Eine Superheldin kämpft gegen Langeweile im Bett
Der Schweizer Online-Shop Amorana lanciert für seinen kecken Weihnachtskalender schweizweit eine «schlagkräftige» Kampagne. Verantwortlich für die Kreation ist Futurelite.

Es gibt nur ein wahres Geschenk, wenn man seinen Partner wirklich überraschen will. Genau diesen Inhalt verdeutlicht die Superheldin «Amorana» mit ihren Taten in den TV Spots schlagkräftig. Die Agentur setzte bei der Kreation auf Humor und verzichtete komplett auf die genreübliche Erotik. Denn Sex soll ja Spass machen. So verteilt die Superheldin in den Spots den Schenkenden noch bis Frühjahr 2019 einige Ohrfeigen.
Kerzen Schmuck und Blumen führen unweigerlich zum Ohrfeigengesicht
Es gibt nichts gegen klassische Geschenkideen einzuwenden. Aber wenn ein Geschenk beiden Partnern Spass machen soll, dann ist es sinnvoll sich von Amoranas schlagenden Argumenten überzeugen zu lassen. So wurden drei auf die jeweilige Saison (Adventszeit, Weihnachten und Valentinstag) abgestimmte Spots entwickelt.
Hinter jedem einzelnen Türchen des Weihnachtskalenders wartet ein qualitativ hochwertiges Produkt aus dem Sortiment des Onlineshops darauf, von Paaren entdeckt und geprüft zu werden.
SRF lehnt Spot ab
Wie verschiedene Medien berichtet haben, hat SRF die Ausstrahlung der Amorana-Spots verweigert. Die Inhalte seien zwar nicht widerrechtlich, sie könnten jedoch moralisch oder ethisch problematisch sein, heisst es in einer Stellungnahme von Admeira. Amorana-Mitinhaber Alan Frei stört sich laut Aargauer Zeitung nicht an der Tatsache, dass SRF die Kampagne nicht zeigen will. Sondern daran, dass der Sender gleichzeitig im «Kassensturz» Vibratoren teste oder Formate wie «Seitensprung» ausstrahle. «Doppelmoral» nennt er das Verhalten von SRF.
Eine SRF-Sprecherin verteidigt die Entscheidung. «Es gibt zum einen einzelne, selektiv aufbereitete publizistische Inhalte. Dort hat das Publikum auch die Freiheit, diese nicht zu konsumieren. Einer breitflächigen Werbekampagne mit zahlreichen Spots dagegen kann sich das Publikum nicht verwehren.»
Bereits im vergangenen Jahr hat SRF die damalige Amorana-Kampagne abgelehnt. Diese zeigte noch wesentlich mehr Haut. Eigentlich hat Frei dieses Jahr speziell darauf geachtet, ohne explizite Bilder auszukommen, um den SRF-Ansprüchen zu genügen. Ohne Erfolg. Andere Sender strahlen die Spots aus, teilweise aber erst nach 22 Uhr. Gemäss Admeira macht man diesbezüglich aber keine Unterschiede: Was moralisch bedenklich ist, wird nicht ausgestrahlt – egal, um welche Uhrzeit. (hae/pd)
Verantwortlich bei Amorana: Lukas Speiser (CEO), Alan Frei (COO), Irina Gorina (Marketing). Verantwortlich bei Futurlite: Claudio Catrambone (Creative Direction), Mario Hipleh und Tom Zürcher (Text & Konzept), Myrtha Hafner (Mediaeffects). Filmproduktion: Bubbles&Sons.
