SexSells

Kürzlich kam mir dies zu Ohren: «Weisst du, wie Angela Merkel sieben Kilo abgenommen hat?»

Kürzlich kam mir dies zu Ohren: «Weisst
du, wie Angela Merkel sieben Kilo abgenommen hat?» «Nein!» «Sie hat ihre Beine rasiert!»
Zugegeben, auch ich musste spontan lachen,
wusste allerdings nicht recht warum. Wahrscheinlich aus Erstaunen, dass
das Klischee «Erfolgreiche Frau hat nicht nur Haare auf den Zähnen,
sondern auch an den Beinen» noch gilt. Genauso wie die Feststellung:
«Sie ist ein Profi und sieht auch noch gut aus.» Und das nach sechs
Staffeln «Sex and the City», nach ersten Folgen von «Desperate
Housewives» und im Zeitalter von «The L-Word». All diese Produktionen
sind unglaublich beliebt (bei männlichem wie weiblichem Publikum), ihre
Hauptdarsteller sind weiblich, sehen umwerfend aus (für männliches wie
weibliches Publikum), sind erfolgreich – und haben rasierte Beine.
Nichtsdestotrotz erinnern uns die Wirz-Werber daran, dass Frauen so
blöd sind, dass sie an Stelle der Beine den Tennisball shaven. Oder war
die Botschaft eine andere? Und warum würde wohl dieses Plakat nicht für
das Männer-Tennisturnier in Gstaad funktionieren? Schliesslich spielen
die Boys auch
ohne Bart. (ck)

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Zugegeben, die Alldays-Kampagne ist nicht brandneu. Nichtsdestotrotz ist ihre Wirkung nach wie vor so irritierend und fernab jeglichen trockenen Humors, dass es mindestens dreier Martinis bedarf, um nicht in Verlegenheit zu geraten. Etwas weniger ...

Zugegeben, die Alldays-Kampagne ist nicht brandneu. Nichtsdestotrotz ist ihre Wirkung nach wie vor so irritierend und fernab jeglichen trockenen Humors, dass es mindestens dreier Martinis bedarf, um nicht in Verlegenheit zu geraten. Etwas weniger ins Detail gingen die Kreativen mit dem Three Olives Wodka. Doch auch hier sorgten weibliche Reize für männliche Verwirrung beziehungsweise weibliche Strümpfe. Oder war es der Alkohol? Wie dem auch sei: Ein Martini – ob mit Gin oder Wodka zubereitet – scheint das männliche Auge für weibliche Unterwäsche zu schärfen. Oder gibt es einen anderen Grund, Slips und Strümpfe zum Apéro serviert zu bekommen? Vielleicht hätte 007 die Antwort darauf.
(ck)

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Eins vorweg: Ich liebe Schweizer Wein und lasse kaum eine Gelegenheit aus, ihn zu entkorken. Auch Tropfen aus unseren Nachbarlän- ern sind würdig in meinem Keller vertreten.

Eins vorweg: Ich liebe Schweizer Wein und lasse kaum eine Gelegenheit aus, ihn zu entkorken. Auch Tropfen aus unseren Nachbarlän- ern sind würdig in meinem Keller vertreten.Enologie Doch nun zum eigentlichen Thema: Wein, Weib und Werbung. Bei beiden Anzeigen gehts ums Gleiche: Weinpromotion eines Alpenlandes, das nicht primär für seine Weinkultur bekannt ist. Ergebnis: Österreich macht Lust und die Schweiz sorgt für Frust. Vielleicht ist ja die Genfer Anzeige auf einem intellektuell missionarischen Konzept aufgebaut, aber beim Wein geht es eigentlich um Emotionen und Passionen. Also 1:0 für den St. Laurent. (ck)

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bekanntlich auch nicht zur Pflege des stillen Örtchens verwendet wird, ist der Slip Ring von Gucci etwas, das frau nicht unbedingt verlieren will. Oder?

bekanntlich auch nicht zur Pflege des stillen Örtchens verwendet wird, ist der Slip Ring von Gucci etwas, das frau nicht unbedingt verlieren will. Oder?So wie das Eau de Toilette Wie dem auch sei, sowohl Schmuck wie auch die Duftnote von La Perla scheinen die beiden modebewussten Sies auf ein und denselben Gedanken zu bringen: die Hand im Schoss zu verstecken. Wenn das nur keine Hornhaut gibt beziehungsweise der Slip Ring plötzlich wegrutscht. Anders ausgedrückt: lieber eine Frau, die weiss, was sie will, als das Badezimmer mit Blue zu reinigen. (ck)

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hat uns schon Johnny Weissmüller vorgemacht. Und dass das männliche Geschlecht gerne seinen Trieben freien Lauf lässt beziehungsweise sie über die Vernunft stellt, ist auch keine Erkenntnis der letzten Jahre.

hat uns schon Johnny Weissmüller vorgemacht. Und dass das männliche Geschlecht gerne seinen Trieben freien Lauf lässt beziehungsweise sie über die Vernunft stellt, ist auch keine Erkenntnis der letzten Jahre.Dass Tarzan ein Tierfreund ist, hat uns schon Johnny Weissmüller vorgemacht. Und dass das männliche Geschlecht gerne seinen Trieben freien Lauf lässt beziehungsweise sie über die Vernunft stellt, ist auch keine Erkenntnis der letzten Jahre. Neu hingegen ist die mediale Offenlegung abstrusester Sexualpraktiken, die sogar Professor Kinsey erstaunt hätten.
Ins Fernsehen oder in die Medien kommt heute der oder die, die eine noch originellere Vorliebe zu enthüllen weiss. Wie etwa die naturliebende Hansaplast-Werbefigur im Lendenschurz. Seine Enthüllung betrifft sein umhülltes Gemächt, das er Judys Essgewohnheiten zu- liebe mit Bananengout ausgestattet hat. In der Hoffnung, dass Judy nicht mit Heisshunger dreinbeisst, überlege ich mir gerade, welchen Dschungelbewohner Tarzan erwartet, wenn er ein Präservativ mit Apfelgout montiert. Soviel ich weiss, lieben Elefanten Äpfel … Aber wie das funktionieren soll, wage ich mir gar nicht auszudenken. AaaaaOooooooAaaaaaa …
(ck)

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