Nawalny erhält «Europapreis für politische Kultur»

Die Hans-Ringier-Stiftung hat Alexei Nawalny mit dem diesjährigen Europapreis für politische Kultur ausgezeichnet. Stellvertretend für den inhaftierten russischen Oppositionellen nahm am Samstag dessen Ehefrau Julija Nawalnaja in Ascona TI den Preis entgegen.

Zakhar Navalny, Sohn von Alexei Navalny, Yulia Navalnaya, Ehefrau von Alexei Navalny, Gastgeber Frank A. Meyer und Joachim Gauck, deutscher Bundespräsident a.D. (v.l.n.r) mit einem Portrait der Künstlerin Tania Jacobi. (Bild: zVg. Ringier)

Mit Nawalny werde eine Persönlichkeit geehrt, die weit über Russland hinaus europäische Werte verkörpere, teilte das Medienhaus Ringier mit.

«Alexei Navalny steht für die Kraft von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat. Vor seiner Unbeugsamkeit kann sich Europa nur verneigen», wurde der Präsident der Hans-Ringier-Stiftung, Frank A. Meyer, im Communiqué zitiert.

In einer Laudatio würdigte der ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauck den Preisträger. Dieser ermögliche es den Menschen in Europa, daran zu glauben, dass es ein anderes Russland jenseits des verbrecherischen Systems von Präsident Wladimir Putin gebe.

Der Europapreis wurde zum 17. Mal vergeben. Er ist mit 50’000 Franken dotiert. Unter den bisherigen Preisträgern befinden sich Politiker wie Jean-Claude Juncker, Jean-Claude Trichet, Hans-Dietrich Genscher, Wolfgang Schäuble oder Mario Draghi, aber auch Intellektuelle wie die Philosophen Jürgen Habermas und Peter Sloterdijk oder der Historiker Heinrich August Winkler. (SDA)

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