuzen sich die Wege der beiden Konzerne, auch im TV-Bereich werden sie es tun: Ringier-TV hat sich um 26 Prozent gesteigert, Edipresse will diesenGoldesel erst reiten lernen.
Gemeinsamkeiten gibt es auch in Osteuropa: So sind beide Unternehmen in Rumänien tätig. Und während Edipresse schon seit 2000 in der Ukraine aktiv ist, schielt Ringier gemäss Werfeli nun auch dorthin – nach dem dortigen politischen Wechsel sowieso. Edipresse ist ferner in Polen und Russland dem Le-Temps-Partner voraus, umgekehrt hat Ringier in Tschechien, Ungarn und Serbien die Nase vorn. «Und wer in Serbien tätig ist, dem liegt natürlich Kroatien nahe», sagt Werfeli.
Ob ihm Edipresse auch dahin folgen wird, ist offen, Expansion in neue Märkte haben die Westschweizer aber angekündigt – unter anderem nach Lateinamerika und Asien. Wie der Zufall doch spielt: Im letztgenannten Kontinent hat auch Ringier schon etwas Erfahrung. Werfeli hofft dort zum Beispiel auf einen Führungswechsel in Vietnam, «der mehr Unternehmertum ermöglicht».
(mk)
Gemeinsamkeiten gibt es auch in Osteuropa: So sind beide Unternehmen in Rumänien tätig. Und während Edipresse schon seit 2000 in der Ukraine aktiv ist, schielt Ringier gemäss Werfeli nun auch dorthin – nach dem dortigen politischen Wechsel sowieso. Edipresse ist ferner in Polen und Russland dem Le-Temps-Partner voraus, umgekehrt hat Ringier in Tschechien, Ungarn und Serbien die Nase vorn. «Und wer in Serbien tätig ist, dem liegt natürlich Kroatien nahe», sagt Werfeli.
Ob ihm Edipresse auch dahin folgen wird, ist offen, Expansion in neue Märkte haben die Westschweizer aber angekündigt – unter anderem nach Lateinamerika und Asien. Wie der Zufall doch spielt: Im letztgenannten Kontinent hat auch Ringier schon etwas Erfahrung. Werfeli hofft dort zum Beispiel auf einen Führungswechsel in Vietnam, «der mehr Unternehmertum ermöglicht».
(mk)
