Radio Night 2026: Wo die Schweizer Audio-Community für die Zukunft tankt
Nur einen Katzensprung von der mondänen Bahnhofstrasse entfernt trafen sich am Mittwochabend rund 200 Branchenvertreter im Zürcher Carlton Restaurant & Bar zur alljährlichen Radio Night. Neben persönlichem Austausch und hochkarätiger Live-Musik bot der Abend gewichtige Einblicke in den Werbemarkt und die Weiterentwicklung der Mediengattung.
Musikalische Akzente und neue Mobilität
Partner Volvo nutzte den Rahmen der Radio Night von Swiss Radioworld für einen prominenten Auftritt und stellte mit dem neuen EX60 ein echtes Highlight vor.

Für den passenden musikalischen Höhepunkt sorgte der Schweizer Soul-Sänger und Volvo-Markenbotschafter Marc Sway, der die Gäste nach dem Hauptgang mit einer intimen Unplugged-Session begeisterte.

Zwischenbilanz und Ausblick: Wohin steuert der Audiomarkt?
Am Rande der Feierlichkeiten zog Ralf Brachat, Managing Director der Swiss Radioworld, im Gespräch eine differenzierte Bilanz über das bisherige Werbejahr. Nach einem dynamischen Start im ersten Quartal folgte im Frühsommer eine branchenweite Delle. «Wir mussten wie viele andere kurz durch das Tal der Tränen», erklärte Brachat mit Blick auf die Sommerflaute. Doch pünktlich zum Herbstbeginn spürt der Vermarkter wieder deutlichen Rückenwind: Die Werbetreibenden werden aktiver, und die Buchungsanfragen ziehen spürbar an.

Dass sich auch intern einiges bewegt, liess Brachat im Gespräch ebenfalls durchblicken. Ein Rebranding und ein neuer Firmenname seien in Vorbereitung, um der veränderten Mediennutzung Rechnung zu tragen – details dazu wolle man aber erst zum Start im September offiziell verkünden.

Gleichzeitig wandelt sich der Markt rasant. Während lineares Radio nach wie vor das stabile Rückgrat bildet, generieren vor allem Podcasts und Streaming-Formate ungebrochen hohes Wachstum. Um diese Dynamik voll auszuschöpfen, treibt das Unternehmen wichtige Innovationen voran – allen voran den Ausbau der programmatischen Buchbarkeit für lineares Radio.

Darin liegt auch der Schlüssel für ein Segment, in dem Brachat noch grosses, bisher ungenutztes Potenzial ortet: Fast Moving Consumer Goods (FMCG). Grosse internationale Konzerne wie Ferrero, P&G oder Reckitt Benckiser steuern ihre Budgets meist stark zentralisiert über globale Hubs.
«Genau für diese Konzerne schaffen wir jetzt den Weg über die programmatische Buchung, weil gerade diese Unternehmen häufig zentral über London oder international geführt werden.»
— Ralf Brachat, Managing Director Swiss Radioworld
Automatisierte Schnittstellen sollen künftig sicherstellen, dass globale Markenbudgets deutlich einfacher und gezielter in Schweizer Audio-Umfelder fliessen.
Die Radio Night 2026 bewies einmal mehr ihre Relevanz als wichtiges Stimmungsbarometer. Zwischen Wiedersehensfreude, Musik und neuen strategischen Weichenstellungen wurde klar: Die Gattung Audio blickt mit viel Selbstbewusstsein in das anstehende Jahresendgeschäft.






