Der Umwelt verpflichtet
Papier wurde wegen einer fehlenden Sensibilisierung in der Bevölkerung lange nicht umweltfreundlich produziert. Urs Hochuli, Geschäftsführer von Arctic Paper, spricht über Ökoaspekte und FSC.
Sensibilisierung in der Bevölkerung lange nicht gerade besonders
umweltfreundlich produziert. Das ist heute nicht mehr so. Dank
Umweltauflagen und dank einer Flucht nach vorne seitens der
Papierproduzenten hat sich dieser Sachverhalt grundlegend geändert.
ww: Herr Hochuli, können Sie Arctic Paper kurz vorstellen?
Urs Hochuli: Arctic Paper
ist ein im Privatbesitz befindlicher Papierkonzern. Drei Papierfabriken
samt deren Papiersortimente Munken, Arctic und Amber sind unter der
Dachmarke Arctic Paper vereint.
ww: Gemäss Ihrem Prospektmaterial sind Ökologie und Umwelt herausragende Themen bei Arctic Paper …
Urs Hochuli: Das
ist richtig und gilt für sämtliche Arctic-Standorte. Im schwedischen
Werk Munkedal, das zu den weltweit am ökologischsten produzierenden
Papierfabriken zählt, hat Arctic Paper ein Umweltzentrum errichtet und
zeigt vor Ort, welche Anstrengungen hier unternommen werden, um die
Umwelt so weit wie nur möglich zu schonen.
ww: Umweltgerechte
Produktion ist bei der Papierherstellung ein Schlagwort –
Nachhaltigkeit (FSC) ein anderes, derzeit gar aktuelleres.
Urs Hochuli: Auch
hier setzt Arctic Papier Akzente. Viele Sorten im Papiersortiment von
Arctic sind FSC-zertifiziert. Damit garantieren wir, dass der
verwendete Zellstoff aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft
stammt und – besonders wichtig – dass wir für die
Papierproduktion auch über ausreichend FSC-zertifizierten Zellstoff
verfügen.
ww: Dennoch ist der Anteil an FSC-Papieren am Gesamtmarkt noch relativ bescheiden.
Urs Hochuli: Das
ist richtig. Dies hängt aber auch damit zusammen, dass die steigende
Nachfrage nach FSC-Zellstoff derzeit nicht vollumfänglich befriedigt
werden kann.
ww: Arctic Paper produziert neben zwei Werken in Schweden auch in Kostrzyn, Polen. Wie sind dort die Umweltstandards?
Urs Hochuli: Dieses
Werk steht den beiden schwedischen Werken in nichts nach und produziert
ebenfalls nach sehr ökologischen Gesichtspunkten. Kostrzyn ist eine
sehr moderne Produktionsstätte in Bezug auf Wasserverbrauch und
effiziente Kreisläufe.
Interview: Jürgen Franck
