Allianz Pro Medienvielfalt: Unabhängiger Journalismus unter Druck
Vor sieben Jahren lehnte die Schweizer Stimmbevölkerung die No-Billag-Initiative mit deutlicher Mehrheit ab. Heute steht mit der Halbierungsinitiative bereits der nächste Angriff auf die Medienvielfalt bevor. Eine breite Allianz aus Organisationen und Einzelpersonen stellt sich dagegen.
Die No-Billag-Initiative wollte die Abschaffung der Radio- und Fernsehabgabe und damit die Finanzierung der SRG verhindern. Ihr Scheitern 2018 war ein klares Bekenntnis zur Medienvielfalt. Doch seither hat sich die Welt verändert: Autokratische Regime gewinnen an Einfluss, und der Druck auf unabhängige Medien wächst. Entwicklungen in Russland, Ungarn und den USA zeigen, wie schrittweise Medien erst geschwächt, dann zensiert und schliesslich verboten werden.
In der Schweiz wird mit der Halbierungsinitiative erneut an der Finanzierung der SRG gerüttelt. Laut der Allianz Pro Medienvielfalt, einem Zusammenschluss aus bislang 18 Organisationen und 3900 Einzelpersonen, ist sie eine indirekte Fortsetzung der No-Billag-Initiative. Ein Ja würde zu massiven Kürzungen führen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk empfindlich schwächen.
Die Allianz lanciert deshalb ein neues Sujet. Unterstützt wird sie unter anderem von Kulturschaffenden wie Franz Hohler, Ursus & Nadeschkin und Gardi Hutter. Ihr Ziel: Ein Zeichen für unabhängigen Journalismus und eine vielfältige Medienlandschaft in der Schweiz zu setzen.

