Museumszimmer Bern: harry’s home macht Kultur erlebbar

Im harry’s home Bern-Ostermundigen entstanden aus zwei Hotelzimmern ein interaktives Museumszimmer – in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation Bern. Ein in der Schweiz bislang einzigartiges Konzept, das Übernachtung und Kulturerlebnis verbindet.

Hirn im Käfig: Das Zentrum des Berner Museumszimmers. Quelle: zvg

Im BäreTower in Ostermundigen bei Bern – dem höchsten Gebäude des Kantons – wurde aus zwei klassischen Hotelzimmern etwas Ungewöhnliches: das Museumszimmer Bern. Das harry’s home Bern-Ostermundigen und das Museum für Kommunikation Bern haben die Zimmer 104 und 105 in einen interaktiven Erlebnisraum verwandelt, der Gäste direkt in die Geschichte der menschlichen Kommunikation eintauchen lässt. Das Konzept gilt als bislang einzigartig in der Schweizer Hotellerie.

Vom Hotelzimmer zum kleinsten Museum der Schweiz

Auf 64 Quadratmetern entfaltet sich im harry’s home ein kuratiertes Gesamterlebnis mit rund 15 ausgewählten Exponaten und zahlreichen interaktiven Elementen. Hutschachteln mit historischen Briefen, Postkarten und Briefmarken zeigen Kommunikation vor der digitalen Ära. Eine originale Uniform der Schweizer Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe (PTT) steht für einen prägenden Berufsstand. Eine Sammlung von Mobiltelefonen, vom frühen Nokia bis zum aktuellen Smartphone, veranschaulicht den technologischen Wandel. Fotografien und Alltagsobjekte geben überraschende Einblicke in die Kommunikationsgeschichte.

Ergänzt wird das Erlebnis durch spielerische Wissensinstallationen, versteckte Details und Zitate zu Kommunikation, Beziehungen und gesellschaftlichem Wandel. Ein Tagebuch am Nachttisch lädt Gäste dazu ein, selbst Teil der Geschichte zu werden.

Das Herzstück: Ein «Hirn im Käfig»

Den Mittelpunkt des Raumes bildet ein farbiges «Hirn im Käfig» – ein ikonisches Objekt, das sich an die Dauerausstellung des Museums für Kommunikation Bern anlehnt. Es symbolisiert die zentrale Frage der Kommunikation: Wie wir denken, fühlen und miteinander in Verbindung treten. Gleichzeitig soll es eine unmittelbare Brücke zwischen Hotelzimmer und Museum schlagen.

Das Konzept stammt vom mehrfach ausgezeichneten Museum für Kommunikation, das unter anderem den Museumspreis des Europarats trägt und zu den innovativsten Museen Europas zählt. Die szenografische Umsetzung verantwortete die Berner Szenografin Heidy-Jo Wenger. Projektverantwortliche auf Seite des Hotels war Hoteldirektorin Laura Canelli, auf Seite des Museums Nico Gurtner, Leiter Marketing & Kommunikation.

«Ein Hotelzimmer kann weit mehr sein als ein Ort zum Übernachten. Es kann Emotionen wecken, zum Nachdenken anregen und echte Aha-Momente schaffen. Genau das ist uns gemeinsam mit dem Museum für Kommunikation gelungen», erklärt Laura Canelli.

Nico Gurtner ergänzt: «Wir bringen unser Museum direkt zu den Menschen. Das Museumszimmer ist ein Appetizer, der Lust auf mehr macht und Gäste für Kommunikation begeistert.»

Museumszimmer Bern als Impuls für den Schweizer Tourismus

Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einer neuen Generation touristischer Angebote: Erlebnisse, die Übernachtung und Kultur miteinander verbinden. Für die Destination Bern bedeute es eine innovative Erweiterung des touristischen Angebots, die gezielt kulturinteressierte Gäste, Familien und internationale Reisende anspreche, die nach authentischen und sinnstiftenden Erlebnissen suchen – so heisst es in der Mitteilung.

Das Museumszimmer ist seit April 2026 buchbar und wird bewusst ohne Aufpreis angeboten. Gäste erhalten zudem einen vergünstigten Eintritt in das Museum für Kommunikation Bern. Die Kooperation ist für mindestens ein Jahr angelegt; eine Weiterentwicklung oder Ausweitung soll auf Basis des Gästefeedbacks erfolgen.

Das harry’s home Bern-Ostermundigen bietet insgesamt 116 Zimmer und ist Teil einer familiengeführten Hotelgruppe mit 16 Häusern in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie mehr als 1’550 Zimmern.

Weitere Informationen zum Angebot unter: https://www.harrys-home.com

More articles on the topic