Kostspielige Zirkusnummer
Medien Bestimmt haben Sie sich auch schon gefragt: Gibt es wohl auch unter willigen Werbekonsumenten solche, denen schlecht nicht schlecht genug ist?
Medien Bestimmt haben Sie sich auch schon gefragt: Gibt es wohl auch unter willigen Werbekonsumenten solche, denen schlecht nicht schlecht genug ist?Bei der abgebildeten Anzeige drängt sich diese Frage jedenfalls geradezu auf. Befolgt sie doch alle Regeln des biederen Jöh-Effekts, um damit auf die begehrten Communities der Sehbehinderten und Kuscheltierhalter zu peilen.
Zu betonen ist hier das besonders edel anmutende Layout, das die verblüffende Leistung der «Artisten» von der Dufourstrasse hervorhebt. Eindrücklich ist nicht nur die Bravour des Quartetts, besonders ist denn auch die Levitation des Jack Russel. Hinzu kommt die gründliche Arbeit der Stylisten, die nur zu gut wissen, wie man diese besonderen Sympathieträger gestaltet und mit äusserster Sorgfalt in kleine Meisterleistungen des fragwürdigen Geschmacks verwandelt.
Optische Leckerbissen dieses Kalibers sind rar und müssen deshalb gebührend gewürdigt werden. Wir werden diese Anzeige in unserem Tresor sicher aufbewahren. Gleich neben den 100000 Franken, die das verantwortliche Verlagshaus uns – nicht als Gewinnern, sondern als
Geschädigten – ausbezahlt hat. Ist doch ein nettes Schmerzensgeld für so viel Ästhetik.
(la)
Zu betonen ist hier das besonders edel anmutende Layout, das die verblüffende Leistung der «Artisten» von der Dufourstrasse hervorhebt. Eindrücklich ist nicht nur die Bravour des Quartetts, besonders ist denn auch die Levitation des Jack Russel. Hinzu kommt die gründliche Arbeit der Stylisten, die nur zu gut wissen, wie man diese besonderen Sympathieträger gestaltet und mit äusserster Sorgfalt in kleine Meisterleistungen des fragwürdigen Geschmacks verwandelt.
Optische Leckerbissen dieses Kalibers sind rar und müssen deshalb gebührend gewürdigt werden. Wir werden diese Anzeige in unserem Tresor sicher aufbewahren. Gleich neben den 100000 Franken, die das verantwortliche Verlagshaus uns – nicht als Gewinnern, sondern als
Geschädigten – ausbezahlt hat. Ist doch ein nettes Schmerzensgeld für so viel Ästhetik.
(la)
