Digitale Gewalt an Kindern: Ecpat startet Aufklärungskampagne

Digitale Gewalt nimmt zu: Ecpat warnt mit neuer Kampagne vor Risiken für Kinder und Jugendliche im Netz. Prävention, Hilfe und klare Forderungen sollen Betroffene schützen.

ECPAT startet eine Aufklärungskampagne gegen sexualisierte Gewalt im Netz. Jedes Jahr registriert das BKA zehntausende Fälle – viele bleiben unerkannt. Besonders Kinder und Jugendliche sind betroffen, denn fast 60 Prozent surfen regelmässig allein. Cybergrooming, Sextortion und das Versenden von Dickpics gehören zu den grössten Risiken für junge User. Dabei wissen viele gar nicht, dass solche Vorfälle strafbar sind. Die Kampagne entstand gemeinsam mit Jugendlichen, um authentisch Antworten auf die wichtigsten Fragen zu bieten: Woran erkenne ich Straftaten? Wo bekomme ich Hilfe? Prägnante Inhalte erscheinen auf TikTok, Instagram und einer eigenen Landingpage. Auch Eltern profitieren von gezielten Online-Kursen in der ECPAT Academy. Flankierend findet ein Parlamentsfrühstück sowie ein Fachtag in Berlin statt, um politische Lösungen weiter voranzutreiben. Die Forderungen sind klar: Plattformen sollen altersgerecht und sicher gestaltet sein, mit strengeren Kontaktregeln, Pflichtprävention und schneller Weitergabe an Behörden. Ein generelles Nutzungsverbot lehnt ECPAT ab – denn Risiken verschwinden nicht einfach mit dem Alter. Entscheidend bleibt das Zusammenwirken von Politik, Gesellschaft und Technologie. Nur so entsteht ein digitaler Raum, der Kinder wirklich schützt.


Verantwortlich bei Ecpat: Anna Finke (Leiterin Kommunikation), Tim Schmitt (Marketing), Paul Neumann (Social Media Manager). Verantwortlich bei Kreativagentur: Lara Merten (Co-CEO), Jana Braun (Creative Direction), Lea Fritz (Consulting), Jonas Vogel (Konzept/Text), Tamara Greve (Art Direction), Felix Huebner (Graphic Design), Roman Droste (Video/Foto/Content Creation).

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