Einpendeln

Werbewoche-Redaktor René Worni über Konkurrenz bei der Pendlerpresse.

Beargwöhnt von vielen Argusaugen hat sich die Gratispresse seit Mitte letzten Jahres im Land weiter aufgestellt und sich zum Teil neu positioniert. Aus Heute wurde endlich der Blick am Abend, News erschien im goldenen Mediendreieck und fiel ins Mittelland ein, und 20 Minuten schrieb seine Erfolgsgeschichte fort, vor der die Branche immer noch kollektiv in die Knie geht.
In diesem Verdrängungs- und Selbstfindungskampf, bei dem der Leser zuletzt und der Inseratenverkauf zuerst eine Rolle spielen, schien das als «kleine NZZ der Gratispresse» gehandelte Blatt .ch die schlechtesten Karten zu haben. Kaum Inserate und ein so mutiges und originelles wie gleichzeitig halsbrecherisches Vertriebskonzept, das bei den Inserenten wenig Vertrauen weckte.
Das kontrastierte auffällig mit den Beteuerungen seines Gründers, Sacha Wigdorovits, alles sei nur halb so schlimm und werde sich bald einspielen. Der PR-Berater und Medienmann ist für seine Hartnäckigkeit bekannt und gibt nicht auf, ehe seine Gegner mausetot darniederliegen. Und als Bilder über Haufen sich türmender Zeitungsständer im SonntagsBlick erschienen, klagte er gegen Ringier wegen Rufschädigung.
Doch alles nützte nichts, so mancher dieser halbhohen Podeste dient seither in den Proberäumen den Gitarristen als Notenpult. Als Pendlerblatt in direkter Konkurrenz zu 20 Minuten kann sich das Blatt womöglich erst einpendeln. Der Rest bleibt abzuwarten. Schon einmal hat ein Konkurrenztitel gegen 20 Minuten verloren …

Einpendeln

René Worni über den Zuwachs bei der Pendlerpresse.

Beargwöhnt von vielen Argusaugen hat sich die Gratispresse seit Mitte letzten Jahres im Land weiter aufgestellt und sich zum Teil neu positioniert. Aus heute wurde endlich der Blick am Abend, News erschien im goldenen Mediendreieck und fiel ins Mittelland ein, und 20 Minuten schrieb seine Erfolgsgeschichte fort, vor der die Branche immer noch kollektiv in die Knie geht.
In diesem Verdrängungs- und Selbstfindungskampf, bei dem der Leser zuletzt und der Inserateverkauf zuerst eine Rolle spielen, schien das als «kleine NZZ der Gratispresse» gehandelte Blatt .ch die schlechtesten Karten zu haben; kaum Inserate, und ein so mutiges und originelles wie gleichzeitig halsbrecherisches Vertriebskonzept, das bei den Inserenten wenig Vertrauen weckte. Das kontrastierte auffällig mit den Beteuerungen seines Gründers, Sacha Wigdorovits, alles sei nur halb so schlimm und werde sich bald einspielen.
Der PR-Berater und Medienmann ist für seine Hartnäckigkeit bekannt und gibt nicht auf, ehe seine Gegner mausetot darnieder liegen. Und als Bilder über Haufen sich türmender Zeitungsständer im SonntagsBlick erschienen, klagte er gegen Ringier wegen Rufschädigung. Doch alles nützte nichts, und so mancher dieser halbhohen Podeste dient seither in den Proberäumen den Gitarristen als Notenpult.
Das Pendlerblatt kann sich womöglich erst in direkter Konkurrenz zu 20 Minuten einpendeln. Der Rest bleibt abzuwarten. Schon einmal hat ein Konkurrenztitel gegen 20 Minuten verloren…

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