Papierveredler

Lasergravur Haptisch und visuell eindrucksvoll wirkt eine neuartige Technik für luxuriöse Bedruckstoffe.

Lasergravur Haptisch und visuell eindrucksvoll wirkt eine neuartige Technik für luxuriöse Bedruckstoffe. Laserstrahl statt Ladyshave – das ist fast normal bei Damen, die lästige Haare loswerden wollen. Auch Laseroperationen, die die Sehschärfe des Auges korrigieren, sind weltweit auf dem Vormarsch. Lasergravuren kamen bisher bei Eisen- und Nichteisenmetallen, selbst bei Hölzern und Kunststoffen in Betracht. Aber Lasergravur im Bedruckstoff Papier? Warum nicht? Die Frage stellten sich Jan Staecker, Christian Feichtinger und andere Marktstrategen einer Hamburger Werbeagentur. Ihre mehrjährigen Experimente und Entwicklungen führten im Juli 2004 zur Agenturmarke Paperlux (www. paperlux.de). An der Paperworld 2005 in Frankfurt am Main stellten sie zusammen mit der Büttenpapierfabrik Gmund die Lasergravur in filigranen Anwendungen hochwertiger Drucksachen erstmals vor.
Von anderen Materialien ist bekannt, dass die Lasergravur keine beliebige «Gravierfarbe» zulässt. So erscheint auch beim Papier dessen «Grundfarbe». Da die Grafiken, Logos und Schriftzüge in verschiedenen Tiefen aus dem Papier per Laserstrahl abgetragen werden, präsentiert sich diese Veredelungsart z. B. in einem beigefarbigen Papier braungelb oder in einer dunkelblauen Sorte schiefergrau. Solche Sujets haben Kontur und Kontrast, sind gestochen scharf, fühlbar fein und im Grunde genommen taktil wie visuell neuartig. Sofern eine Mindestgrammatur von 120–150 g/m2 verwendet wird, sengt das Laserlicht die abgetragenen, dünnhäutigen Stellen des Papiers nicht an.
Paperlux empfiehlt nur Gmund-Papiere, rät aber von der Kollektion Kaschmir Cloth ab. Die Lieferzeit für die Lasergravur beträgt ab Freigabe etwa drei Wochen. Motivtest und Prooferstellung sind Teil der Dienstleistung. Vorzugsweise werden vektororientierte Datenformate verarbeitet.
Beispiele der Paperlux-Lasergravur.
Foto: hjl
Hans Joachim Laue

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