Endlich ein Herz und eine Währung
Online Eine einheitliche Internetwährung kommt für die Schweiz in Reichweite.
Online Eine einheitliche Internetwährung kommt für die Schweiz in Reichweite.Wemf und SRG-Forschungsdienst hatten in den letzten 20 Jahren ihr Heu selten auf der selben Bühne, doch vor kurzem haben beide Seiten eingeräumt, dass sie neuerdings miteinander sprechen. Mehr noch: Dass sie die Einführung einer gemeinsamen Internetforschung und -währung prüfen (WW 11/05).An der Pressekonferenz des SRG-Forschungsdienstes liess dessen Leiter Manuel Dähler am 28. April erstmals verlauten, dass «die Gespräche mit der Wemf schon weit gediehen» seien. Die Wemf bestätigt Dählers Aussage: «Die Chance, dass wir eine gemeinsame Internetforschung und -wäh- rung realisieren werden, ist über 50 Prozent», so Wemf-Direktor René Schmutz. Ein Entscheid sei noch nicht gefallen, zudem hänge alles von den Wünschen der Werbetreibenden ab. Derzeit kläre man deren Bedürfnisse ab. Doch Schmutz stellte klar: «Es gibt keine Anzeichen dafür, dass der gemeinsame Ansatz nicht zu Stande kommt.»
Mit einer gemeinsamen Internetwährung würden die beiden Forschungsinstitutionen (inklusive ihre Verwaltungsräte) mit Riesenschritten aufeinander zugehen, haben sie sich in der Vergangenheit doch öfters einmal angefeindet (Stichworte Intermedia-Vergleich und Internetpanels). Vor allem aber haben sie in den letzten Jahren viel Geld in die je eigene Internetforschung investiert. Die SRG betreibt das MMXI-Panel, welches die Internetnutzung von Personen oder Haushalten festhält, die Wemf bietet Net Audit an, ein System, das die Zugriffe direkt auf dem Server des Anbieters zählt. Zudem führt sie die MA Comis.
Beide Ansätze haben Lücken: Gemäss Dähler kann das heutige Internetpanel kaum auf die Nutzung am Arbeitsplatz ausgedehnt werden, bei der Servermessung bleiben die zugreifenden Nutzer unbekannt und letztlich nicht genau zählbar. «Nach Einschätzung des Forschungsdienstes führt der Weg zu einer besseren Erfassung der Internetnutzung nur über eine Kombination der beiden Ansätze oder Datenquellen», sagte er an der Pressekonferenz.
Markus Knöpfli
Mit einer gemeinsamen Internetwährung würden die beiden Forschungsinstitutionen (inklusive ihre Verwaltungsräte) mit Riesenschritten aufeinander zugehen, haben sie sich in der Vergangenheit doch öfters einmal angefeindet (Stichworte Intermedia-Vergleich und Internetpanels). Vor allem aber haben sie in den letzten Jahren viel Geld in die je eigene Internetforschung investiert. Die SRG betreibt das MMXI-Panel, welches die Internetnutzung von Personen oder Haushalten festhält, die Wemf bietet Net Audit an, ein System, das die Zugriffe direkt auf dem Server des Anbieters zählt. Zudem führt sie die MA Comis.
Beide Ansätze haben Lücken: Gemäss Dähler kann das heutige Internetpanel kaum auf die Nutzung am Arbeitsplatz ausgedehnt werden, bei der Servermessung bleiben die zugreifenden Nutzer unbekannt und letztlich nicht genau zählbar. «Nach Einschätzung des Forschungsdienstes führt der Weg zu einer besseren Erfassung der Internetnutzung nur über eine Kombination der beiden Ansätze oder Datenquellen», sagte er an der Pressekonferenz.
Markus Knöpfli
