Die Auszeichnung für Schweizer Auftragsfilme läuft

Bald werden wieder die begehrten Edi.-Film-Awards verliehen. Wer seine Auftragsfilmproduktionen ins Rennen schicken möchte, hat noch Zeit bis Ende August.

Der Schiffbau ist die traditionelle Kulisse für den Edi.Bild: SWISSFILM ASSOCIATION
Der Schiffbau ist die traditionelle Kulisse für den Edi. (Bild: Swissfilm Association)

Es ist bereits die 24. Ausgabe der grossen Schweizer Auftragsfilm-Preisverleihung. Die Auszeichnungen mit den Edi.-Trophäen finden auch in diesem Jahr Anfang November statt. Die glamouröse «Award-Show» wird am 2. November einmal mehr im Zürcher Schiffbau über die Bühne gehen.

Schon vorher, nämlich am 17. Oktober, wird die Swissfilm Association SFA ihre «Shortlist» publizieren. Von allen Werbefilmeinreichungen werden dann die besten Produktionen der vergangenen zwölf Monate auf den Schild gehoben. «Dies ist bereits eine Auszeichnung», erklärt die SFA-Geschäftsführerin Susann Vogel. Alle Filme, die auf der «Shortlist» landen, werden in diesem Jahr von etwa 90 Juror:innen begutachtet. In der Jury sitzen nicht nur Filmschaffende sondern auch Auftraggeber:innen, Agenturen und Kund:innen.

Nach der Ausarbeitung der «Shortlist» gibt es dann die zweite Jurierungsrunde, in der die Jurymitglieder die allerbesten Werke mit einem goldenen, silbernen oder bronzenen Edi.23 auszeichnen. Der Juryprozess ist den Organisator:innen des Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreises extrem wichtig. «Das Resultat soll möglichst fair und transparent abgestützt sein», sagt Projektleiterin Katia Bonadei. Wer sich eine der begehrten Auszeichnungen holen möchte, kann sein Werk jetzt einreichen. Der Edi. zeichnet jedes Jahr die besten Auftragsfilmbeiträge aus. Es geht darum, sichtbar zu machen, was die Schweizer Filmbranche alles auf dem Kasten hat. Der Preis steht wiederum unter dem Patronat des Eidgenössischen Departements des Innern und der Call for Entries läuft noch bis zum 31. August. Eingereicht werden können Auftragsfilme von allen berechtigten Beteiligten einer Produktion, wie beispielsweise Produzent:innen, Auftraggeber:innen, Regisseur:innen, Werbeagenturen, Postproduktionshäusern oder Tonstudios.

«Der Edi. zeichnet jedes Jahr die besten Auftragsfilmbeiträge aus, wer sich eine der begehrten Auszeichnungen holen möchte, kann sein Werk jetzt einreichen.»

Neue Kategorie

Neben den besten Commercials, Corporate-Communications- und Branded-Content-Filmen werden heuer auch Auszeichnungen für die besten Schweizer Auftrags-Animationsfilme vergeben. Bei der Kreierung dieser neuen Kategorie wollte die Swissfilm Association dem Trend in der Branche entgegenkommen. Laut Roger Zürcher, Mitgründer der Vaudeville Studios, brauchte es diese extra Kategorie. Dies, weil heute etwa 20 Prozent aller in der Schweiz produzierten audiovisuellen Produktionen animiert sind beziehungsweise zu einem grossen Teil Animationen enthalten.

Der Film «Under the Influence – Let’s Break the Silence» von Camille Bovey hat im letzten Jahr in der Kategorie «Corporate Communication» gewonnen und dazu noch einen Spezial Edi. geholt. Dieser Film, der wunderschön die Vorzüge von Animation für sensible Themen zeigt, würde in diesem Jahr in der neuen Kategorie «Animation» ausgezeichnet. «Vorteil ist, dass durch das separate Gefäss ‹Animation› nun Gleiches mit Gleichem verglichen und bewertet wird», erklärt Zürcher weiter.

Für die Filmproduktionsfirma Stories ist der Edi. inzwischen fester Bestandteil des Jahreskalenders. «Wir freuen uns immer auf den Event», sagt Tobias Fueter, Mitgründer von Stories. Im Sommer würde man jeweils intern die letztjährigen Arbeiten beurteilen. Diejenigen Filmproduktionen, von welchen man glaube, dass sie Award-würdig seien, würden eingereicht. «Oft finden wir dann viele unserer Einreichungen mindestens in der Edi.-Shortlist.» Und immer wieder würden Arbeiten auch mit Edelmetall belohnt, «was uns natürlich sehr freut und unser Team zu weiteren tollen Werbespots antreibt, welche die Schweiz hoffentlich unterhalten und bewegen», so der 49-jährige Regisseur weiter. Im vergangenen Jahr hat sich Stories mit dem NZZ-Commercial «Wenn die Debatte verstummt, ergreife das Wort» einen goldenen Edi. geholt. Ob man sich dann jeweils tatsächlich eine der begehrten Auszeichnungen angelt oder nicht, sei jedes Jahr «das grosse Ungewisse», lacht Fueter. «Denn natürlich gibt es viele grossartige Mitbewerber, die auch ihr Herzblut für jeden Film geben.» Und so genau wisse niemand, was in den letzten zwölf Monaten alles produziert worden sei. Die Edi.-Shortlist diene deshalb auch als wunderbare Werkschau des Jahres, wo man selber oft Produktionen entdecke, die man noch nicht gekannt habe. «Darum ist es immer wieder eine Riesenfreude, grosse Ehre und eine schöne Überraschung, wenn wir wieder einen Edi. mit nach Hause nehmen und ins Pokalregal stellen dürfen.»


Der Call for Entries läuft noch bis zum 31. August. Eingereicht werden können Auftragsfilme von allen berechtigten Beteiligten einer Produktion, wie beispielsweise Produzent: innen, Auftraggeber:innen, Regisseur:innen, Werbeagenturen, Postproduktionshäuser oder Tonstudios.

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