Robin Lingg schliesst operatives Kapitel bei Ringier nach 13 Jahren ab
Nach über 13 Jahren massgeblicher Mitgestaltung der Ringier-Gruppe übergibt Robin Lingg alle operativen Aufgaben und das Präsidium der Ringier Sports Media Group. Er bleibt dem Familienunternehmen als Ankeraktionär und Vertreter der sechsten Generation weiterhin eng verbunden. Die Ringier-Gruppe erwirtschaftet heute in 19 Ländern über 80 Prozent ihres operativen Gewinns im digitalen Bereich.

Robin Lingg ist 2011 aus einer erfolgreichen internationalen Führungsposition bei Boehringer Ingelheim in Mexiko zu Ringier gestossen. Er folgte damals dem Wunsch der Familien Ringier und Lingg sowie des CEO Marc Walder, seine Expertise in den Dienst des Medienunternehmens zu stellen. Nach einer initialen Phase im Verwaltungsrat der Ringier (2011–2013) übernahm Lingg diverse operative Aufgaben auf Gruppen-Ebene mit dem Ziel, die Transformation zu einem Technologieunternehmen voranzutreiben.
Vom Verlagshaus zum Technologieunternehmen
Dreizehn Jahre später erwirtschaftet die Ringier-Gruppe heute in 19 Ländern über 80 Prozent ihres operativen Gewinns im digitalen Bereich. In dieser Ära hat Robin Lingg massgeblich an dieser Transformation mitgewirkt.
Ab 2014 verantwortete Robin Lingg als CEO Ringier Africa & Asia das Geschäft auf diesen beiden Kontinenten. In Asien leitete er weitreichende Restrukturierungen ein – einschliesslich des Verkaufs von Ringier China –, während er in Afrika das digitale Portfolio (Media und Marketplaces) substantiell weiterentwickelte.
Marktplatz-Portfolio und Sports Media als Wachstumssäulen
Ab 2017 wuchs das internationale, digitale Marktplatz-Portfolio unter Lingg substantiell und wurde zur ökonomisch wichtigsten Säule der Gruppe. In der Schweiz etablierten sich Jobcloud und Scout24 unter Lingg als klare Marktführer. Darüber hinaus agierte er als strategischer Architekt für die Realisierung der heutigen SMG Swiss Marketplace Group.
Zuletzt entwickelte Lingg ab 2022 die RSMG als dritte strategische Säule des Konzerns. Die heute acht führenden Sports Media Marken erreichen über 23 Millionen Nutzer:innen in sieben Ländern.
Statements der Ringier-Führung
Michael Ringier, Verwaltungsratspräsident der Ringier, würdigt Linggs Leistung: «Robin hat in den vergangenen 13 Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Familienunternehmens geleistet. Er ist damals der Bitte der Familie gefolgt und hat seine eigene Karriere im Ausland zugunsten von Ringier zurückgestellt. Dass die Ringier-Gruppe heute digital so erfolgreich agiert, ist eng mit seinem erfolgreichen Wirken verbunden.»
Marc Walder, CEO Ringier, ergänzt: «Robin engagierte sich ab 2011 für die Ringier-Gruppe, zuerst als Verwaltungsrat. Er baute das Fundament für unser Afrika-Geschäft, er war der Architekt unseres so erfolgreichen digitalen Marktplatz-Portfolios – und er baute die Ringier Sports Media Group aus dem Nichts. Robin Lingg hat unser Unternehmen in diesen rund eineinhalb Jahrzehnten stark geprägt. Durch seine harte und ehrliche Arbeit, seinen unternehmerischen Mut, seinen unbändigen Gestaltungswillen und seine hohe digitale Affinität.»
Robin Lingg selbst erklärt: «Es erfüllt mich mit Freude, zu sehen, wie wir die Gruppe gemeinsam vom klassischen Verlagshaus zu einem international führenden Technologieunternehmen transformiert haben. Nachdem ich mit der RSMG das dritte strategische Standbein etabliert habe, ist für mich nun der richtige Zeitpunkt gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen und mich nun wieder neuen Projekten zu widmen. Ich übergebe die RSMG in einer starken Wachstumsphase an Marc Walder und an den zukünftigen CEO Tim Kollmann.»
Robin Lingg bleibt dem Unternehmen als engagierter Miteigentümer und Ankeraktionär eng verbunden. Sein Bruder Roman Bargezi wird als Mitglied des Verwaltungsrats den Familienstamm Lingg-Bargezi weiterhin aktiv repräsentieren.
